Jaja, waehrend sich meine Kumpels im verregneten Thailand aufhalten verbringe ich hier die schoenste Zeit in Hong Kong. Seit 5 Tagen gibt es Sonnenschein pur, niedrige Luftfeuchtigkeit und taeglich mindestens 31 Grad (am Sonntag sollen es angeblich 37 werden *Schwitz*) die mich nach 5 Minuten Fussmarsch an den Rand der koerperlichen Belastungsfaehigkeit bringen.
Da haben es der Marketing Gsell (Fellow) Padde (alias Patrick), der Michi (alias Michael Papenburg) und die lebende Bierpumpe Holle (alias Holger) nicht so rosig in Thailand... da zieht naemlich der Monsun vorbei, aber zum Glueck regnet's dann immer nur ganz kurz, dannaber heftig. Nachdem ich ihre Namen hier ausgeschrieben habe, werde sie hoffentlich von den Suchmaschinen indexiert und jeder der nach Infos ueber einen der Drei im Internet sucht, trifft auf die schmutzige Wahrheit hier auf dieser Seite!!!! HaHaHaHaHa!!!!
Je naeher inzwischen mein Abflug rueckt umso mehr merke ich eigentlich erst wie lieb ich diese Stadt und ihre Menschen gewonnen habe. Am Anfang empfand ich alles ein wenig seltsam, ja geradezu "abstossend", wenn ich mir meine alten Beitraege so durchlese. Inzwischen finde ich es echt schon schade, dass ich in Muenchen keine Dim Sum mehr bekommen werde :-(
Wan Chai zur blauen Stunde mir dem Central Plaza und dem Exhibition Centre
Was mir heute wieder besonders in der Arbeit aufgefallen ist, ist die Trennung zwischen Westlern und Chinesen: Es gibt keine Gleichbehandlung. Es beginnt schon damit, dass ein graduierter Hong Konger gerade mal soviel Gehalt wie ein dt. Praktikant bekommt, der gerade noch am studieren ist. Nicht, dass einen die Chinesen deswegen irgendwie anders behandeln wuerden, aber man sollte sich das immer vor Augen fuehren. Man kann sich ja ausmalen wie wenig hier dann Angestellte ohne Hochschulabschluss bekommen.
Erst heute bat mich wieder eine chinesische Kollegin um Hilfe, da sie die Anweisung ihrer Vorgesetzten nicht genau verstanden hatte. Als ich ihr vorschlug einfach nochmal genauer nach der Aufgabe nachzufragen schaute sie mich nur ganz komisch an und sagte dass koenne sie nicht machen, da es bedeuten wuerde, sie sei inkompetent und koennte so ihr Gesicht verlieren. Als ich dann fuer sie nachfragen wollte ist ihr ein Stein vom Herzen gefallen... scheinbar ist sie ziemlich eingeschuechtert von ihrer Vorgesetzten und wundert sich wie "laessig" wir Praktikanten mit unserem Chef umgehen.
Generell ist mir schon aufgefallen, dass mit mir "besser" und freundlicher umgegangen wird als mit den chinesischen Kollegen. Das finde ich sehr schade und bedrueckend, scheint aber die Regel zu sein. Die chinesichen Kollegen unterliegen auch einer rigorosen Kontrolle. Auf ein Nachfragen wurde mir mitgeteilt, das man Chinesen nicht so wie Westler fuehren koenne und mit ihnen viel strenger umgehen muesse... naja, brauchen die wirklich Zuckerbrot und Peitsche?
Nichtsdestotrotz ist das Arbeitsklima hier einfach wunderbar und sehr freundschaftlich. Ich wurde von Anfang an in das Team integriert und auf gemeinsame Unternehmungen mitgenommen. Es ist einfach so interessant mit Menschen aus einer komplett unterschiedlichen Kultur zusammenarbeiten zu koennen.
Das war mal wieder ein kleiner Einblick in das taegliche Praktikantenleben in Hong Kong.
Schoene Gruesse
Euer Chris
PS: Ausserdem gibt es schon wieder ein neues Hong Kong Weblog. Diesmal von einer Eva, die bereits ihr drittes Praktikum (Hong Kong ist ja schoen und gut, aber es gibt doch noch so viele andere aufregende Platze auf der Welt?!?!) hier absolviert. Das waere dann bereits das 4. Weblog, angefangen hat damit Ole von dem ich die Idee hatte. Bald muss man gar nicht mehr nach Hong Kong reisen um alles darueber zu erfahren :-)