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München Sightseeing - Hofbräuhaus, Marienplatz, Königsplatz, Biergarten am Chinesischen Turm

Wieder einmal muss ich einen Eintrag damit beginnen, über das Wetter zu schreiben. Nein, es mangelt mittlerweile nicht an brauchbaren Einleitungen, auch wenn das tägliche Schreiben schon so langsam an die Substanz geht. Aber die Launen von Mutter Natur haben nunmal einen maßgeblichen Einfluss auf die Gestaltung der Aktivitäten in und um München und so komme ich drumherum. Also los gehts ohne Punkt und Komma. Oh, da war doch ein Punkt. Egal ... endlich zeigte sich der Münchner Himmel von seiner besten Seite und erstrahlte in den schicksten Blautönen, wie es sie eben NUR in Bayern gibt. ;)

So konnte also nun endlich das stramme Sightseeing-Programm gestartet werden, um die wichtigsten Orte Münchens innerhalb eines Tages abzuklappern. Irgendwie ist es ein komisches Gefühl, in der Heimatstadt mit Digicam rumzurennen und Gebäude zu photographieren, die man schon hunderte Male gesehen hat. Doch nicht nur das Auge hat ein Problem, sondern auch der Geist. Vieles, was im Reiseführer als absolutes Muss bezeichnet wird, hat aus der Perspektive des Lokalmatadoren einen wesentlich geringeren Stellenwert.

Andererseits lernt man bei der Planung der Route tatsächlich noch ein Stück in Sachen historischer Hintergründe hinzu. Im alltäglichen Leben fallen viele Details nicht ins Auge und manches bedeutende Gebäude, vor dem man gerade steht, stand halt schon immer da und wirkt somit erstmal uninteresseant. Besondere Merkmale weist es erst dann auf, nachdem man einen Blick in die entsprechende Lektüre geworfen hat.

Unterstützt von der strahlenden Sonne und neu gewonnener guter Laute ging es also abermals in die Innenstadt. Erste Station war das Hofbräuhaus, das für jeden München-Besucher sicherlich auf dem Programm stehen sollte. Wobei man natürlich dazu sagen sollte, dass der Wow-Faktor eines vormittäglichen Hofbräuhaus-Besuches etwas geringer ist, wenn man keine 48 Stunden vorher mit 6.000 Leuten im Bierzelt auf dem Oktoberfest in Hopfentee-geschwängerter Atmosphäre geschunkelt hat.

Nächster Halt: Viktualienmarkt. So richtig bewusst über den wahrscheinlich bekanntesten Handelspunkt Münchens bin ich bislang selbst noch nie spaziert. Allerlei frische Waren, lokale Spezialitäten und andere Schmankerl ... eigentlich macht das Ding eine ganze Menge her, soweit ich aus meiner marktscheuen Perspektive bewerten kann. Für ein bisschen Humor ist zwischen den ganzen Kaufrauschaktivitäten aber auch Platz:

Etwas unter Zeitdruck machten wir uns auf den gar nicht mal so weiten Weg zum Marienplatz, um jetzt aber wirklich das Glockenspiel zu sehen. Doch von Glocken war leider nichts zu hören, da derzeit renoviert wird und somit ein schickes Baugerüst die Fassade dominiert. Das Spiel wird zwar dennoch durchgezogen, aber ohne Sound fehlt der rechte Kick. Zum Ausgang des Spiels sei gesagt, dass die Schäffler tanzten und zur großen Überraschung aller Beteiligten behielt dieses Mal der weiße Ritter im Kampf gegen die bösen Schergen die Oberhand.

Die Dienerstraße ging es dann entlang zum Max-Joseph-Platz am Ende der Luxus-Shopping-Meile Maximilianstraße. Max I. Joseph thronte auf seinem Denkmal vor dem Nationaltheater wie eh und je und beschwerte sich nichtmal über diverse Photos. Weiter gings zur Feldherrnhalle am Odeonsplatz und von dort aus durch den Hofgarten an der Staatskanzlei vorbei.


