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Sunsetpeak auf Lantau Island

Trotz gesundheitlicher Probleme hatte ich mich am Sonntag dazu überreden lassen an einer "Wanderung" auf Lantau Island, der größten Insel Hong Kongs (fast zweimal so groß wie Hong Kong Island selber) auf der sich auch der neue Flughafen befindet und gerade das neue Disney Land Hong Kong am Entstehen ist, teilzunehmen.

Eigentlich bin ich ja nicht so der große Fan von großangelegten Wanderungen bei denen dann 15 - 20 Mann teilnehmen sollen. Zum einen kennt man sich eh nicht und es entstehen wieder kleine Gruppen und zum anderen sind dann immer ein paar Spinner dabei, die die ganze Sache einfach nicht gemütlich angehen lassen können... voll die Hektiker, wollen den Berg hochstürmen, 2 Fotos machen und gleich wieder weiterrennen, so dass man die ganze Zeit am Schwitzen ist. Da sich keiner traut etwas zu sagen, um die Geschwindigkeit etwas zu drosseln, sind 8ß% der LEute am Ende ganz kaputt. Aber jetzt ersteinmal zur eigentlichen Geschichte...

Durch den E-Mail Verteiler auf dem die meisten deutschen Trainees in Hong Kong stehen bleibt man auf dem Laufenden wenn jemand etwas halbwegs größeres am Wochenende vorhat. So auch diesesmal. Am Samstag waren wir ja schön gemütlich, wie es sich für einen Bayern gehört, zu dritt in dem Monastery of Ten Thousand Buddhas. Deswegen wollten wir diesesmal einfach mal etwas mehr von der Natur sehen, um dem Großstadtleben und dem Chaos Hong Kongs zu entfliehen. Treffpunkt war am Ferry Pier in Central wo alle Fähren zu den Outlying Islands ablegen. Von dort dauerte es etwa eine Stunde bis wir auf Lantaus Island angekommen waren. In diesem Moment kamen mir auch schon die ersten Zweifel, denn die Insel war total hügelig... und den Gipfel konnte man gar nicht sehen da er vollkommen in Wolken gehüllt war. Zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass meine Scherze "Da auf den Gipfel klettern wir jetzt rauf, gell?" tatsächlich bewahrheiten sollten.

Also ging es direkt vom Hafen mit ca. 15 Mann bergauf auf einer Straße entlang... ich habe mich schon gewundert warum wir den Anfang vom Lantau Trail mit dem Bus erreichen anfahren sollten, aber das schien keinen zu interessieren... ist ja auch viel schöner 45 Minuten auf einer geteerten Straße mit vorbeidüsenden Autos entlang zu laufen. Die Gruppe fing schon auseinander zureißen, kein Wunder bei dem Tempo das manche Leute da vorgelegt hatten... schon bevor ich den Anfang des Trails erreicht hatte war ich absolut nassgeschwitzt... geil, danke ihr Penner. Ich hatte dann mit Niall und Michi abgemacht uns nicht mehr an das Tempo der restlichen Grupppe zu orientieren, denn so könne man die Wanderung einfach nicht genießen

Gesagt getan, schon waren die anderen ein paar hundert Meter weiter vor uns. Aber das Schwitzen hatte doch kein Ende. Der Weg wurde immer steiler und wir merkten nach und nach, dass uns der Weg tatsächlich bis auf den Gipfel, den Sunsetpeak, der 870 Meter üer dem Meeresspiegel liegt, führen sollte. Und das bei dem Klima... wir hatten zwar einen bewölkten Tag erwischt, aber die Luftfeuchtigkeit war unverändert unangenehm hoch. Die ersten 2 Stunden war ich eigentlich nur am Schwitzen, genauso wie Niall und Michi, bis uns dann die Getränke ausgingen... ich glaube wir waren so auf 600 Meter Höhe angelangt, als es dann zunehmend kühler wurde. Das geschah eigentlich alles sehr plötzlich... der Wind wurde stärker, die Wolken wurden dichter mit jedem Meter dem wir dem Gipfel näher kamen. Es kam dann soweit, dass wir nur noch 5 Meter weit sehen konnten und oben der Wind sicher mit Windstärke 7 stürmte... Schaut euch mal an wie sich meine Jacke aufgeblasen hatte. Meine Haare waren pitschnass, genauso wie die Kleidung und die Haut. Das erste mal in meinem Leben, dass ich durch Wolken gelaufen bin.

