19.06.06

Neues Weblog zum Thema Praktikum in Singapur - Singapur Praktikum Blog

In wenigen Monaten werden wieder die Segel in Richtung Singapur gesetzt. Dieses Mal wird es jedoch keinen Urlaub in Form einer Rundreise geben. Stattdessen werde ich (Harry) ein halbes Jahr lang ein Praktikum in Singapur absolvieren. Dass der Spaß dabei trotzdem nicht zu kurz kommen wird, kann sich der fleißige Leser dieses Blogs ja bereits denken.

Meine Wenigkeit wird ohne den Symbionten tapferen Mitstreiter Chris aufbrechen, aber er kann mich ja dann besuchen, so wie ich es damals bei seinem Praktikum in Hongkong auch gemacht habe. Sylvester bei 30°C hört sich doch gut an, oder?

Andere Besucher sind natürlich auch jederzeit gern gesehen. Es gibt ja immer wieder Promotionen, die einem günstige Flüge einmal um die Welt geradezu nachwerfen, also lasse ich hohe Reisekosten als Ausrede nicht zu. Ums günstige Wohnen kümmer ich mich dann schon, Ach ja, vorher ankündigen wär sinnvoll. :)

Von November 2006 bis April 2007 gibt es dann Live-Berichterstattung vor Ort, aber auch schon jetzt werde ich Sinnvolles und vor allem auch weniger Sinnvolles im neuen Singapur Blog vom Stapel lassen. Da kann ich dann nur viel Spaß beim Lesen wünschen und freue mich über zahlreiche Kommentare.

So, und jetzt bitte hier klicken, um zum Singapur Praktikum Blog zu gelangen.

Viele Grüße (noch aus München)
Harry

29.10.04

Asien Fotos aus 9 Ländern...

... sind endlich online, wenn ich auch deswegen meinen Webspace um 250 MB aufstocken musste... man das wird aber langsam teuer ;-)

Aber was tut man nicht alles um seine Erinnerungen festzuhalten. Der eine hat ein Fotoalbum und bastelt damit rum, der Student von heute macht das eben unkompliziert online :-)

Hier geht's zu unseren neuen Asien-Bildern

Ich hoffe euch gefallen die Bilder und wir bekommen eine Menge an Kommentaren (man kann jedes Bild kommentieren). Leider konnte ich dennoch nur einen Bruchteil der gesamten Bilder hochladen, da wir insgesamt fast 4.000 Bilder geschossen haben.

Viel Spaß beim "Blättern"!

Euer

Chris & Harry

20.10.04

Schön wieder daheim zu sein...

Nach 70 Tagen (fast) ruhlosem Reisen sind wir nun tatsächlich wieder in unserem geliebten München gelandet. Mit etwas Verspätung, aber das spielt bei unseren Dimensionen eh keine Rolle mehr ;-) scheinbar hatten wir zuviel Gegenwind.

Empfangen wurden wir von meinem Vater un meinem Bruder, die wieder einmal sehr nützlich waren um meine 70 DVDs unbeschadet durch den Zoll zu lotsen: Schön lächelnd an den Beamten vorbei und ein klein wenig den Verwandten zuwinken... wer würde so jemanden aufhalten?

Tja, was soll und kann ich jetzt schon als Gesamteindruck zur Reise sagen? Im Moment ist es mir einfach unmöglich meine Gedanken zu sammeln, werde dies aber sicher bald hier nachtragen.

Es ist einfach wieder wunderschön zu Hause zu sein, was viele bei solch einem Wetter hier gar nicht nachvollziehen können. Ich sitze gerade an meinem Schreibtisch mit einer heissen Tasse Kaffee und wunder mich, wie viele Pflanzen in meinem Zimmer stehen? Und morgen ist auch noch Geburtstag, was will man mehr?

Ich hoffe euch hat das Lesen Spaß gemacht ;-) Wir stehen euch selbstverständlich für Fragen zur Verfügung. Schreibt einen Kommentar zum entsprechenden Eintrag.

Schöne Grüße aus München


Euer

Chris & Harry

19.10.04

Rueckkehr nach Dubai

Es ist mal wieder Zeit fuer Dubai. Fuer Chris ist es nach unzaehligen Zwischenlandungen hier das erste Mal, dass er auch einen Stempel in den Pass kassiert und fuer mich ist es ein Wiedersehen mit der Stadt, in der ich 1999 meine Sommerferien zwecks einens Praktikums verbracht habe. Entgegen frueheren Zeiten kriegt man heutzutage das Einreisevisum direkt am Flughafen fuer umsonst und muss nicht den Pass quer durch Deutschland schicken. Sehr praktisch, muss man sagen.

Der Flug hierher war richtig genial, da wir sehr weit vorne sassen und es dadurch ruhiger war als bei sonstigen Fluegen. Das Wetter hat auch mitgespielt und so konnte ich immer wieder mal einpennen, ohne das Abendessen durch Turbulenzen quer in der Luftroehre haengen zu haben. Der Wermutstropfen dabei war, dass ich die ganzen Spielfilme nur teilweise sehen konnte. Unser allseits geschaetzter DVD-Junkie (a.k.a. Chris) hats natuerlich nicht lassen koennen, die Nacht durch zu glotzen und kriegt dafuer heute kein Auge auf. Oder so aehnlich.

Direkt am Flughafen auf dem Weg zur Passkontrolle gabs dann den ersten wehmuetigen Blick zurueck. Vom Gate zur Stempelbehoerde latscht man eine ganze Weile und kann einen Blick auf die Wartehalle werfen. Dort sahen wir den denselben Kaffee-Laden, in dem wir vor 10 Wochen das erste Futter auf auslaendischem Terrain genossen hatten. Es faellt gar nicht so leicht, zu akzeptieren, dass die grosse Reise nun unmittelbar vor dem Ende steht. Ein Resume gibts an dieser Stelle freilich noch nicht, aber der Stammleser wird sicher noch einige Eintraege aus Muenchen zu lesen bekommen. Applaus und Respekt an alle, die seit geraumer Zeit unsere geistigen Erguesse ueber sich ergehen lassen. :)

Als wir dann mal die Formaelitaeten hinter uns gebracht hatten (mein Bombenlegerkarton und die beiden Bierdosen von Chris gingen problemlos durch), wollten wir dann mal den naechsten Emirates-Stand suchen, um dort eine Unterkunft fuer heute nacht zu organisieren. Das wollten wir eigentlich von Hongkong aus machen, aber da kamen uns andere Dinge in die Quere. Am Dubaier Flughafen war das Buchen ueber Emirates (zwecks Nutzung der Skywards-Meilen) dann aber nicht moeglich. Ok, kein Thema, gingen wir halt zu einer anderen Hotelreservierungs-Agentur.
Der komische Blick des Typens an seinem Schreibtisch haette uns schon stutzig machen sollen, aber nachdem uns der nette Herr ohne unsere Wuensche zu kennen bereits im zweiten Halbsatz klar machte, dass er nur 5-Sterne-Angebote da hatte, waren wir ziemlich sicher, die falsche Agentur ausgesucht zu haben. Dass wir durch die Kleidung als Budget-Touristen klar erkannbar waren, war nicht von der Hand zu weisen, aber eine dekandete Sauerei wars dann doch, uns so abzuspeisen.