Mit der U-Bahn gings zur Universität und zum Siegestor, von dort aus weiter per Bus in den Englischen Garten zum Biergarten am Chinesischen Turm. Mit etwas Glück ergatterterten wir einen richtig schönen Platz in unmittelbarer Nähe zum Turm und zur Kapelle. Im Biergarten selbst war man wohl mit dem Besucheransturm zur Wiesn-Zeit logistisch anscheinend überfordert, wie sich an den Wartezeiten von einer vollen Stunde für halbes Handl oder Obazda offenbarte. Eigentlich ein absolutes Unding und somit mehr als nur Abzüge in der B-Note. In der Not musste dann halt eine Schweinshax'n herhalten, was andererseits de facto noch nie jemandem geschadet hat. Den Norddeutschen am Tisch nebenan schmeckte es auch, wenngleich sie in jedes erdenkliche Fettnäpfchen hereintraten, dass man in München den Saupreissn auslegen könnte. Naja, Toleranz und Völkerverständigung werden ja nicht nur in Zeiten des Oktoberfests hierzulande groß geschrieben und so sei es ihnen verziehen. :) Das Hofbräu-Pferdegespann schaute dann auch auf einen Sprung vorbei... gutes Timing.

Nach vollzogenem Eintauchen in traditionell bayrische Touristen-Kultur ging es wieder zurück mit Bus zu den mittlerweile drei Pinakotheken. Ob Alt, Neu oder Modern... eigentlich egal, denn reingeschaut haben wir natürlich nicht. Am Obelisk am Karolinenplatz spazierten wir dann weiter weiter zum Königsplatz. Dank einer großen Tafel über den nicht unbedeutenden historischenn Hintergrund von Königsplatz und Umgebung in Zeiten des Nationalsozialismus konnte ich hier eine Pause beim Sabbeln einlegen. Eigentlich unpassend, wo dort doch in früheren Zeiten auf diesem Areal so herrlich propagiert wurde. Glyptothek, Propyläen und die Staatliche Antikensammlung standen dann zum Fotoshooting bereit. Zwischendurch sorgten ein paar Affen affenartige Italiener mit ihren Kletterkünsten für Erheiterung. Ansätze meinerseits für das Nachahmen der Besteigung des trojanischen Pferdes wurden aus rationalen Gründen und einer umfangreichen Nutzen-Risiko-Analyse in der Anfangsphase verworfen.


Nach dem Motto "Wer nicht will, der hat schon" wars das dann mit dem Sightseeing, da die Aufnahmekapazität der werten Nicht-Münchner an diesem Punkt ihren Sättigungspunkt erreicht hatte. Schade, hätte eigentlich noch einiges zeigen können, aber zum Sightseeing zwingen kann man ja niemanden. Würde ja auch keinen Spaß machen. Nach einem kurzem Zwischenstopp bei mir zuhause respektive Shopping-Tour im Pep wurde das Abendprogramm eingeläutet. Nun gut, Programm ist etwas übertrieben, eher Abendessen bei der dicken Sophie (so hieß das Restaurant) und anschließendes Volllaufenlassen der üblichen Verdächtigen. Zu denen zähl ich ausnahmsweise mal nicht. Dank erhöhtem Pegel reichte es dann nicht mehr für weiteres Festhalten von weiteren nächtlichen Fotos, lediglich ein erbitterter Kampf mit widerspenstigen Spareribs wurde dokumentiert.

Das folgende Foto lass ich mal unkommentiert. Man möge sich den entsprechenden Teil dazu denken.

Kommentare

Mr Haral,

u r writing kinda of slow leh....

Tian Shi

judging by the overwhelming amount of response, no one is interested anyways

hahah....ya spore is DEFINITELY more intersting than germany....lol

no reason then to bother about posting more entries

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Insgesamt gibt es in diesem Blog bislang 19 Einträge und 8 Kommentare. Hoffentlich werden es bald mehr :-)

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Zusammenfassung

Wieder einmal muss ich einen Eintrag damit beginnen, über das Wetter zu schreiben. Nein, es mangelt mittlerweile nicht an brauchbaren Einleitungen, auch wenn das tägliche Schreiben schon so langsam an die Substanz geht. Aber die Launen von Mutter Natur haben...

Stichwörter

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