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Bali: Trekking Munduk Kaffee-, Nelken-, & Vanille-Plantagen, Paddeln & Sonnenaufgang Lake Bratan - Riesenspinnen

Digitalvoodoo goes Südostasien

Das fruehe Aufstehen zur alles anderen als urlaubsfreundlichen Uhrzeit von 4:30 Uhr im kleinen Bergdoerfchen Munduk fiel Kami und mir verstaendlicherweise schwer. Anders als an der Kueste Bali's wachten wir nicht mit schweissnasser Stirn sondern froestelnden Fuessen auf... 1.300 Hoehenmeter sind eben nicht ganz ohne.

Diese unmenschliche Uhrzeit war notwendig um den Sonnenaufgang am Danau Bratan erleben zu duerfen, den wir zuerst durch eine halbstuendige Motorradfahrt im Dunkeln (natuerlich keinerlei Strassenbeleuchtung ausser dem Mond und den Sternen) auf dem Kraterrand eines schon laengst erloschenen Vulkans erreichen konnten. Obwohl ich an diesem Morgen bereits mit Halsschmerzen aufwachte, liess ich es mir nicht nehmen mit Flipflops und Shorts (aber immerhin zwei Tshirts) durch die finstere Kaelte auf den Vulkan zu duesen. Dabei mussten wir nicht nur diversen Kokosnuessen und Hunden auf der Strasse ausweichen, sondern auch darauf achten, dass uns die unglaubliche Schar an Fledermaeusen nicht in die Quere kommt. Ein zweites Mal wuerde ich diese Fahrt in absoluter Finsternis sicher nicht wagen... ich verbuche das einfach unter "Jugendlichem Leichtsinn". Zu allem Uebel war der Scheinwerfer meines Mopeds so eingextellt, dass er den halben Himmel, jedoch kein Stueckchen der Strasse erleuchtete...

Wie durch ein Wunder schafften es Kami und ich aber tatsaechlich mit blau angelaufenen Zehen zum See, wo der Fischer schon sehnsuechtig auf unsere fuenf Euro wartete. Das Paddeln in dem Fischerboot war anfaenglich alles andere als einfach, da das schmale Kanu sehr wacklig zu lenken war... ein unschoener Gedanke in das kalte und tiefe Schwarz samt der teuren DSLR zu fallen ;-)

Um mich ein wenig aufzuwaermen paddelte ich meine Geliebte bis an das andere Ufer des Danau Bratan, wo wir einen schoenen Sonnenaufgang fuer uns ganz alleine geniessen konnten... mein anderer Tourist (und auch kein Fischer) kamen auf die Idee sich zu dieser Uhrzeit den Hintern abzufrieren... aber was macht man nicht alles fuer einen unvergesslichen Moment?

An diesem Ufer konnte man einer unberuehrten Flora und Fauna lauschen ahrend vom bewohnten Ufer schon die ersten knatternden Motoraeder und bellenden Hunde zu hoeren waren. Vom Boot aus konnte ich erst wieder richtig realisieren, dass wir uns mitten im Krater eines erloschenen Vulkans befanden... ziemlich coole Sache.

Dank der inzwischwen schon aufgegangenen Sonne entwickelte sich die Rueckfahrt in die Puri Lumbung Cottages angenehmer als die Hinfahrt zum See. Puenktlich um 9 Uhr morgens bekamen wir unser Fruehstueck auf der Terasse unseres Holzbungalows, das uns Kraft fuer das anstrengende Morgenprogramm zurueck gab. Das dazugehoerige Panorama, das wir dabei geniessen durften, war wiederum unbezahlbar schoen... ich komme schon wieder ins Schwelgen.

Nach dem ausgiebigen Fruehstueck stand die naechste Aktivitaet auf dem Plan: gefuehrtes Trekking durch die lokalen Reisfelder und Plantagen. Zusammen mit dem "Manager" des Hotels machten wir uns auf um eine Vielzahl von hier kultivierten Fruechteplantagen anzusehen. Dabei darf man hier das Wort Plantage nicht falsch verstehen: Waren wir alleine durch diesen Urwald gegangen, haetten wir wahrscheinlich nichts ausser Baeumen erkannt, da hier die einzelnen Nutzpflanzen bunt durcheinander gemischt werden und nicht klassich wie in Deutschland in Reih und Glied stehen.

