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Möbel Anzahlung dann Insolvenz des Händlers

Hallo zusammen,

es ist unglaublich, was für ein Brief mich gestern von einem Anwalt erreicht hat! Hatte vor 4 Wochen über eine Preisvergleichsagentur im Internet einen Händler gennant bekommen (gegen Honorar), der mir eine Couch für einen günstigen Preis liefern wollte. Ich sollte von den kompletten 2300 EUR, 1000 EUR anzahlen. Dies machte ich auch, weil mir der Händler als seriös und zuverlässig von der Agentur genannt wurde. Heute erreichte mich dann folgender schockierende Brief vom Anwalt des Händlers, der scheinbar ein Ein-Mann-Unternehmen ist:


Sehr geehrter Herr *****,

in der vorgenannten Angelegenheit zeigen wir an, dass wir die Firma Möbelvertrieb ******, Inhaber Martin *******, vertreten.

Sie haben an die Firma ***** für die Lieferung von Möbeln der Firma Eschi einen Betrag von EUR 1.000,- als Vorkasse geleistet.

Wie müssen Sie leider davon in Kenntnis setzen, dass die Bestellung über die Firma ****** nicht mehr abgewickelt werden kann, daher die Lieferung storniert werden muss.

Die Firma ****** ist in den letzten Monaten in derartige Schieflage geraten, dass fällige Verbindlichkeiten nicht mehr erfüllt werden können.

Aus diesem Grund ist auch die Bestellung bei Ihrem Lieferanten nicht ausgelöst worden.

Die Ursache liegt darin, dass Herr ***** seit längerer Zeit psychisch schwer erkrankt ist. Er befindet sich derzeit in stationärer Behandlung in einem Landesfachkrankenhaus für Psychatrie.

Aufgrund dessen musste nun auch das Gewerbe von Herr ***** abgemeldet werden.

Die Familie von Herr ***** ist gerade dabei, sich einen Überblick über die Geschäftsvorfälle zu verschaffen und die vorhandenen Unterlagen zu sichten und zu ordnen.

Darunter befanden sich auch Hinweise auf den mit Ihnen geschlossenen Vertrag.

Die eingetretene wirtschaftliche Situation der Firma ***** ermöglichtauch keine Erstattung der von Ihnen geleisteten Vorauszahlung. Ein finanzieller Handlungsspielraum ist nicht mehr gegeben.

Dennoch wäre die Familie von Herrn ***** bereit, den größten Teil der Vorkasse zu decken und einen entsprechenden Betrag, nämlich EUR 800, an SIe zu überweisen.

Dieser Betrag könnte allerdings nicht in einer Summe gezahlt werden. Da entsprechende Mittel aus Darlehen aus dem Bekanntenkreis aufgenommen werden müssten, könnte eine Zahlung wie folgt erfolgen:

  • Teilbetrag 1 in Höhe von EUR 400 am 01.05.2006

  • Teilbetrag 2 in Höhe von EUR 400 am 01.07.2006
  • Dieses Angebot erfolgt allerdings unter der Voraussetzung, dass mit Eingang der 2. Rate sämtliche gegenseitigen Ansprüche abgegolten sind.

    Die andere Alternative zur Bewältigung der eingetretenen Situation wäre die eines Insolvenzverfahrens. Für meine Partei wäre dies sicherlich der wirtschaftlich einfachere Weg, nicht aber für Sie als Kunde und Gläubiger.

    Derartige Verfahren ziehen sich nicht nur über Jahre hin, am Ende verbleibt für die Gläubiger, wenn überhaupt, in der Regel nur eine geringe Quote, die sich im einstelligen Bereich bewegt. Die hohen Verfahrenskosten, insbesondere die des Insolvenzverwalters, verschlingen stets einen Großteil der Masse.

    Eine Betriebsfortführung/Sanierung kommt in den wenigsten Fällen in Betracht. Der Grund dafür liegt oft, wie auch im Fall meiner Partei, in der Masselosigkeit. Bei Herrn ***** kommt hinzu die schwere Erkrankung sowie, dass altersbedingt eine Gewerbetätigkeit nicht mehr in Frage steht.

