Dieser Artikel ist ein Gastbeitrag von Niall Murray, dem inoffiziellen Digitalvoodoo Auslandskorrespondenten aus Hongkong.
Kaffee und Kuchen made in Hong Kong
Wer die asiatischen Feiertage kennen lernen möchte, der ist in Hong Kong bestens aufgehoben. Zwar gibt es eigentlich für den normalsterblichen Angestellten nur 7-10 Urlaubstage im Jahr aber Dank der unschlagbaren Kombination von Ost und West gibt es etwa 2008 noch satte 17 gesetzliche Feiertage hinzu. Ostern, Weihnachten, Ching Ming, 1. Mai, Buddhas Geburtstag und und und. Hong Kong ist also das Bayern Asiens, was Feiertage betrifft. In letzter Zeit schreien die Werbeplakate entlang der endlosen Rolltreppen an Hong Kongs U-Bahn es wieder von den Wänden. Kulinarische Sonderangebote und neue Kreationen aus den Bäckereien und Hotels sind wieder zu haben, denn es ist Mondfest. Lassen wir es mit Erklärungen woher das Mondfest kommt einfach mal sein und kommen direkt zur Sache, zum Essen nämlich.

Gegessen werden zu diesem Anlass Mondkuchen. Mondkuchen sind etwa handtellergrosse Teigkuchen mit Füllung. Die Füllung selbst besteht aus einer sämigen allen Speichel aufsaugender Lotusblütenpaste und ganzem Eigelb. Wer nicht auf die Figur achten muss kann wahlweise ein, zwei oder auch drei Eigelb in einem Kuchen bekommen. Mehr als ein Viertel oder die Hälfte eines Mondkuchen in einem Gang zu essen ist sowieso schon eine echte Herausforderung. Damit die asiatische Versuchung besser rutscht, wird meist grüner Tee zum Kuchen gereicht. Der schwere Magen dankt es einem.
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