Also weiter zum naechsten Schalter, der dann schon etwas weniger gehoben daherkam. Dann gings recht schnell. Wuensche (Billig & Pool) geaeussert , Angebot bekommen, akzeptiert, ab ins Taxi. Der Pool ist zwar nicht so der Kracher, aber wir haben uns trotzdem noch 2 Stunden mittags brutzeln lassen. Mit dem vom Hotel organisierten Shuttlebus gings dann noch ins Lamcy Plaza, eines der ueblichen grossen Einkaufszentrums. Viel zu sehen gabs dann aber doch nicht, aber das lokale Essen hat uns ueberzeugt. Mal was ganz neues, dass der mittlere Osten ausser Kebab noch weitere kulinarische Schaetze bietet. Morgen gehts dann wohl noch zum Strand und wenns uns dort nicht gefaellt, gucken wir uns ein bisschen die Skyline an.

Was mir schon zu Praktikums-Zeiten klar wurde, ist auch heute nicht anders: ohne eigenens Auto ist man in der Mobilitaet ziemlich eingeschraenkt. Taxifahren ist zwar eigentlich recht billig im Vergleich zu Muenchen, aber die grossen Distanzen hier machens dann doch wieder relativ teuer. Unser aktuelles enges Budget machts nicht leichter.
Durch die grossen chinesischen Staedte und im Besonderen durch Hongkong (leider) hat sich mittlerweile auch eine gewisse Sightseeing-Saettigung eingeschlichen. Da findet man es dann nur noch schade, eine als Muss eingestufte Attraktion im Kopf als "Jaja, schoen zu sehen, wars das schon?" abzustempeln und nichts dagegen tun zu koennen. So halten wir das Sightseeing lieber auf einem relativ niedrigen Niveau.

So, wir muessen dann mal wieder weiter, unser Bus faehrt sonst ohne uns und durch selbst nachts 30 Grad warme Dubai wollen wir dann doch nicht einige Kilometer latschen.

Viele Gruesse aus der Hitze und zu einigen: Bis morgen!
Harry & Chris

17.10.04

Abschied von Hongkong

Leider ist es nun tatsaechlich soweit... wir muessen von Asien Abschied nehmen, denn in 2 Stunden geht unser Flug nach Dubai, wo wir noch einen 2-taegigen Stopover einlegen werden... Faulenzen am Pool bei 35 Grad :-)

Ich muss sagen, dass es mir wirklich sehr sehr schwer faellt wieder abzureisen. Ich weiss noch genau wie totraurig ich letzes Jahr war, als ich nach einem halben Jahr in Hongkong zurueckfliegen musste... leider ist es heute nicht viel anders...

Ich hoffe wir koennen uns nochmal in Dubai ins Internetcafe hocken und ein paar letzte Zeilen tippen bevor unsere Reise dann endgueltig zu Ende geht.

Ich hoffe es hat euch Spass gemacht hier ab und zu mitzulesen und auch mitzufuehlen wie es uns hier in den letzten Monaten ging. Fuer uns selber ist es ganz wichtig das Weblog von Anfang bis zum Ende zu lesen um alle Eindruecke, die wir waehrend der Reise gewonnen haben, zu verarbeiten.

Drueckt uns die Daumen, damit wir ein "guenstiges" Hotel MIT Pool finden ;-)

Ganz liebe Gruesse von euerm

Hongkong Chris & Patpong Harry

16.10.04

Seafood-Massaker auf Cheung Chau Island

Oh.... Katzenjammer mal wieder... was fuer ein schrecklich anstrengender Abend war das gestern schon wieder. Mein ehemaliger Arbeitgeber aus Hongkong hatte die gesamte Belegschaft zum Seafood-Essen nach Cheung Chau Island eingeladen... es war genauso wie letztes Jahr... ein extremes Gefresse. Billige Beilagen wie etwa Gemuese oder Reis habe ich erst gar nicht in meine Naehe kommen lassen um wertvollen Platz im Magen zu sparen. Mit gutem Grund wie sich herausstellen sollte.

Verspeist wurde fast alles was in Hongkongs Gewaessern herumschwimmt und eine Schale hat... am Ende waren wir so vollgestopft, dass wir den Hummer haben liegen lassen... was fuer eine Schande... in Deutschland gibts das nur alle paar Jahre, ausser man goennt sich ne BWLer-Hummersemmel ;-)

Kugelrund und angetrunken gings dann mit Speedfaehre zurueck nach Hongkong Island und dann direkt weiter nach Lan Kwai Fong und Soho ins Edge. Nachdem wir mal wieder Geld sparen mussten (meine EC-Karte wurde dank den Hello Kitty Magneten die man beim 7-Eleven bekommt entmagnetisiert, so dass ich kein Geld mehr abheben kann *arghhhhhh*) sind wir wieder einmal zum 7-Eleven gegangen um ein klein wenig zu tanken. Danach waren wir (glaube ich) in der Drop Bar... wieder sehr laut. Dann noch einen Abstecher ins Draon-I und ab nach Wanchai... insgesamt wieder ein sehr sehr sehr langer Abend/Nacht. Nach Aussagen von Paddes Gaesten waren wir erst so um 5 Uhr zu Hause... man bin ich muede.

Ich muss zugeben, dass ich mich schon wieder richtig auf zu Hause freue... endlich wieder im eigenen Bett schlafen, keinen "Rice mit Shice" essen und endlich wieder ausschlafen. Das mit dem Auschlafen wird leider nichts, da ich gleich am Mittwoch morgen ein wichtiges Seminar in der Uni habe... Kick-off Termin und Anwesenheitspflicht... ah, dabei kommen wir erst am Dienstag Abend an... da muss ich einfach durch.