Höhepunkt der Wanderung war dann eine Weggabelung vor der wir irgendwo auf 800 Meter Höhe dann standen, ohne Karte und ohne zu wissen wo es weiterging. Klugerweise hatten die anderen die schon ganz wo anders waren die einzige Karte bei sich. Also Handy ausgepackt und versucht jemanden zu erreichen, aber erfolgslos auf diese Höhe. Weg haben wir dann ausgeknobelt und sind dann weiter den Gipfel hinauf... Wind wurde immer schlimmer, Kräfte waren am Schwinden, Verzweiflung tat sich langsam auf... doch dann.... endlich der Gipfel war da und somit die ersten Stufen die uns bergab bringen sollten. Diesen Part kürze ich jetzt einfach mal, ich kann nur sagen, dass es keinesfalls einfacher ist bergab als bergauf zu laufen. Eine weitere Stunde später waren wir dann aus der dichten Wolkendecke weg und konnte uns endlich mal ohne den schrecklichen Wind trocknen und ausruhen. Eigentlich wollten wir ja ursprünglich zu einem Strand gehen, den wir von oben aus gesehen hatten, doch der war noch sehr weit entfernt, so dass wir dann noch schnell den Bus bis zum Paradies genommen haben. Dort angekommen sind wir dann auch auf die anderen Spcken getroffen, die sich bei diesem Scheisswetter tatsächlcih an den Strand gelegt haben... ich habe ihnen eine "normale" Lungenentzündung an den Hals gewünscht!

Der Strand war sehr schön, leider war das Wetter aber alles andere als geeignet zum Baden. Auf dem Weg zu nem Restaurant haben wir dann noch eine solch giantisch große, fette und ekelerregende Qualle gesehen, wie ich sie bisher nooch nie gesehen hatte. Nach ein paar Fotos habe ich mich dann auch getraut sie mit meinem Fuß anzufassen,... hatte sich eigentlich wie Raufasertapete angefühlt... nur irgendwie weicher und ekliger. Nach ein paar Stupsern ist das Teufelsvieh dann auch noch in 2 Stücke zerissen, aber dafür glaub ich kann ich nichts.... Nach diesem Erlebnis werde ich es mir zweimal überlegen in diesen Gewässern zu schwimmen... ich bekomm doch nen Herzinfarkt wenn ich solch ein Viechim Wasser sehe oder es mich nur berührt... Ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh! Genug für heute! Ich kann nur abschliesend sagen, dass meine Eva keine 2 km mitgelaufen wäre... sie hätte schon früher gestänkert, aber das berechtigter Weise... aber die Qualle und die Action auf dem Gipfel waren die Mühe wert!

Ciao, Euer Chris

PS: Wer mir ne Freude machen will, schickt mir ein Packerl mit italienischer Salami nach Hong Kong... Snief!




Kommentare (5)

Hallo Knödelchen,
endlich mal viele Fotos.Habe mich sooo gefreut. Also die Qualle ist ja mal wirklich super, hätte nie gedacht, dass die so gigantisch ist. Muss interessant gewesen sein sowas mal aus der Nähe zu sehen. Ansonsten siehts dort ziemlich grau aus, aber trotzdem schöne Landschaft. Schatzl, du hast recht, ich wäre nie so lange gewandert, vorallem nicht bei dem Wind.. ;) Aber dafür sehe ich jetzt ja die Fotos.
Liebe dich.

Mann ist das viel zu lesen!! Da brauch ich sicher das ganze Wochenende..., also Geduld mit Kommentaren ;-)

Die Qualle ist ja supereklig... Da lob ich mir doch die Minidinger an der Nordsee ;-)
Hoffentlich landet sowas nicht irgendwann auf deinem Teller in irgendeinem Restaurant?
Weiterhin viel Spaß!

Gibt's italienische Salami nicht bei Oliver's Delicatessen? Wer's bezahlen kann, kriegt da eigentlich alles, was er/sie vermissen könnte.

hi, bin grad dabei mich auf deiner seite fuer einen erdkunde vortrag zu informieren, dachte es waere ganz nett mal zu sagen wie genial deine seite ist, und vorallem wie hilfreich.
ach ja, wollt auch noch mal kurz darauf hinweisen, dass ein einige bilder auf deiner seite nicht angezeigt werden...schade..

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Zusammenfassung

Hier findet ihr Bilder und Videos einer Wanderung auf Lantau Island bis hin zum Sunset Peak. Auf dem Weg wurden wir von einem Unwetter überrascht. Als Dank konnten wir dann eine 100 kg Qualle am Strand sichten.

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