    In den wenigen Fällen, in denen für einen Insolvenzplan und eine nennenswerte Quote Raum bleibt, bewegt sich diese, soweit es sich nicht um nachrangige Gläubiger handelt, im allgemeinen in den zu bildenden Gruppen in jeweils folgenden Höchstgrenzen:

    Vermögensansprüche bis EUR 1.000
    Die Gläubiger werden bis zu 25% befriedigt, wobei die Hälfte des Betrages in den folgenden 6 Monaten, und der Rest bis Ablauf weiterer 6 Monate zu befriedigen ist.

    Vermögensansprüche bis EUR 10.000
    Die Gläubiger werden mit einer Quote von 15% bedient, wobei die Hälfte des Betrages in den folgenden 15 Monaten, und der Rest bis Ablauf weiterer 9 Monate zu befriedigen ist.

    Vermögensansprüche bis EUR 50.000
    Die Gläubiger werden mit einer Quote von 10% bedient, wobei sich die Befriedigung der Gläubiger auf 3 Jahre verteilt.


    Die Gegenüberstellung von Insolvenzverfahren und dem von der Familie **** unterbreiteten Vorschlag schlägt daher nach meiner Auffassung bereits nominal und unter Berücksichtigung des Zeitfaktors eindeutig zu Gunsten des Letzteren aus.

    In die Abwägung und Entscheidung sollte des weiteren noch eingestellt werden, dass der Vergleichsbetrag von der Familie des Herrn ****aufgebracht werden würde, der gegenüber keinerlei Ansprüche bestehen, diese sich vielmehr aus moralisch-ethischen Erwägungen in der "Pflicht fühlt", eine Einstellung, die ich auch in meiner Praxis nicht oft erfahre.

    Durch die vorstehende Bezugnahme auf den Begriff der Pflicht soll, dafür werden Sie sicherlich Verständnis haben, eine Rechtspflicht der Familie **** selbstverständlich in keiner Weise begründet werden.

    Ich darf ausdrücklich betonen, dass die Familie **** die nun eingetretene Situation und die sich daraus für Sie ergebenden Folgen, nicht zuletzt auch die bei Ihnen sicherlich eingetretene Enttäuschung außerordentlich bedauert.

    In Anbetracht der dargelegten Umstände ist das Angebot der Familie von Herrn **** als durchaus angemessen anzusehen. Ich bitte Sie daher um Prüfung und Mitteilung Ihrer Entscheidung.

    Mit freundlichen Grüßen


    ****

    Rechtsanwalt


    Ich konnte den Händler schon seit 3 Wochen telefonisch nicht mehr erreichen (da ich ein paar Rückfragen hatte). Was kann ich nun machen? Das klingt alles sehr unglaubwürdig für mich. Habe recherchiert und herausgefunden, dass der Händler vergangenes Jahr schon einmal nicht geliefert hatte und die Anzahlung nicht zurückzahlen wollte.

    Er ist anscheinend auch tatsächlich in der Psychatrie (habe in mehreren Anstalten angerufen, die in der Nähe seines Wohnortes lagen) und hat dieses Wochenende "Wochenendurlaub"...

    Auf der Rechnung kann ich nicht erkennen, welche Rechtsform die Firma hat, da dort nur Möbelvertrieb ****** steht... ohne GmbH oder ähnlichem. Kann ich daraus ableiten, dass es sich bei der Firma um ein Einzelunternehmen handelt und die Haftung des Händlers wiefolgt ist:

    Inhaber ist persönlich für alle Schulden der Unternehmung unbegrenzt haftbar

    Inhaber ist Vollhafter mit gesamten Geschäfts- und Privatvermögen


    Liege ich da richtig? Evtl. versucht er sich auch aus diesem Grund als nicht geschäftsfähig herauszuwinden um nicht persönlich haften zu müssen? Irgendwie würde das alles zusammen passen mit der Psychatriegeschichte?