Andererseits ist es wirklich traurig dass diese wunderschoene Reise zu Ende geht. Freut euch schon mal auf einen oder zwei tolle Diaabende :-) Fotos gibt es genug...

Wer noch ein tolles Geburtstagsgeschenk fuer mich sucht kann mir ja gerne den neuen Wicked Weasel Kalender schenken :-) *ganzliebdreinschau*

Heute Abend fahren Harry, Joerg, Micha, Padde und mmeinereiner zusammen auf den Peak um den Peaktrail abzulaufen und anschliessend den Sonnenuntergang zu bewundern.

Vielleicht schaffen wir es noch uns morgen zu melden bevor wir zum Flughafen fahren. Ich bin echt schon auf Dubai gespannt... das wird wieder eine fiese Schwitzerei :-)

In diesem Sinne, liebe Gruesse

Euer

Chris & Harry

14.10.04

Pferderennen, japanischer Hot Pot und Konsumrausch in Hongkong

Mein Hirn ist schon ganz weichgekocht von der kantonesischen Musik hier im Internetcafe... habe gestern sogar schon nach der CD gefragt :-)

Leider geht unsere Reise langsam aber sicher zu Ende... man, was waren das fuer 2 Monate bisher... wir haben so viel erlebt, so viel gesehen und so viel Spass gehabt, dass man es fast gar nicht in Worte fassen kann. Doch leider geht alles einmal zu Ende, mag es noch so schoen sein. Ich kann noch gar nicht glauben, dass in Muenchen wieder frieren angesagt ist... aus zuvielaessiger Quelle weiss ich, dass sich die Temperaturen dem Nullpunkt gefaehrlich annaehern.... *brrrrrrrr* aber ich sollte meiner geschundenen, schokobraunen Haut auch mal eine Verschnaufpause geben :-)

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13.10.04

Party in Hongkong und der Ocean Park

Wenn wir uns mal ein paar Tage nicht melden koennen, dann liegt das entweder an einem fehlenden Internetzugang oder einfach an einem Mangel von Zeit... was wird wohl fuer Hongkong zutreffen :-)

Jaja, der Padde haelt uns hier abends wirklich immer noch auf Trab, das muss man ihm lassen, dass so ein alter Kerl :-) noch immer so aktiv ist... nach unserem Absturz am Samstag liesen wir es am Sonntag etwas ruhiger angehen. Neben Resident Evil 2 (was fuer ein Muellfilm... *kotz*) haben wir nur noch etwas Zeit in Causeway Bay verbracht um anschliessend ein paar DVDs bei Padde anzusehen.

Der Montag musste dann leider wieder etwas ausarten... frueh morgens sind wir ins Hong Kong Museum of History gegangen um uns die Geschichte Hongkongs zu verinnerlichen... spaeter dann zum Mittagessen in mein altes Office um meine Chefin und meine ehemaligen Kollegen zu begruessen... dann Mittagessen in einem sehr netten Dumpling-Laden.

Um mir noch ein paar schoene Rugbyshirts zu kaufen (die haben schon die Sevens 2005) und Harry Stanley und den angeschlossenen King Ludwig (German Beer Hall... ) zu zeigen, sind wir am Nachmittag ins gleichnamige Viertel gefahren im Sueden Hongkongs. Lustig war, dass der Shirtverkaeufer den Trainer des deutschen Rugbyteams persoenlich kannte und auch etwas deutsch beherrschte ;-)

Nachdem wir vom Shoppen zurueck waren trafen wir uns mit Padde in der Wohnungs um gemeinsam nach Kowloon zu fahren und uns die einzigartige Lasershow ueber der Skyline anzusehen... man, da wird man wieder richtig wehmuetig, wenn man weiss, dass man diesen Anblick nur noch ein paar Tage geniessen kann...

Dannach dann gleich weiter in eine sehr schoene Bar mit Livemusik um eine Freundin von Padde zu treffen. Es war wirklich ein sehr netter abend und faszinierend wie gut das chinesische Maedchen deutsch sprechen konnte... da kann ich mir eine Scheibe fuer mein Pseudo-Mandarin abschneiden ^_^

Mit dem Taxi ging es dann gegen 11 Uhr abends wieder zurueck nach Hongkong Island und direkt nach Wan Chai zum 7Eleven... Tanken war angesagt :-)

Gefeiert wurde dann noch im Fenwick, einem Schuppen der inzwischen wirklich sehr erschreckend geworden ist: alles ist voll mit Prostituierten, die sich den Gweilos an den Hals werfen... Harry und Padde wollten dann um 3 gehen, ich hatte mir aber eingebildet noch etwas laenger bleiben zu muessen um mich mit 2 Hollaendern ueber Gott und die Welt zu unterhalten... zu Hause war ich dann wieder erst um kurz vor 6... wie grauenhaft..

Doch gnadenlos wie Harry beim Aufstehen ist, weckte er mich schon um 9 Uhr das erste Mal auf damit wir in den Ocean Park, einem sehr schoenen Vergnuegungspark im Sueden von Hong Kong Island bei Aberdeen, gehen konnten. Aber wer mich kennt, der weiss dass es fast unmoeglich ist mich in einem solchen Zustand wach zu bekommen... um genau zu sein hat es dann 1.5 Stunden gedauert bis ich abfahrbereit war...

Doch mehr davon gibt es erst morgen zu berichten. Heute Abend geht es zuerst nach Happy Valley zum Pferderennen und dannach zum Feiern nach Lan Kwai Fong und Soho... mal schauen wie kaputt wir in Muenchen ankommen... ich hoffe da wartet jemand auf uns um uns zu pflegen ;-)

Ich hoffe ihr erfriert nicht schon alle in Deutschland, ich friere hier auch gerade, aber das liegt an der Aircon :-)

Liebe Gruesse

Chris & Harry

10.10.04

Wiedersehen in Hongkong

Es ist geschafft, wir sind tatsaechlich in Hongkong angekommen... gestern waren es dann exakt 2 Monate die wir schon unterwegs sind... man, eine solch lange Zeit, ich kann es kaum glauben. Der Blick fuer vieles hat sich geaendert... alles relativiert sich irgendwie... ein klein wenig Heimweh hab ich auch schon... ich freue mich schon auf Gespreache mit meinem Bruder und auf die Herzlichkeit meiner Eltern :-)

Doch nun zum eigentlichen Thema! Wie gesagt, wir sind gestern nach dem Extreme-Shopping Trip in Shenzhen in Hongkong angekommen. Padde war so nett und hat uns direkt von der MTR (U-Bahn) abgeholt, so dass wir nicht planlos in Admirality herumirren mussten. Dannach ging es auch direkt zu seiner Wohnung, die er immer noch mit unserer ehemaligen Landlady Johnnies teilt... wirklich eine sehr schoene Wohnung, v.a. deswegen, weil sie im 29. Stockwerk, also in ca. 90 Meter Hoehe liegt. Da dies das oberste Stockwerk ist auch noch ein Rooftop dabei, einfach nur geil.

