Bali: Im Wuergegriff der Python, Sinnflut auf Pura Luhur Batakau, Hot Springs im Yeh Panas Resort
Leider muss ich euch bis zu meiner Rueckkehr aus Asien mit weiteren bilderlosen Textwuesten begluecken... natuerlich waeren die passenden Bildimpressionen zu den hier niedergeschriebenen Textwuesten wesentlich interessanter. Vielleicht lest ihr euch die Eintraege erst durch, nachdem ich die Bilder hinzugefuegt habt oder alternativ dann ein zweites mal. Nun aber zu unseren Erlebnissen nach Kuta und dem Sueden Bali's.
Der Sueden Bali's wurde uns langsam aber sicher zu heiss, so dass wir uns mit unserem frisch gemieteten Moped direkt Richtung Norden in die heiligen Berge Bali's aufmachten. Davor mussten wir jedoch unser in den letzten Tagen immens angeschwollenes Reisegepaeck etwas reduzieren, was wir durch das Umpacken und Zuruecklassen eines Rucksackes realisieren konnten. Mit einem klassischen Continental Breakfast im Magen konnte die Reise mit dem Moped, mir, Kami und dem grossen Rucksack auf ihrem Ruecken (sieht echt Pascha-maessig aus, wenn sie vom Moped absteigt und den schweren Rucksack drauf hat und ich gar nichts ;-) endlich losgehen.
Erste Zwischenstation auf unserer Fahrt von Kuta nach Tabanan war der (hinsichtlich touristischen Gesichtspunkten) beliebteste und meistfotografierte Tempel Bali's. Pura Tanah Lot liegt an der Westkueste. Die Tempelamlage befindet sich sehr malerisch auf einem Felsen gelegen, den man bei Ebbe zu Fuss erreichen kann. Leider bleibt einem nicht Glaeubigen trotz Sarong-Tragens der Zutriff verwehrt. Nichtsdestotrotzt ist der Blick auf den Tempel mitten im Meer wirklich faszinierend. Die Glaeubigen sind an diesem Vormittag im knietiefen Wasser mit ihren Sarongs (Roecke) zum Tempel gewattet um dort ihre Opfer niederzulegen und zu beten.
Dank des Hinweises des Lonely Planet haben wir uns den Besuch des Pura Tanah Lot zur beliebte Abendstunde (Sonnenuntergang) gespart, so dass uns wiederum der Speissrutenlauf durch die niemals enden wollende Flut an Souvenirshops erspart wurde, da die Betreiber schlichtweg noch im Bett lagen ;-) Highlight des Tempelbesuches war dann aber das tourimaessige Fotografieren mit einer riesigen Python (40 kg, frisst 14 Enten alle zwei Wochen), die uns um die Haelse gelegt wurde... sind echt coole Bilder geworden und die Schlange hat dank uns wieder eine Ente mehr zum Fressen.
Nach einem kurzen Boxenstopp an einer balinesischen Tankstelle (8 Flaschen gefuellt mit unreinem Sprit...) fuhren wir weiter nach Tabanan, einer groesseren Stadt noerdlich von Denpasar. Wie so oft war der Weg so schlecht ausgeschildert, dass wir nur durch haeufiges Nachfragen den richtigen Weg fanden. Da wir das konfuse Tabanan schnellstmoeglich hinter uns lassen wollten, fuhren wir weiter Richtung Norden zum 2276 Meter hohen Mount Batukau. Auf dem Weg dorthin durchfuhrend wir den kleinen und sehr unscheinbaren Ort Yeh Panas in der wir das schicke und menschenleere Yeh Panas Resort als unsere naechste Uebernachtungsmoeglichkeit ausmachten. Ohnehin waren wir auf den Strassen so gut wie die einzigen Touristen die sich mit einem Motorrad fortbewegten. Die meisten ziehen es wahrscheinlich vor sich fahren zu lassen.
Fuer gerade mal 350.000 Rupiah gehoerte der beste Bungalow mit Blick auf den Fluss, sattgruene Reisfelder, den tuerkisfarbenen Pool und die heissen Quellen nur uns allein - Nebensaison sei dank.
Da sich bei der Fahrt in die Berge schon erste Wolekn am Himmel abzeichneten, wollten wir uns noch schnell vor der ersten Poolbegehung den knapp 8 km entfernten Tempel Pura Luhur Batukau ansehen. Wohlwissend hatten wir unsere regencapes aus dem Singapore Zoo und der Night Safari eingepackt, die uns dann vor den sinnflutartigen Regenfaellen geschuetzt hatten. Leider war der Besuch des Tempels wegen des Regens eher durchwachsen, so dass wir uns entschieden lieber die heissen Vulkanquellen in unserem Hotel auszutesten.
Die Rueckfahrt entpuppte sich dann aber als sehr tueckisch, das die Strassen wirklich schrecklich vom Wasser ueberflutet waren... Aquaplaning Deluxe... da hat es mir trotzt jahrelanger Motorraderfahrung die Nackenhaare aufgestellt ;-) Mit dem Wasser kommt dann auch der Schmutzt auf die Strasse: Kokosnuesse, Felsen, Schlamm und jede Menge Muell, dem man dann im Slalom - fast blind durch das verkratzte Visier schauend - ausweichen darf.
Der Chris waere aber nicht der Chris, haette er das nicht mit Bravour gemeistert... Pitschnass aber wohlerhalten wurde im Hotel extra fuer uns der Jakuzzi mit Wasser aus den heissen Quellen angeschmissen... welch dekadente Wonne bei den doch eher frischen Temperaturen in den Bergen. Leider wusste ich nicht, dass das Wasser sehr Schwefelhaltig ist, so dass ich seitdem mit einer gelf-orangen Badehose herumlaufen muss ;-)
Nach einer Abkuelung im Kaltwasserpool gabs eine warme Dusche im Zimmer um uns dann auf die grosszuegige Terasse zu setzen. Von dort aus konnten wir das Fluesschen, der vor ein paar Stunden noch raltiv klein und sauber war, sehen, wie er sich zu einem reissenden Fluss entwickelt hat. Selbiges galt fuer den Wasserfall, der auf dem Gelaende des Yeh Panas Resorts ist... nun wissen wir auch, woher das ganze Wasser fuer die sattgruenen reisterassen kommt.
Und mit einem zwei drei Bintang auf der Terasse neigte sich auch dieser sehr erlebnisreiche Tag dem wohlverdienten Ende entgegen.