    Was kann ich jetzt machen? Soll ich mich auf den Kuhhandel einlassen und so wenigstens 80% meines Geldes "retten"? Oder soll ich das Risiko eingehen und einen Anwalt einschalten und evtl. auf den Kosten sitzenbleiben ohne auch nur einen müden Cent zu sehen?

    Am meißten ärgere ich mich natürlich über mich selber... habe auch keine Rechtschutzversicherung :-(

    Ich hoffe ihr habt ein paar Tipps für mich. Das veträgt sich jetzt natürlich wunderbar mit der Endphase meiner Diplomarbeit :-(

    Liest evtl. ein Jurastudent oder ein Anwalt mit? Wäre ich mal direkt in eines der vielen Münchner Möbelhäuser gegangen?!?!?!




    Kommentare (20)

    würde mich an deiner stelle an den konsumentenschutz wenden, die geben dir ne kostenlose beratung und sagen dir, ob aussicht darauf besteht, dein geld zurückzubekommen bzw. ob schon andere beschwerden gegen diesen herren aufliegen(eventuell sammelklage), was deine anwaltskosten erheblich minimiert.

    wo sind deine russen-connections? alternativ könnte ich dir die saigon-triaden empfehlen, aber meine oma ist auch nicht mehr so fit wie vor einigen jahren...

    Nun, so bitter das auch klingt, das Anwaltsschreiben scheint durchaus Hand und Fuß zu haben. Wie die Lage juristisch ist, ob es sich um eine GmbH oder doch nur eine Privatperson handelt, ist ja grundsätzlich egal, wenn man bedenkt, dass du so oder so in die Röhre schaust, wenn nichts zu holen ist. Angenommen, dass die finanzielle Lage des Händlers wirklich so miserabel ist, bringt dir jeder rechtliche Anspruch eben wenig, wenn du ihn nie durchsetzen können wirst. Insofern ist eine Rückerstattung von 80% wohl tatsächlich erheblich vorteilhafter, als eine Insolvenzquote jeh sein könnte.

    Sammelklagen gibt es im deutschen Recht im Grunde übrigens nicht.

    Allerdings könnte man sich überlegen, dass die Bemühungen der Familie ja wohl darauf hinauslaufen, eine Insolven zu verhindern - irgendeinen Grund wird das ja haben. Wenn es aber gelingt, eine solche abzuwenden, besteht dein Erfüllungs bzw. Rückerstattungsanspruch natürlich weiterhin unbeschränkt. D.h. du kannst natürlich darauf spekulieren, dass andere verzichten und du irgendwann alles (inkl. Zinsen) zurückerhältst. Ob das allerdings ratsam ist ... wer weiss. Ich jedenfalls nicht ;)

    Die Lage ist so oder so unglücklich für dich, aber das ist die Lage eines Gläubigers immer. Im Grunde hast du die Wahl zwischen 800€ in absehbarer Zeit und der Aussicht auf einen Betrag zwischen 0-1000€ zu einem unbekannten Zeitpunkt. Es kann natürlich auch alles ein Bluff sein und es droht garnicht die (Privat-)Insolvenz.Das wäre dann aber ein strafbarer Betrug und ist insofern doch eher unwahrscheinlich, jedenfalls, dass ein Anwalt bei soetwas mitspielt.

    Was mir aber nicht ganz in den Kopf geht ist folgendes: Warum geben die Herrschaften sicher 200 EUR oder mehr für den Anwalt aus, anstatt die kompletten 1000 EUR (400 EUR + 400 EUR + 200 EUR) zurückzuzahlen?

    Wenn er privat haften muss, müsste er ja wirklich gar nichts mehr besitzen, damit er Privatinsolvenz anmelden kann, oder liege ich da falsch?

    Wirklich frustrierend so eine Situation. Wer garantiert mir denn, dass die angebotenen 800 EUR überhaupt gezahlt werden?