Nach 3 Bierchen (Padde hat sich nich geaendert :-) gings dann auch schon weiter zum Essen. Pekingente und ein extremes Fressen, anders kann man es nicht nennen... so voll war ich selten, aber es war koestlich :-)

Nachdem wir dann Lan Kwai Fong unsicher gemacht hatten (nur noch eine truebe Erinnerung...) ging es weiter nach Wanchai... dort hat sich auch nix geaendert (der Hongkong-Kenner weiss was ich meine). Leider kann ich nicht mehr berichten von diesem Abend, da wir doch einige Doeschen Bier getrunken haben ^_^

Der Rueckweg war auch geil, da wir unsere Bude nicht mehr finden konnten... soviele Hochhaueser, eins sieht aus wie das andere... Folge war dann, das wir die Nacht auf dem Gehweg verbracht haben... Schande... Eltern, das war wirklich das einzige mal :-)

Morgenshaben wir es dann doch geschafft Paddes's Wohnung zu finden... total verkatert konnten wir dann noch 2 Stunden Schlaf erhaschen. Nach dem Aufwachen auf der Couch konnte ich dann auch endlich meine alte WG-Kollegin Johnnies begruessen (Hongkong Chinesin)... es war echt schoen sie wieder zu sehen...

Ueberhaupt ist es ein sehr komisches Gefuehl wieder in dieser einzigartigen Stadt zu sein... alles ist so faszinierend, als ob ich das erste Mal hier waere, obwohl ich hier schon ein halbes Jahr gelebt hatte... leider amcht es auch ein klein wenig wehmuetig, dass ich hier nicht dauerhaft leben kann (zumindest jetzt noch nicht)... Muenchen erscheint wieder so verschlafen und langweilig. Es kommen wieder sehr viel Gefuehle auf wenn ich hier die Strassen entlang schlender... ich habe ich soviel Zeit verbracht, soviele Freunde gewonnen und nun bin ich tatsaechlich wieder da... ich hoffe die Wehmut vergeht schnell, so dass ich unseren 8-taegigen Aufenthalt auch wirklich geniessen kann.

Wir sind da! In meinem Hongkong :-)

Wie Harry schon geschrieben hatte, werden wir natuerlich unsere Berichte aus Yangshuo, Guangzhou und Shenzhen nachliefern... auch dort ist viel passiert :-)

Jetzt muessen wir aber auch schon wieder los, wir wollen doch keine Zeit im Internet vertroedeln. Ich brauchte Ohrstoepsel, hier ist es so laut im Internet Cafe, da die chinesen alle zocken... Spiele jeglicher Art in ohrenbtaeubender Lautstaerke... Peter, sie zocken auch Warcraft :-)

Liebe Gruesse

Euer

Chris & Harry

PS: Conny, ich habe deine Cappies gekauft, aber leider gabs keine hellblauen von Dutch, habe nur rosane, aber trotzdem schoen :-) und auch noch ne Ueberraschung fuer dich :-)
PPS: Soll ich mir nen Creative Muovo MP3-Player mit 5GB kaufen? Kostet hier nur 180 EUR...
PPPS: Wer will noch ne Postkarte aus Hongkong? Bei wem ist bisher noch keine angekommen? Spezieller Gruss an Cindy :-)
PPPPS: Ole, die Bilder sind geloescht, leider hatten wir vorher keine Zeit dafuer.
PPPPPS: Peter, du hast den Beta Account fuer Warcraft bekommen: Herzlichen Glückwunsch !

Sie wurden ausgewählt sich den tapferen Helden anzuschliessen welche die ersten Abenteurer im europäischen World of Warcraft Betatest sein werden. Sie sind lediglich ein paar Klicks von einer Welt der Ehre, Rätsel und Gefahr entfernt. Verschwenden Sie keine Minute und folgen Sie diesem Link um Ihren Account zu erstellen!

Schau einfach in meinem GMX Postfach nach oder lad die E-Mails auf mein Notebook. Viel Spass :-)

9.10.04

Internet-Loch inmitten von Millionenstaedten

Nach 8 Wochen Reisen sind wir tatsaechlich in einem Internet-Loch angekommen, der chinesischen Regierung sei Dank. Weder in Guangzhou noch in Shenzhen haben wir es geschafft, ein Internet-Cafe zu finden. Es soll zwar welche geben laut Auskunft der Rezeption hier im Shangri-La, aber ohne Chinesisch-Kenntnisse sind diese nicht quasi unmoeglich zu erreichen. Die einzige Moeglichkeit sind Hotels, die einen suendhaften Preis (8 Euro/Stunde!!!) verlangen.

Die Erlebnisse der letzten Tage werden natuerlich nachgereicht, sobald wir die Gelegenheit dazu haben.

Heute abend kommen wir dann in Hongkong an. Die Vorfreude ist bei uns beiden schon riesengross, bei Chris angesichts des Wiedersehens von einigen Bekannten aus der Zeit seines Praktikums noch ein ganzes Stueck groesser.

Viele Gruesse aus Shenzhen, vor den Toren Hongkongs
Harry & Chris

6.10.04

Guangzhou (Kanton) - beinahe ein beschaulicher Luftkurort

Angekommen um 7 Uhr morgens hiess es erstmal, auf Hotelsuche zu gehen. Da wir nur den Lonely Planet China von 2000 (also de facto uralt und somit nur bedingt brauchbar) dabeihatten, war das gar nicht so einfach. Letztendlich haben wir auf Shamian Island eine verhaeltnismaessig guenstige Bleibe (~25 Euro) gefunden. Zum ersten Mal nach Sentosa Island nahe Singapur sind wir somit in einer 3-Sterne-Unterkunft untergekommen. Qualitativ niedrigeres gibts eh kaum und ohne fremde Hilfe und vor allem ohne Chinesisch-Kenntnisse kommt man auch nicht an Geheimtipps. Mit dem Zimmer waren wir ganz gluecklich und auch die Umgebung ist echt schoen, da es relativ ruhig ist.

