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Roadtrip pur - Vom Spreewald ins Elbsandsteingebirge nach Tschechien nach Dresden nach Glauchau

Nachdem wir im brandenburgischen Spreewald unsere Koffer/Backpacks gepackt hatten, starteten wir in Richtung der Sächsischen Schweiz (auch bezeichnet als Elbsandsteingebirge). Dort lachten uns am Ufer der Elbe die berühmten Sandsteinformationen an. So wie sich das für Touristen gehört, fuhren wir zur Bastei, dem bekanntesten Aussichtspunkt.

Da wir in den vergangenen Tagen schon genug aktiv waren, verzichteten wir auf die 40-minütige Wanderung vom Parkplatz zur Bastei, sondern stiegen in den großen Touristen-Bus. Dort senkten wir den Altersdurchschnitt deutlich, denn außer uns waren fast ausschließlich nur Senioren anzutreffen. Ok, es war Mittwoch, da kann man wohl nichts anderes erwarten.

Nach 10 Minuten Kaffeefahrt Fahrt kamen wir auch schon nahe des Aussichtspunktes an. Dort herrschte zwar ein recht emsiges Treiben, aber zumindest musste man sich an den Top Spots noch nicht um einen guten Schnappschuss prügeln. Die Aussicht auf die Felsformationen und die Elbe waren jedoch jeglichen Beinahe-Stress wert, denn das war schon beeindruckend. Passenderweise hatte es das Wetter auch wieder gut mit uns gemeint, sodass dem eifrigen Fotoschießen nichts im Wege stand.

Über die Basteibrücke hinweg besuchten wir auch noch eine ehemalige mittelalterliche Festung, die Felsenburg Neurathen. Von der sind zwar nur noch einige Reste erhalten, aber dennoch war das durchaus sehenswert. Danach ging es wieder zurück per Bus zum Auto.

Da es von dem Elbsandsteingebirge nur einen Katzensprung rüber nach Tschechien ist, entschlossen wir uns, ins grenznahe Decin zu fahren und dort günstig Mittag zu essen und zu tanken. Auf dem Weg entlang der Elbe passierten wir einige Orte, die regelmäßig von Hochwasser betroffen sind. An einigen Häusern finden sich sogar Markierungen, bis zu welcher Höhe das Wasser pro Jahr gestiegen ist. Da kriegt man dann als Münchner erstmal ein Gefühl, was das Jahrhunderthochwasser von 2002 für Dimensionen erreichte.

An der deutsch-tschechischen Grenze angekommen wurde dann endgültig geklärt, ob Hui Li für Tschechien ein Visum bräuchte oder nicht. Sie hatte sich selber darüber nicht informiert. Irgendwo in den Weiten des Internets hatten wir zwar gelesen. dass Singapuris problemlos bei der Ankunft einen Stempel bekämen … allerdings war dies auf einer nicht-offiziellen Seite.

Die Beamten an der Grenze waren wie erwartet erstmal reichlich überrascht (böse Zungen würden sagen: überfordert), denn so einen Reisepass sieht man dort unter Individualreisenden wohl nur alle Jubeljahre. Nach einigen Minuten hatte Hui Li dann aber deutschen Ausreise- und tschechischen Einreisestempel in ihrem Ausweis drin. Da kann einem schon mal der Stempel-Neid hervorkommen. :) Bei der Rückkehr nach Deutschland ein paar Stunden später waren die Grenzbeamten wohl schon im Voraus von ihren Kollegen informiert worden und da ging es dann etwas schneller. In Kürze bei der Fahrt nach Prag wird sich dieses Schauspiel sicherlich noch einmal wiederholen.

Auf dem Weg nach Decin fielen die zahlreichen unzüchtigen Clubs auf und die eine oder andere knapp bekleidete Dame (wahlweise mit oder ohne Kind) suchte bereits in den frühen Nachmittagsstunden nach Verbesserungsmöglichkeiten für ihr Einkommen. So wirklich überzeugend war das allerdings nicht und so ging es schnurstracks nach Decin. Dort gabs zwar auch nicht wirklich viel Nennenswertes zu sehen, aber fürs Sightseeing waren wir ja auch nicht gekommen. Das Essen war wie erwartet recht günstig, sodass sich der Abstecher allemal lohnte. Auf dem Rückweg kamen wir noch an einem Fake-Markt vorbei, wo es nichts Überraschendes gab: gefälschte Markenklamotten, billige DVDs (Hollywood Filme & Hardcore Pornos nebeneinander), usw., geführt natürlich von Vietnamesen, so wie man das kennt.

Trotz hohen Verkehrsaufkommens kamen wir noch vor Einbruch der Dunkelheit in Dresden an und konnten noch schnell ein Ratz-Fatz-Sightseeing-Programm durchziehen. Frauenkirche, Hofkirche, Festung Dresden, Semperoper, Münzgasse, Zwinger, Goldener Reiter… kein Gebäude blieb verschont und wurde aufs brutalste in kürzester Zeit fotografiert. Da konnten sich die Statuen der Herren Luther und Semper noch so beschweren, dass sie nur mit einer so geringen zeitlichen Aufmerksamkeit bedacht wurden. Nachdem es dunkel war, wurden noch zügig ein paar Aufnahmen der Dresdner Skyline geschossen.



Bevor die Akkus ihren Dienst verweigerten, kehrten wir bei Oma ein. Das Konzept dieser urigen Gaststätte ist es, sich wie bei der Großmutter zu fühlen und sich dementsprechend auch die Bäuche vollzuschlagen. Das haben wir dann auch mit vollem Einsatz getan, auch wenns schon fast weh tat. Lieber den Magen verrenkt als dem Wirt was geschenkt. So kugelten wir dann später wieder raus aus dem Lokal und rollten als letzte Station des Tages nach Glauchau, wo es dann auch zügig ins Bett ging.


Schee wars, offensichtlich...

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Inhalt dieser Seite

Zusammenfassung

Das war mal wieder ein Tag mit Roadtrip pur - Vom Spreewald ins Elbsandsteingebirge nach Tschechien nach Dresden nach Glauchau

Stichwörter

Elbsandsteingebirge, Sächsische Schweiz, Sachsen, Sachsen Tourismus, Fotos Elbsandsteingebirge, Decin, Decin Tschechien, Felsformationen, Sandsteinformationen