    Nunja, es wird da ja nicht nur um deinen Fall gehen. Und wenn es darum geht das alles zu sichten, zu ordnen und die Konsequenzen zu ziehen mag ein Anwalt ja doch sinnvoll sein.

    Und zum Thema "gar nichts mehr" haben: Insolvenz meldet man ja nicht an, wen garnix mehr da ist sondern, dann wenn die Schulden die vorhandende Masse überschreiten (sollte man zumindest, alles andere wäre kriminell ;)). Dann wird eben - grob gesagt - die noch vorhandene Masse unter den Gläubigern aufgeteilt. Die sog. "Insolvenzquote".

    Bei der Privatinsolven läuft das allerdings etwas anders (auch wenn ich im Prinzip kA davon habe ;)). Jedenfalls ist das eher eine Art der Schuldenbefreiung die - auf Antrag - nach längeren fruchtlosen Zahlungsbemühungen (6 Jahre am Existenzminimum?) eintritt. Insofern kannst du deine Forderung, wenn sie denn tatsächlich gegen eine natürliche Person geht, so fluchs nicht verlieren. Aber es gilt natürlich trotzdem, dass nichts zu holen ist, wo nichts ist.

    Versuchen kann man es natürlich, aber das kostet Zeit und Nerven oder zumindest Geld (Anwalt?). Der könnte ja evtl. der Schuldner zumindest mal auf den Zahn fühlen - mit was für einer Rechtsform hat man es tatsächlich zu tun? Wie ist die finfanzielle und Lage wirklich? Droht ttsächlich die absolute Zahlungsunfähigkeit, oder will die Familie nur verhindern, dass das Reihenhaus und die Lebensversicherung verscherbelt werden muss ;) Ein Mahnbescheid etc. kann auch nicht schaden.

    Aber en detail müsste man dann wohl einen Anwalt fragen (dessen Aussagen sicherlich verlässlicher und präziser wären als meine :P) Eine "bequeme" und nicht zu teure Möglichkeit für eine knappe Erstberatung ist die Seite www.frag-einen-anwalt.de - auch wenn die Qualität der Antworten dort mE stark variert.

    btw. es gibt wohl(?) auch noch die Möglichkeit, dass bei Selbstständigen eine Regelinsolvenz (also keine Privatinsolvenz) durchgeführt wird, auch wenn sie keine besondere Rechtsform haben. Wie die allerdings wieder funktioniert ... naja, wie heist es so schön bei den Gelben Seiten "besser jemanden Fragen, der sich damit auskennt" (also nicht mich ;)).

    Ich denke auch, du solltest zum Anwalt gehen. Ein paar mehr oder minder auch kostenfreie Möglichkeiten wurden dir ja schon genannt. Erkundige dich zB mal, ob es an deiner Uni eine Einrichtung gibt, in der sich Studenten beraten lassen können. Bei 1000 € lohnt sich jedenfalls meiner Meinung nach die Inanspruchnahme einer Beratung. Man muss auch bedenken, dass es sein könnte, dass hier jemand nach Plan abzockt. 200 € Gewinn pro abgespeistem Kunden können durchaus ein Geschäft sein.

    seuche, geiz ist eben doch nicht geil... wurd letztens auch bei ebay übers ohr gehauen, anstatt digicam kam teurer schrott für knapp 400 euronen:-( hab mir nun die kleiche für 100 mehr beim fachhändler um die ecke gekauft. kohle ist wohl weg.

    oh chris...das ist ja nen scheiss....echt ärgerlich...was besser ist? da kann ich dir auch nicht weiterhelfen. klingt nur alles ziemlich "eigenartig"...cu michi

    Hi Du,

    am wichtigstens wird wirklich erstmal herauszubekommen sein um was für eine Rechtsform es sich handelt. Für Verbindlichkeiten einer GmbH haften nämlich nicht deren Gesellschafter, bei anderen vor allem Personengesellschaften sehr wohl. Ob nun bei dem guten Herrn was Privat dann zu holen ist ist aber sicherlich auch fraglich :-( Jedoch klingt der Brief was diesen Teil angeht sehr fragwürdig.