Wir haben dann mal den wiederentdeckten Lebensstandard genutzt, um uns mal so richtig ausgiebig zu duschen. Und siehe da, wir fuehlten uns zumindest fuer die erste Stunde sauber. Danach wars wieder vorbei, da es doch wieder etwas waermer ist als in Yangshuo. Der Fussmarsch durch die Stadt sollte wieder schweisstreibend werden.

Nach diesen rituellen Saeuberungsaktionen gings dann los zum Sightseeing. In Guangzhou ist zwar nicht wirklich viel zu sehen, aber ein paar Tempel haben wir schon noch mitgenommen. Dem Drang, mal wieder westliches Essen in den Gaumen zu bekommen, sind wir dann doch noch vor Hongkong erlegen und schon morgens im Gasthaus mit dem schicken goldenen Bogen eingekehrt.
Mittags wollten wir eigentlich wieder lokales Futter zu uns nehmen, aber angesichts unueberwindbarer Probleme im kommunikativen Bereich haben wir das dann doch gelassen. Klar ist es moeglich, mittels Haenden und Fuessen und einigen abgeschriebenen Schriftzeichen aus dem Reisefuehrer ein Essen zu bestellen, aber die Essgewohnheiten hier sind fuer den Durchschnitts-Europaeer mit oberflaechlichem Blick zunaechst alles andere als anziehend. Wie gesagt, mit einigen wenigen Kenntnissen waere da mehr moeglich gewesen, aber so war uns das Risiko, ein "ungewoehnliches" Gericht zu bekommen, etwas zu gross.
Das Hundeessen haben wir dementsprechend bleiben lassen. Zum Einen war da Mitleid mit den Welpen, zum Anderen haette man dann den Standard-Teller "Hund mit Knochen und Irgendwas" bekommen. Die Aussicht, ein ziemlich ekliges Essen auf dem Markt zu futtern, von dem Sars ausging, sorgt nicht gerade fuer Jubelstuerme. Eine ganze Reihe anderer oertlicher Spezialitaeten wie z.B. halb rohe Ratte gibts ja leider auch nur noch unter der Theke. Yummy!
Dann doch lieber zum KFC? Zustimmung!
Abends dann der naechste Versuch. Eigentlich wollte ich ja nur eine Nudelsuppe, aber irgendwie sind wir dann doch beim All-You-Can-Eat-Running-Sushi gelandet. Beim Wucherpreis von 38 Yuan (etwa 4 Euro!) konnten wir nicht nein sagen. Da bringt es nicht einmal etwas, zu einem Sushi Kurs zu gehen, um es noch günstiger zu bekommen. Vieles auf dem Laufband hat uns dann zwar nicht gefallen, aber uns wurde eine schicke Karte mit vielen Bildern in die Hand gedrueckt, wo wir dann aussuchen konnten, was der Koch extra fuer uns zubereitet. Das kann man mal Service nennen. Wie man sich vorstellen kann, sind wir voellig vollgestopft aus dem Lokal gekrochen.

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5.10.04

Agency hui, Guide pfui - Verkehrte Welt in Yangshuo

Nun ist es uns also tatsaechlich widerfahren. 2 Monate lang haben wir es relativ souveraen geschafft, den uebelsten Scammern und Abzockern auszuweichen, doch nun hat es uns dann doch noch erwischt.
Nach all den eher maessigen Erfahrungen mit Travel Agencies und im Gegenzug den ueberwiegend guten Erfahrungen mit lokalen Fuehrern haben wir unserem Guide hier viel zu viel Vertrauen entgegengebracht. In Malaysia, Kambodscha und Laos hatten wir richtig Glueck und ganz tolle Erlebnisse mit den Guides, fuer Yangshuo kann unsere Empfehlung nur lauten, dass man doch lieber sich an die Travel Agencies und Tourorganisatoren wenden sollte.

Am ersten Tag waren wir ja noch ganz happy mit unserem Guide. Zwar gabs einige Sachen, die etwas komisch waren und im Nachhinein ins Rip-Off-Bild passten, aber da haben wir drueber hinweggesehen. Am zweiten Tag dann haben wir einige voellig ueberteuerte, unspassige Kayaktour gemacht. Auf einem abgelegenen Fluss paddelten wir ziemlich lustlos herunter. Andere Leute haben wir nicht gesehen ... warum auch, wenns so langweilig ist.

Abends wollten wir eigentlich zu einer hochgelobten Lichtershow, wo wir dann aber ans falsche Ufer gefahren wurden, wo man nicht wirklich viel sehen konnte. Als wir dann unser Geld fuer diesen Muell zurueck wollten, offenbarte sich der wahre Charakter der vorher so netten Dame. Nach einer laengeren hitzigen Diskussion war klar, dass wir die Kohle nicht mehr sehen wuerden und in solchen Momenten wuenscht man sich dann doch mangels rechtsstaatlicher Moeglichkeiten eine dunkle Ecke und einen Baseballschlaeger herbei.

Am letzten Tag in Yangshuo waren wir dann wieder auf eigene Faust unterwegs (bzw. ueber eine der lokalen Agencies) und sofort war der Spass wieder da. Mit einem ziemlich klapprigen Bus wurden wir zum Rafting gefahren. Zuerst sah das ganze voellig unspektakulaer aus, da der "Fluss" eigentlich nur ein kleines Rinnsal war. Ueber die Leute, die sich Knie- und Ellenbogenschoner angezogen haben, konnten wir zunaechst nur grinsen. Als wir dann hinten auf einem Laster zur Startstelle gefahren wurden, offenbarte sich der Kniff an der Sache.
An einer Staustufe sammelten sich die ganzen Leute und weiter oben muss es wohl weitere Staustufen gegeben haben, da sich immer schneller Wasser im Becken sammelte. Die Sturzhelme nutzte dann so mancher Chinese, um das allseits beliebte Spiel "Mach den Gweilo nass" anzustossen. Wir als bekennende Teilzeit-Buddhisten haben das ganz ruhig ueber uns ergehen lassen. Sich wehren waere auch gar nicht moeglich gewesen.

