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München und andere Superlative - by Daniel

Servus liebe Webloggäste,

an dieser Stelle schreibt Euch nicht wie üblich der Chris, sondern ich, Daniel, sein preußischer Studiums- und Feiergefährte aus gemeinsamen Chinazeiten. Nach Chris 4-monatiger, ununterbrochener Werbung für die "Weltstadt mit Herz" musste ich meine heimischen Gefilde nördlich des Weißwurstäquators verlassen, um mir das vielgelobte München mal näher anzuschauen.

Wie es die Anrede schon vermuten lässt, habe ich dabei nichts unversucht gelassen, mich den lokalen Gegebenheiten anzupassen, um nicht gleich als "Zugereister" identifiziert zu werden und damit unausweichlich die mitleidigen Blicke der einheimischen Bevölkerung ernten zu müssen. Lange konnte ich diese Tarnung allerdings nicht aufrechterhalten, doch dazu später mehr.

Bei Sonnenschein ging es vom Bahnhof direkt auf ein Bierchen in den englischen Garten, welcher "der größte Stadtgarten der Welt" ist (Zitat Chris), wo ich unter einer Kastanie sitzend bei einem Maß Bier und einer "Brezen mit Oabatzen" die typische bayerische Gemütlichkeit erleben durfte. Ich muss schon zugegeben, die Biergartentradition ist eine hervorragende Sache, an die ich mich sofort gewöhnen könnte. Derlei gestärkt sind wir dann gleich weitergezogen in ein sehr stylisches Cafe, in einem ehemaligen Fahrradkeller, wo dann leider, aber unausweichlich, meine Enttarnung als Quasi-Ausländer erfolgte. Mein Wunsch nach einem Weizenbier löste beim Kellner nur verständnisloses Kopfschütteln aus und Chris beeilte sich meine Bestellung ins Bayerische ("A Weissbier, bitte.")zu übersetzen, begleitet von dem entschuldigenden Zusatz: "Er kommt nicht von hier..." Das Cafe ist übrigens direkt im Gebäude der Ludwig-Maximilian-Universität, die, welch Überraschung, "die größte Universität Deutschlands ist" (Zitat: Ihr werdet es erraten... unser Chris, der Marketingprofi.) [Anm.d.Marketingprofis: SS2005 LMU : Uni Köln = 44.144 : 43.679] Sollte ich bin dahin noch an einen Zufall geglaubt haben, dass ich an meinem ersten Tag gleich zwei Münchener Orte der Superlative sehen durfte, wurde ich am folgenden Tag, unserem Sightseeing-Tag, schnell eines Besseren belehrt. Angefangen vom "größten Braukeller der Welt" über die "Geschäftsstraße mit den höchsten Ladenmieten Deutschlands" bis hin zu dem "größten Freiluftdelikatessenmarkt Deutschlands" wusste Chris mit Höchstleistungen seiner geliebten Heimatstadt zu beeindrucken, dass wohl selbst Herrn Guinnes schwindelig geworden wäre.

Abends stand dann mit dem Besuch des Bundesligaauftaktspiels zwischen Bayern München und dem Erzrivalen der 70er, der Borussia aus Mönchengladbach ein weiteres Highlight meines Münchenvisite an (Chris' Kumpel Harry war der Mann, der das Unmögliche möglich machte und noch Karten besorgen konnte. Gut der Mann!). In der ausverkauften Allianzarena wurden wir Zeugen eines letzlich deutlichen 3:0-Sieges der Bayern, welcher der Startschuss für eine ausgiebige Feier in der "Nachtgalerie" war, die neben einem Publikum, welches auch bei einer Oberstufenparty nicht als alt aufgefallen wäre, erfreulich günstige Preise bot. Bei diesen erstklassigen Vorraussetzungen ist es wenig verwunderlich, dass wir, wie sollte es auch anders sein, wieder einmal zu den "konditionsstärksten" Gästen gehörten.

Der nächste Tag begann dann recht spät und es ist wohl nur unserem mehrmonatigen chinesischen Trainingslager zu verdanken, dass wir trotz leichten bis mittelschweren Katers noch die Kurve gekriegt haben und schließlich bestens gelaunt (nach 4 bis 5 Weissbier werden auch die letzten "American Pie"- Kalauer zu echten Spaßbringern) zu später Stunde die Casa Bücherl verließen, um einer weiteren Perle der Münchener Nightlifeszene einen Besuch abzustatten. Das "4004" war unser Ziel und nach fröhlicher und ausgiebiger Zecherei sind wir auch diesmal auf Nummer sicher gegangen und haben erst bei Tageslicht den Heimweg angetreten. Dies stellte sich als Glücksfall heraus, da Chris in der Bahn immer wieder eingenickt ist, wir unsere Station verpasst haben und ich somit noch zu einer unverhofften (und zu dieser Zeit auch unerwünschten  ) Fortsetzung meines Stadtrundführung durch München kam. Erfahren von vielen ähnlichen "Morgenmärschen" in seiner Jugend hat Chris dann aber schnell die Orientierung wiedergefunden und uns sicher nach Berg am Laim gelotst.

Am Sonntag mussten wir allerdings dem hohem Tempo der vorangegangenen Nächte Tribut zollen und zogen es daher vor, einen Erholungstag einzulegen. Unterstützt wurden wir dabei dankenswerter Weise von Mama Bücherl, deren Kochkünste es uns ermöglichten, jeglichen Kontakt mit frischer Luft zu vermeiden und uns ganz auf "Welt der Wunder" und ähnliche Schlaumeiershows zu konzentrieren.

Ach ja, Chris Luxuskater Yoshi darf bei meinem Bericht über meine erlebnisreichen Tage natürlich auch nicht unerwähnt bleiben. Gleich in der ersten Nacht durfte ich die Erfahrung mit seiner "liebenswerten" Art machen. Während ich schlief, entschloss er sich mir Gesellschaft zu leisten und sprang mir auf die Schulter, was mir nicht nur einen massiven Adrenalinstoss versetzte, sondern anscheinend auch ein tiefergehendes Trauma auslöste, wusste Chris doch am nächsten Morgen zu berichten, dass ich im Schlaf wiederholt gebrüllt hätte: "Geh runter von mir!" (Da war als die Katze allerdings längst draußen ..).

Abgesehen von dieser "Attacke" (, die ich dem Kätzchen mit seinen unschuldigen, blauen Augen natürlich schnell wieder verziehen habe...) war die Zeit in München absolut großartig und schon allein die Biergärten sind Anreiz genug noch mal wiederzukommen.

Bis bald also,

der Daniel

Anm.v.Chris: Freu mich auch schon riesig auf Köln und Dortmund ;-) und hier findet ihr noch einen sehr schönen Artikel über die Superlative in München in der FAZ.




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