    Besitzen den Deine Eltern keine Rechtschutz? Sonst könntest Du es natürlich einfach über sie laufen lassen solange Du Student bist und zu Hause wohnst. Das sollte gar kein Problem sein. Ansonsten ist die Uni wohl eine gute Anlaufstelle!

    Liebe Grüße und viel Erfolg noch bei Deiner DA!

    Da du als Käufer ganz am Ende der Zahlungskette stehst bekommst du bei einer Insolvenz mit Sicherheit nichts.

    Allerdings läuten bei dem Schreiben die Alarmglocken.

    Schreiben vom Anwalt ohne Angaben von §?
    Gespickt mit aufweichenden Entschuldigungen?
    Der gesundheitliche Zustand des Mandanten wird angegeben?
    Inhaber und Firma werden im Text als zwei unterschiedliche Dinge dargestellt.
    800 EUR als einfachen Weg darstellen und gleich darauf hinweisen, dass bei Insolvenz nichts raus springt.

    "mit Eingang der 2. Rate sämtliche gegenseitigen Ansprüche abgegolten sind."

    Ich weiß ja nicht. Der ganze Text treibt nur auf das Ziel hin 200 EUR zu behalten und bei dir das "nochmal Glück gehabt" Gefühl zu erreichen.
    Klingt für mich eher nach einem guten Verkäufer als einem Anwalt.

    @all: Erst einmal vielen Dank für Anteilnahme und die vielen nützlichen Tipps... das gibt mir wieder ein wenig Mut. Leider muss ich mich diese Woche noch voll auf meine Diplomarbeit konzentrieren und möchte mich deswegen nicht mit diesem Betrüger rumärgern.

    Nichtsdestotrotz habe ich eben bei dem Anwalt angerufen. Die Sekretärin ging mit dem Namen der Kanzlei an das Telefon, also scheint es da tatsächlich diesen Anwalt zu geben. Was ich noch anmerken sollte ist, dass er nur eine ganz windige @compuserve.de E-Mail-Adresse hat... Zudem wusste die Sekretärin sofort um welchen Fall es ging, als ich meine Namen sagte... wird also nicht sehr groß sein die Kanzlei.

    Der Anwalt ist vorerst im Osterurlaub... ist das auch eine Masche von Anwälten, die Briefe vor Feiertagen zu verschicken??? Er kommt frühestens am Donnerstag zurück.

    Die Sekretärin fragte mich, ob sie mir vielleicht weiterhelfen kann. Ich sagte ihr dann, dass ich den Vergleich auf gar keinen Fall akzeptieren würde und dem Schuldner ausgerichtet werden soll, dass die kompletten 1.000 EUR binnen einer Woche wieder auf meinem Konto sein müssen, weil ich ansonsten die Sache direkt an meinen Anwalt weitergeben werde.

    ICh fragte zusätzlich nach um welche Rechtsform es sich bei der Schuldnerfirma handelt... und wie erwartet ist er ein Einzelunternehmer, der somit mit seinem Privatvermögen für alle Verbindlichkeiten haftet. Als ich ihr das gesagt habe meinte sie nur zustimmend: "Ja, das wird wohl so sein."

    Hairys Schwägerin ist zum Glück angehende Rechtsanwältin und hat mich freundlicherweise sehr gut beraten. Sie denkt auch, dass er sich da nur schwer bis gar nicht rauswinden kann.

    Die Sekretärin bat mich noch, die Forderung nach den 1.000 EUR mit Fristsetzung per Post, Fax oder Email an sie zu senden.

    Soll ich nun selber einen solchen Text verfassen oder gleich zum Anwalt gehen? Wie könnte ein solcher Text juristisch korrekt und ohne Stolperfallen für mich aussehen?

    Nochmals ein dickes Dankeschön an alle, die sich hier beteiligen!

    schau doch mal auf diese seite:
    http://www.iceolli.de/mahn/
    bietet ganz nützliche tipps....