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3.10.04

Moon Hill, Schlammschlacht Buddha Cave, Schlange essen

Unser erster voller Tag in Yangshuo begann so wie viele andere auch: viel zu frueh. 6:30 Uhr ist schon frueh genug, wenn man aber dann auch noch 1 Stunde Zeitverschiebung mit einrechnet, war das dann doch schon sehr fies. Aber dies war die einzige Moeglichkeit, zumindest zeitweise den uebelsten Touristenstroemen auszuweichen, da die Stadt weiterhin von chinesischen Ausflueglern geflutet ist. Dennoch gut, dass wir direkt nach Yangshuo weitergereist sind und nicht eine Nacht in Guilin zu suendhaften Preisen verschwendet haben.

Vor einem anstrengenden Tag ist ein ausgiebiges Fruehstueck natuerlich essentiell. Oft genug haben wir leider nicht so reichhaltig essen koennen, sei es aus Zeitmangel oder weil das Restaurant nicht mehr hergab. Dieses Mal sollten wir aber richtig vollgestopft werden (wie sonst nur abends). Auf der Karte stand ein "High Fiber Breakfast", was dann auch sehr lecker war und die Tatsache, dass wir danach eigentlich erstmal wieder 3 Stunden pennen wollten, unterstreicht nur den Umfang des Futterns. Doch unser Guide (wie erwaehnt eine Frau, aber wie drueck ich das jetzt grammatikalisch richtig aus?) stand puenktlich da und da gabs kein Entrinnen mehr.

Also schnell Fahrraeder organisiert und los gings. Dank der allgemein gesunkenen Temperaturen (wir brauchen hier tatsaechlich unsere Trainingsjacken!) war das nicht so anstrengend wie in fast allen bisherigen Reisezielen.
Wir radelten eine Weile rum und waren dann schnell recht froh, dass wir nicht auf die Hotel-basierte Tour gesetzt hatten, sondern mit eigenem Guide unterwegs waren. So konnten wir abseits der Touri-Pfade quer durch das Land fahren. Ueberall Reisfelder, verschiedene Plantagen und zunaechst seit 100 Jahren unveraendert erscheinende kleine Doerfer (eher Hausansammlungen). Doch auch hier hat der Fortschritt seine Spuren hinterlassen, denn man sieht hier und da eine grosse Satellitenschuessel hervorblitzen.

Erstes Highlight war dann eine Fahrt auf einem Bambusfloss. Darf man sich so vorstellen wie eine Flossfahrt auf der Isar, nur ein paar Dimensionen kleiner. Um genau zu sein, besteht so ein Floss nur aus 10 langen, dicken Bambusstangen, wo man gerade mal zu zweit nebeneinander draufhockt und hinten steuert noch einer. So trieben wir dann mal den Fluss runter und alle paar hundert Meter stoppte man an einer Art Staustufe, wo man dann ausstieg, um das Floss an den Rand zu hieven und dann hockte man sich wieder drauf und es ging 1 Meter in die Tiefe. Schwierig zu beschreiben, aber ein Video wirds geben. War echt witzig und bemerkenswert war auch noch, dass wir trotz aller Gewohnheiten schon um 9 Uhr unser erstes Bier getrunken haben.

Anschliessend wieder auf die Raeder (die waren hinten auf dem Floss dabei) und weiter zur Buddha Cave. Hoehlenbesichtigungen hatten wir zwar schon in Vang Vieng und Halong Bay, aber dieses Mal wars wieder etwas anders. Wir bekamen erstmal wieder einen Schutzhelm verpasst (der hat uns vor diversen Kopfplatzwunden bewahrt) sowie jeder eine eigene Taschenlampe (auch unverzichtbar). Zusaetzlich wechselten wir die Schuhe und schluepften in die Badehose statt der normalen Hose. "Expect a very muddy experience - just for the more adventurous traveller" stand auf dem Flyer...


Zunaechst gings recht harmlos zu. Rein in die Hoehle, ueberall Stalagmiten und Verwandte. Eng und etwas klitschig wars auch schon, aber noch Standard-Touri-tauglich. Und irgendwann gings dann wieder los. Eine Reisegruppe vor uns kam Ewigkeiten nicht voran. Kurze Zeit spaeter wussten wir warum. Es ging durch einen etwa 40 cm hohen Schacht, der dann auch noch mittendrin einen Knick hatte. Na klasse, wir also hinterher. Trotz einigem Hakeln kamen wir aber auch mit unserer Euro-Koerpergroesse da durch. Ja, es gibt ein Video davon. Geduld, bitte.
Dann weiter in die tieferen Regionen der Hoehle. Es wurde nasser. Durchs Wasser waten hatten wir ja schon, aber dann kams noch dicker. Schuhe aus, Hemd runter und volle Kanne in die Schlammgrube. Wo kommt man schon mal ohne Rezept vom Arzt ohne Aufpreis in den Genuss einer Fangopackung? Wir Kindskoepfe liessen es uns natuerlich nicht nehmen, uns gegenseitig mit Schlamm zu bewerfen. Und das Thema "Schwimmen im toten Meer ohne sich dabei zu bewegen" oder neumodische Späße wie etwa die Entspannungstechnik Floating koennen wir auch abhaken, weil im Schlamm laesst es sich auch prima relaxen.


Voellig verdreckt entstiegen wir dann spaeter der Hoehle und gluecklicherweise gabs Duschen am Ausgang. Der groebste Scmutz war weg, aber unsere Handtuecher sind trotzdem von oben bis unten verdreckt. Ging wohl doch nicht alles ab. :)

Nach einem klar unterdurchschnittlichen Mittagessen (die "ganze Ente" bestand hauptsaechlich aus Kopf, Beinen und Knochen, dafuer aber kaum Fleisch) gings dann rauf auf den Moon Hill. Dieser etwas ueber 200m hohe Berg hat die Besonderheit, dass er wie eine Art versenkter Donut ausschaut, also mit Loch in der Mitte. Angeblich hat jemand mal die Stufen gezaehlt und kam so auf 1560 Stufen. Wie gesagt, es ist hier nicht mehr so heiss und somit wars ertraeglich. Angekommen am "Boden des Lochs" war die Aussicht schon super, aber wir sind doch noch bis ganz oben gelatscht. Die Aussicht war einfach sensationell und jede Stufe war ihren physischen Preis wert. Fotos, Fotos, Fotos. Fuerchtet euch schon mal vor dem Diaabend.

