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China - Reise durchs Reich der Mitte - Vom Fluss des Schwarzen Drachen nach Shanghai

Da ich die nächsten Tage sehr wahrscheinlich nichts schreiben werde, möchte ich an dieser Stelle nur auf eine Reportage am nächsten Dienstag (27.09.05) auf ZDF um 20:15 Uhr hinweisen: China - Reise durchs Reich der Mitte - Vom Fluss des Schwarzen Drachen nach Shanghai


Vom heftigen Frost am Fluss des Schwarzen Drachen durch die Wüste, ans Ost­chinesische Meer bei Qingdao, nach Peking und ins glitzernde Shanghai. Dann weiter in Chinas Herz, in die alte Kaiserstadt Xi'an mit ihren wunderbaren Terra­kottakriegern, in den Dschungel von Yunnan und in die Berge der ärmsten Region des Landes. Schließlich bis in die Nähe Hongkongs, nach Shenzhen, wo Chinas Wirtschaftswunder seinen Anfang nahm. Das Team des ZDF-Studios Peking ist quer durch China gereist. Eine Route wie auf einem Schnittmusterbogen, eine Achterbahn der Eindrücke - hin und her zwischen Armut und Luxus, Beschaulichkeit und Dynamik, Schmerz und Jubel, Enttäuschung und Hoffnung. Gleichzeitigkeit der Gegensätze. "Immer der langen Nase nach", wie Chinesen es spöttisch nannten, ging die Reise. Joachim Holtz und sein Team folgten der Spur des Fortschritts. "Sie verlor sich im­mer wieder", so beschreibt es der ZDF-China-Korrespondent, "wurde manchmal heiß, zuweilen gar rotglühend, dann nur noch ein Trampelpfad ohne Wegweiser oder eine Schnellstraße nach Übermorgen. Ein Weg voller Überraschungen. Wir haben China von innen gesehen."

Vom Fluss des Schwarzen Drachen nach Shanghai Hier ziehen die Chinesen die Russen einfach über den Tisch. In Heihe, in der großen Markthalle. Immer morgens von acht bis zwölf Uhr. Dann kommen die Busse über den Fluss, über das dicke Eis, auch bei 27 Grad Kälte. Über den Amur, den die Chinesen Heilongjiang nennen, den Fluss des Schwarzen Drachen. Im äußersten Norden Chinas. Vom Heilongjiang-Fluss geht es im ersten Film mit dem Zug durch die nördlichste Provinz, streng kontrolliert von Uniformierten und Geheimpolizisten. Die ZDF-Reiseroute folgt dann der Spur des Sandes. Von der Wüste Gobi treibt der Wind ihn durch Nordchina. Vor allem im Frühjahr fallen Sandstürme über die weitgehend abgeholzten Gebiete her. Sogar in Peking gehen dann Hunderttausende von Tonnen nieder: körnige Grüße aus der Gobi.

"Für die Chinesen ist Bahnfahren einfach ein Wohnen auf Schienen", erzählt Holtz, "sie vertreiben sich die Zeit wie zu Hause. Sie essen, schlafen, trinken, quatschen, spielen, lesen, singen - und die Fenster ersetzen den Fernseher. Sie haben uns immer freundlich aufgenommen, ihr Essen geteilt, ihren Schnaps auch. Und immer wollten sie Fotos knipsen: Chinese mit Ausländer, Langnase mit kicherndem Teenager, nur die Aufpasser schauten bärbeißig zu."

Durch die Innere Mongolei zogen Dampfloks den Zug. Für die Chinesen ist das ein Relikt vergangener Zeiten, ein Zeichen des Rückstands. Doch der Dampf bringt ihnen viel Geld. Touristen kommen wegen der alten Lokomotiven hierher, massenhaft. Am liebsten im Winter. Weil dann der Rauch so wunderschön aufsteigt. "Für Euros und Dollar halten Chinas Planer auch den Fortschritt gerne an", erklärt Joachim Holtz. "Schließlich definiert sich Fortschritt in diesem Land vor allem durch Geld." Shanghai ist das Ziel des ersten Reise-Teils, das Schaufenster des neuen China. Die 20-Millionen-Metropole stilisiert sich selbst zur "Stadt des 21. Jahrhunderts". Von allem hat sie am liebsten das Größte, Schnellste, Neueste.

Olympia 2008 ist eines der wichtigsten Ziele für die Entwicklung des Landes. China hatte sich lange abgeschottet von der Welt. Die Große Mauer hielt nicht nur die Fremden fern, sie war immer auch ein Symbol für die Selbstbezogenheit und Iso­liertheit des Reichs der Mitte. Seit 1978 die neue Wirtschaftspolitik begann, spüren die meisten Menschen etwas von dem Wandel. Die ganz unten haben ein paar Fen mehr am Tag als früher, ein paar mehr von den kleinen chinesischen Aluminiummünzen. Der Hunger ist besiegt, es gibt Arbeit, Wohnungen, Medizin. Viel hängt vom Einsatz des Einzelnen ab. China verändert sich und damit die Welt. Die Reise der ZDF-Journalisten verbindet die Menschen und Schauplätze.

Der Film ist eine lockere Folge von Begegnungen, die meist zufällig sind, manchmal gezielt. Mit dem Blick in die vielen chinesischen Gesichter entsteht ein vielfarbiges Bild von dem Land. Mit dem Hinhören auf die Erzählungen der Menschen dringt der Zuschauer unter die Oberfläche der Bilder. China-Korrespondent Joachim Holtz fügt die Informationen und Eindrücke ein in einen weiteren Zusammenhang. In die spannungsreiche Gegenwart des Landes, das auf seinen fünftausend Jahre alten Traditionen beharrt und sich zugleich in eine furiose Jagd nach dem Fortschritt stürzt.

Der zweite Teil mit dem Titel "Von Shanghai in die Stadt der Zukunft" ist am Dienstag, 04. Oktober, 20.15 Uhr, zu sehen.




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