    Soweit ich weiß, ist das doch eine beliebte Vorgehensweise, das Vermögen auf den Ehepartner oder eine andere vertrauenswürdige Person in nahem Umkreis, zu überschreiben, weil es dann zur Haftung nicht mehr herangezogen wird. Es gibt auch bei Vollhaftung noch genug Möglichkeiten nicht zu haften! Und er kann doch jetzt ohne Gewerbe ganz leicht Privatinsolvenz anmelden!

    Und ich würde das Geld nehmen, so viel wie möglich und so schnell wie möglich, denn wenn er tatsächlich Insolvenz anmeldet und die Quto der Privatinsolvenzen steigt ja von Jahr zu Jahr, dann kann es am Ende so aussehen, das du echt dumm dastehen wirst!

    Und 200 Euro Verlust sind nicht toll, aber immer noch besser als 1000 Euro!Bis du deine Ansprüche vor Gericht durchgesetzt hast, vergeht eine Menge Zeit und Niemand weiß, was bis dahin passiert??? Frag an, ob er nicht 2 Raten à 450 Euro zahlen könnte?

    um ehrlich zu sein - bei genauerer betrachtung wird diese ganze kiste schon einigermaßen dubios. an österreichischen gerichten gibt es jeden dienstag ne kostenlose rechtsauskunft - da kann man sich mit einem richter bzw. anwalt über sein problem unterhalten. wie sieht`s da an deutschen gerichten aus? würde mir auf jeden fall die meinung eines anwaltes anhören und diese ganze sache genauestens prüfen, ehe du eine entscheidung fällst.

    Also, ich stimme el barto völlig zu chris...

    vorsicht! da stimmt was nicht...

    habe im übrigen 3 jahre auf der insolvenzabteilung des amtsgerichts gearbeitet und ich kann nur sagen...da stimmt was ganz und gar nicht...

    vor allem frage ich mich, wenn herr ***** sich seit längerem in stationärer behandlung befindet...muss er doch einen geschäftsführer haben...und wenn binnen 4 wochen mit geld - deinem geld - gewirtschaftet wurde, ohne die gegenleistung zu erbringen ist das wohl nicht mehr insolvenzrecht sondern eher strafrecht und zwar betrug...

    die frage stellt sich einfach...wieso sollte er deine anzahlung für andere zwecke zu nutzen als den abgemachten...das ist strafbar...

    es gibt übrigens eine rechtsanwaltskammer, da würde ich nachschauen ob die rechtsanwaltskanzlei dort eingetragen ist.

    wurde dir das anwaltsschreiben eigentlich zugestellt?

    Also, ich stimme el barto völlig zu chris...

    vorsicht! da stimmt was nicht...

    habe im übrigen 3 jahre auf der insolvenzabteilung des amtsgerichts gearbeitet und ich kann nur sagen...da stimmt was ganz und gar nicht...

    vor allem frage ich mich, wenn herr ***** sich seit längerem in stationärer behandlung befindet...muss er doch einen geschäftsführer haben...und wenn binnen 4 wochen mit geld - deinem geld - gewirtschaftet wurde, ohne die gegenleistung zu erbringen ist das wohl nicht mehr insolvenzrecht sondern eher strafrecht und zwar betrug...

    die frage stellt sich einfach...wieso sollte er deine anzahlung für andere zwecke zu nutzen als den abgemachten...das ist strafbar...

    es gibt übrigens eine rechtsanwaltskammer, da würde ich nachschauen ob die rechtsanwaltskanzlei dort eingetragen ist.

    wurde dir das anwaltsschreiben eigentlich zugestellt?

    Hallo,

    viele Leute haben Ihnen ja schon einige Ideen gegen. Aus eigener schmerzlicher Erfahrung kann ich nur den Tipp geben, sich mit dem Anwalt der das Schreiben verfasst hat, einen verbindlichen Abzahlungsplan mit dem Versuch einen zweiten Haftenden (Eltern, Verwandten oder wen auch immer, der der ihm auch jetzt die € 800,- besorgt) einzubeziehen z.B. als Bürgen.