Und dann begann die Freak Show.
Seit unserer Ankunft hier in China werden wir von fast jedem Chinesen von oben bis unten gemustert. Ein Gweilo (Hongkong-Bezeichnung fuer Auslaender) ist hier wohl nichts, was man taeglich sieht. Manchmal hat man den Eindruck, dass viele Leute (insbesondere Kinder) noch nie in ihrem Leben einen Weissen gesehen haben. Die westliche Gesichtsform traegt wohl auch dazu bei, dem chinesischen Schoenheitsideal naeher zu kommen und so sind wir auch hier an jeder Ecke handsome.
Oben auf dem Moon Hill hab ich mich dann mal eine Minute umgedreht, um einer Asiatin zuzuschauen, die wohl zum ersten Mal in ihrem Leben sich eine Bergwand abseilte. Waren ja nur ueber 50 Hoehenmeter ohne Guide, also Kinderspiel. In Deutschland wohl unmoeglich, aber wir sind ja nicht zu Hause. Sie hats uebrigens geschafft, heil nach unten zu kommen.
Dann dreh ich mich wieder um und Chris ist umringt von Asiaten, die unbedingt ein Foto zusammen mit ihm schiessen wollen. Kaum war ich in Sichtweise, wurde ich dann auch noch dazu bestellt, um mit aufs Foto zu kommen. Was soll man noch dazu sagen? "Ripley's Believe it or not" live und in Farbe ... mit uns als Hauptattraktion? Naja, wir haben den Spass einfach mitgemacht und alle (incl. uns) waren damit gluecklich.

Als letztes haben wir dann noch den Big Banyan Tree angeschaut. Dieser Baum ist ueber 1500 Jahre alt und waechst kreuz und quer. Drum herum gabs noch haufenweise "Attraktionen" wie z.B. geschmueckte und angezogene Affen, die wohl schon eine Menge leiden mussten, damit sie ihre Kunststueckchen machen. Toll waren dann auch die 50-koepfigen Reisegruppen, die per Bus angekarrt werden. Durch die Groesse der Gruppe rennen die Guides mit Megaphon rum. Wers mag ...

Zum Abendessen gingen wir dann noch mit unserem Guide chinesisch Essen. Neben diversem Gemuese, Reis, Dumplings und Fisch gab es auch .... tadddaaaaaa ... Schlange. Gebraten und als Suppe. Die Schlange wurde extra fuer uns gekauft und dann konnten wir mit der noch lebenden (!) Schlange ein paar nette Fotos schiessen. Bevor wir das Ding so richtig ins Herz schliessen konnten, war das Leben als Superposerschlange auch schon beendet. Chris hatte auf wundersame Weise ploetzlich ein Glas mit Schlangenblut in der Hand. Gluckgluck. Hat ihm sichtlich geschmeckt.

Das anschliessende Futtern ging mit lediglich geringen psychologischen Hemmnissen ueber die Buehne. Wens interessiert: Es schmeckt ein bisschen wie Huehnchenfleisch. Insgesamt echt lecker. Wenn es dennoch morgen keinen Weblogeintrag geben sollte, wisst ihr ja dann, woran das gelegen haben koennte.

So, wir muessen dann mal wieder weiter und einen ehemaligen Arbeitskollegen von Chris aus Hongkong treffen. Dieser arbeitet mittlerweile fest in Shanghai und wir haben ihn gestern rein zufaellig getroffen. Einfach der Wahnsinn, wie klein manchmal die Welt ist. Jetzt gleich trinken wir noch ein paar Bierchen zusammen und lassen so den Abend ausklingen.

Viele Gruesse aus Yangshuo

Harry & Chris

2.10.04

Land des Laechelns und Yangshuo - China

Willkommen im Land des Laechelns... wir haben es tatsaechlich bis nach China geschafft, um genau zu sein bis nach Guilin bzw. Yangshuo, dem angeblichen Backpackertreffpunkt Chinas...

Unter normalen Umstaenden mag das tatsaechlich der Fall sein, doch wie ich schon zuvor erwaehnt hatte, haben die Chinesen am 01. Oktober ihren Nationalfeiertag und haengen meistens noch ein paar Urlaubstage dran. Dies mussten wir heute leider leidlich erleben als wir in Yangshuo angekommen sind und fast keinen anderen "Westler" gesehen haben... nicht das uns dies stoeren wuerde, ganz in Gegenteil, wer will schon in einer Schar von seinesgleichen verreisen, aber leider sind die Preise waehrend dieser Woche um gute 400% angestiegen. Unser Hotel haette letzte Woche noch knapp 6 EUR gekostet, heute sind es bereits 30 EUR, wobei ich als alter Basarfachmann den Preis auf 25 EUR/Nacht druecken konnte :-)

Mache gerde die Badger-Gehirnwaesche mir... seit ner halben Stunde, und das wahrend ich hier ein kuehles LIQ-Bier in einem Internetcafe mit 100 PCs schluerfe (wie atzend, dass man ein Bier in durchsichtigen Flaschen abfuellt... wie kann man nur... Pisswasser).

Es ist Wahnsinn, wie gut es mir hier auf einmal wieder gefaellt. Nicht dass ihr das falsch versteht, aber nach 8 Wochen Reise stellt sich ein gewisser Trott ein und man kann einfach keine neuen Eindruecke mehr aufnehmen. Wir haben in dieser Zet in schon mehr als 25 Guesthouses gewohnt, sind mehrere 1000 Kilometer gereist, haben dafuer ueber 200 Stunden Transitzeit benoetigt und haben inzwischen schon 7 Laender gesehen... echt schwer zu verarbeiten. Doch seit Hanoi wird mir wieder klar, dass es keinesfalls eine Selbstverstaendlichkeit ist so lange und so intensiv reisen zu koennen. Einerseits braucht man die Zeit, dann natuerlich auch das noetige Kleingeld und am Wichtigsten ist ein guter Reisepartner, wie in meinem Fall Harry, mit dem ich mich bis auf ein paar kleine Ausnahmen blendend verstanden habe (was will man auch erwarten wenn man sich 8 Wochen auf der Pelle hockt).