So konnte ich zum ersten Mal in meinem Leben sehen wie z.B. Vanille, Makadamianuss, Nelken, Muskatnuss, Durian, Kaffee und Kakao angebaut werden und frisch aussehen... ein wahrer Garten Eden in dem fast alles ohne kuenstliche Duengung zu wachsen scheint. Auf dem Weg konnten wir aber auch sehen, wie aermlich die Menschen hier oben in den Bergen leben und trotzdem einen zufriedenen Eindruck machen... sollte man sich von dieser Einstellung nicht eine Scheibe abschneiden? Bei dem Anblick hatte ich mich dann entschlossen endlich das Kaffeeseminar zu machen.

Ein weiterer Zwischenstopp brachte uns in den Urwaldshop einer Einheimischen, in der sie sicher nicht mehr als 20 Produkte anbot. Wir konnten getrocknete Bananenscheiben essen und lernten, dass eine reife Kokosnuss auch ein "Herz der Kokosnuss" entwickelt, das wirklich sehr interessant schmeckt... daneben gab es kleine aber dennoch sehr verhungerte Hundewelpen zu bestaunen bevor wir uns in die unendlichen Weiten der gruenen Reisterassen von Munduk verloren. Hier durchwanderten wir unzaehlige kleine wasserfalle, die sich beim Abfliessen des Wassers von einem reisfeld zum naechsten ergaben... ein unglaublich entspannendes Umfeld. Neben den vielen kleinen Tempelanlagen und Feldschreinen (ja, fast jedes kleine Reisfeld hat einen kleinen eigenen Schrein in dem ein paar Mal im Jahr fuer eine gute Ernte gebetet wird und Opfer dargebracht werden) stolperten wir immer wieder ueber die handtellergrossen Spinnen, die ihre Netze ueberall spannten... pfuideibel!

Nach knapp fuenf Stunden Trekking kamen wir wieder im Dorf an, wo uns unser Guide unbedingt noch zeigen wollte, wo er sich am Vorabend hatte taetowieren lassen: der Dorftaetowierer arbeitete unter alles anderen als hygienisch akzeptablen Bedingungen und wollte mich davon ueberzeugen, wie gut doch ein Tattoo an meinem Arm aussehen wuerde ;-)

Der Unfug vom Morgen raechte sich langsam in einer sich immer schlechter aussernden Verfassung meinerseits... nach einem Essen in einem Dorfcafe begleitete mich der Guide noch zum naechsten Laden, wo er mir ein paar Hausmittelchen gegen eine Erkaeltung und Grippe kaufte.

So erschoepft von diesem Tag fiel ich schon um 17 Uhr ins Bett und wachte erst wieder auf, als das Abendessen wieder auf unserer Terasse stand - nur um dann 30 Minuten spaeter in den naechsten komaaehnlichen Zustand ueberzugehen ;-)

Man, was fuer ein Tag!




Kommentare (3)

Gute Besserung!!

Wir planen gerade unsere Bali Reise und lassen uns durch Eure tollen Bildern verzaubern. Gerne würden wir erfahren was für eine Kamera Ihr benützt (Spiegelreflex, Kompaktkamera)? Sind echt toll die Photos.


Grüsse und Dank
Felix + Karin

Schön, dass euch unsere Bilder gefallen und so die Vorfreude gesteigert werden kann.

Wir benutzen den Vorgänger der digitalen Spiegelreflexkamera EOS 450 D - die Canon EOS 400 D

Dazu verwenden wir das Tamron AF 17-50mm F/2,8 XR mit dem wir sehr zufrieden sind.

Viel Spaß auf Bali!

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Informationen zum Trekking in Bali: Trekking Munduk Kaffee-, Nelken-, & Vamille-Plantagen, Paddeln & Sonnenaufgang Lake Bratan, Puto Rico Bali,

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