    Im Falle eine Gerichtlichenmahnverfahrens kommen Kosten auf Sie zu. Das fängt mit ca. € 2,- für das Antragsformuler an (wenn´s in Berlin ist, muss man es sich im Kiosk kaufen) und geht über die Kosten des Mahnverfahrens (die man vorstrecken muss) bis zu den Gerichtskosten wenn es zu einem weiteren Rechtsstreit kommt.

    Zusätzlich kommen noch eigene Antwaltskosten wie hoch auch immer gehen wir mal von € 50,- aus, was aber das Schlimmste ist ist die Zeit. Das zieht sich über Jahre (in meinem Fall sind es jetzt 3 Jahre, wobei es bei mir mehr als € 20.000,- sind. Sollten in der Zeit weitere Leute einen Mahnbescheide erlassen und der Herr wirklich eine Privatinsolvenz bevorzugen, gehen Sie wieder leer aus da dann die Gerichtlichenverfahren gegen ihn aufgehoben werden.
    Also lieber die € 800,- als garnicht.

    Übrigens dem Kommentar zum wenn Sie zum "Fachhändler um die Ecke" kann ich nicht so ganz zustimmen. Auch hätte es passieren können, wobei die Wahrscheinlichkeit dort noch andere Ware für das geleistete Geld zu bekommen höher gewesen wäre bzw. man hätte es vermutlich schneller bemerkt.

    Dem Kommentar das es vermutlich eine Privat-Insolvenzfreie-Lösung soll stimme ich ehr zu als dem der ein Geschäftsmodel dahinter vermutet, da ein Anwalt das nicht mitmachen würde und das läßt sich ja leicht rausfinden ob es den Verfasser des Schreibens tatsächlich als Anwalt gibt.

    Zum Thema ob es eine GmbH oder andere Firmierung ist ist es auch ganz einfach, wenn Sie einen Briefkopf von ihm haben steht es drauf. Jeder Firmierung muss alle Angaben detaliert angeben. Bei einer GmbH muss die angegeben werden, auch die HRB Nr. und der Sitz sowie die Steuernummer usw. sollte dort nur der Name bzw. der Name des Herrn *** stehen ist es eine Einzelunternehmung in diesem Falle ist er mit seinem gesamten Privatvermögen haftend.

    Zum letzten Beitrag, was ein Einzelunternehmer muss oder in Wirklichkeit tut sind verschiedene Dinge und wenn er so Krank ist, was anscheinend so ist, wird er sich auf die Krankheit beziehen das er dazu nicht mehr in der Lage war, das gegenteil zu beweisen liegt dann wieder in Ihrer Pflicht.

    Ich hoffe ich konnte Ihnen einigermaßen weiter helfen.

    MfG

    HongKongTom

    Kurzes Update: Ich habe den Fall inzwischen an meinen Anwalt weitergegeben, der sich nun der Sache annimmt... er wird sich direkt mit der Preisagentur und dem vermeindlich geisteskranken Möbelhändler in Verbindung setzen.

    Ich halte euch auf dem Laufenden!

    UPDATE: Nachdem ich dem gegnerischen Anwalt gesagt hatte, dass ich den Fall an meinen Anwalt weitergeleitet hatte, meldete sich dieser eine Woche später um mir zu sagen, dass der Möbelhändler mein "Angebot" annimmt und die Schulden in zwei Raten á 500 EUR zurückzahlt. Die erste Rate ist tatsächlich heute auf meinem Konto angekommen...

    Mal sehen ob die zweite Rate auch so zügig (falls überhaupt) ankommt...

    Scheinbar hatte ich nochmal Glück... sowas passiert mir nie wieder!!!

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    Zusammenfassung

    Was kann manmachen, wenn man eine Anzahlung für Möbel getätigt hat und der Händler dann Insolvenz anmeldet?

    Stichwörter

    Möbel Anzahlung dann Insolvenz des Händlers, Insolventer Möbelhändler, Anzahlung Möbel, Anzahlung weg, Anzahlung Betrug,