Auf unserer Fahrt hierher, die insgesamt 22 Stunden gedauert hatte (von Hanoi) konnte ich insgesamt sicher 15 Stunden schlafen. Das mag zu einem an den beiden Tiger Beers gelegen haben, die ich als Baldrianersaz verwendet hatte, aber auch an der Tatsache, dass der chinesische Schlafwagon einfach sehr gemuetlich war. Die Zeit vergang wie im Flug und ich muss sagen, dass ich seit langem mal wieder ausgeschlafen bin :-)

Unseren kurzen Zwischenstop in Nanning haben wir dazugenutzt uns ein wenig die Beine zu vertreten und uns mit einheimischen Devisen einzudecken. Da wir frueh morgens dort ankamen entschieden wir uns auch ein klein wenig zu fruehstuecken... und das in einer Stadt in der so gut wie keiner Englisch spricht... also rein in ein lokales "Restaurant" und versucht sich verstaendlich zu machen... als alle Erklaerungen nichts mehr genutzt hatten, versuchten wir es mit der Gebaerdensprache und deuteten einfach an den Nachbartisch auf dem eine Schuessel mit Nudeln stand... gesagt getan und schon hatten wir unser Furehstuck fuer knapp einen Euro. Verstaendigung ohne Worte :-)

Es ist einfach schoen das Gefuehl zu haben in einem ganz fremden Land zu sein, was ich nicht unbedingt zuvor verspuert hatte, da ueberall (westliche) Touristen waren. Vielleicht liegt es auch einfach an meiner Faszination fuer China, aber so begeistert wie heute war ich schon seit Tagen nicht mehr.

Vielleicht hilft hierzu ein Gleichnis zwischen Schanghai und Yangshuo: "I thought briefly of Shanghai where I had been but three days earlier. In both Shanghai and Yangshuo conventional time has been rendered meaningless. In Shanghai they've outpaced time, but around Yangshuo time stopped centuries ago. "... sehr schoen und sehr treffend muss ich sagen.

Man steht mitten in dem Dorf, umgeben von hohen Karstkegeln und ist einfach fasziniert, dass nur Asiaten um einen herum schwirren... dazu all die chinesischen Zeichen, Lampions und die wunderschoene Architektur... ach ich komme wieder einmal ins Schwaermen... Verzeihung :-)

Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, wollten wir gleich (ohne Dusche... baehh) weiter ins Dorf, um uns ein wenig umzusehen und die morgige Tour zu buchen... da Harry und ich der Meinung sind, dass man sein Geld lieber bei der lokalen Bevoelkerung und nicht bei groesseren Reiseveranstaltern lassen sollte, haben wir uns dazu entschlossen uns einen privaten Guide zu suchen, wobei "suchen" das falsche Wort waere... wir liessen uns vielmehr "finden"... also schnell auf die Haupttourimeile, ein kleinwenig bloed geschaut und schon hat uns eine freundliche Chinsesin auf Englisch (sehr gut) angesprochen ob wir denn nicht an einer Tour interessiert waeren. Yeah, genau was wir gesucht hatten... und dazu noch perfektes Englisch! Und das anze gerade mal fuer 50 RMB/Person... Spitze :-)

Also werden wir uns morgen frueh mit ihr, ihr Name ist Rose (immerhin nicht Pinky), ein paar Mountain Bikes mieten und die Gegend unsicher machen. Zu besichten gibt es hier sehr vieles, wie z.b. den Moon Hill, die Hoelen in denen man Schlammcatchen kann (pass nur auf Harry, ich hau di um!) sowie noch viels anderes, das euch Harry morgen ans Herz legen wird :-)

Wir werden uns nun auch wieder langsam Richtung Bar verziehen um noch ein paar Gute Nacht Bierchen zu zischen ;-) hier kostet ein Bier in der Bar gerade mal 70 Eur Cent... was fuer ein Witz fuer 650 ml... und es schmeckt :-)

Also liebe Familien, Partner und Freunde, bald ist das lange Warten zu Ende und ihr habt eure Jungs wieder :-)

Euer

Chris & Harry

PS: Wen ihr mal ne billige Absteige mit nem versifften Klo so wir wir habt, dann sucht euch einfach das naechste Lusxushotel, latscht selbstsicher in die Lobby hinein, sucht das WC und verrichtet euer Geschaeft... welch Luxus, und das mit Aircon fuer 0 EUR :-) Und wenn man es nicht findet, dann fragt einfach danach... es funktioniert, wir haben es oefters auf der Reise probiert :-)

1.10.04

Viehtransport in China und Tiger Beer

Zum Glueck haben wir tatsaechlich noch Tickets in der Softsleeper Klasse bekommen, also mit Aircon und gemuetlichen Betten. Die Fahrt wird knapp 20 Stunden dauern, aber das ist angesichts einer Strecke von 830 Kilometern und einer Wartezeit von 4 Stunden an der Grenze (ahhhhhhhhhh, Hass...) ganz in Ordnung... wir haben immer noch die Hofnung ein klein wenig schlafen zu koennen... ich pack auch noch ein paar Doeschen Tiger Beer ein :-)

Wo wir ja schon beim Thema waeren. Bis zu dieser Asienreise waren wir noch nicht in den Genuss gekommen dieses edle Troepfchen schluerfen zu duerfen... selbst als ich in Hongkong gelebt hatte war mir dieses Bier noch nie unter die Augen bzw. in meinen Schlund gekommen...

Doch dafuer ist es jetzt umso leckerer... und das wo wir sonst kaum Lager Bier sondern haupsaechlich Weissbier (hochdaitsch: Weizenbier) trinken. Zu dem exzellenten Geschmack kommt auch noch ein wunderschoenes Flaschen- und Dosendesign hinzu, welches uns dazu bewegt hat diverse T-Shirts, und hoffentlich bald auch Cappies, zu kaufen.


Auf www.ratebeer.com hat das Bier nicht eine solch hohe Punktzahl bekommen wie es in unseren Augen verdient haette... aber ueber Geschmack sollte man bekanntlich nicht streiten :-)

Also liebe Freunde, wir lesen uns wieder in China ^_^

Liebe Gruesse

Chris & Harry

Nationalfeiertag in China oder "Wie suche ich mit den schlechtesten Tag zum Reisen aus?"

Ein kurzer Nachtrag meinerseits wo ich doch so schreibfaul war die letzten Tage ;-)

Wie wir gerade bemerkt haben ist morgen, also am ersten Oktober, der chinesische Nationalfeiertag, an dem sich halb China in Bewegung setzen soll... und das wo wir nach China reisen toll... manchmal denke ich echt das kann nicht wahr sein mit unserem Timing

*grutzituerkennochamalzefixluja*

Wuenscht uns Glueck, dass wir morgen noch ein Ticket bekommen... ansonsten muessen wir 20 Stunden im Gueterwagon verbringen :-o

Schoene Gruesse an alle, wir habens bald geschafft

Euer

Chris & Harry

30.09.04

Trekking in Halong Bay und Rueckkehr nach Hanoi

Der zweite Tag in Halong Bay sollte eigentlich ganz gemuetlich werden. Fruehstueck an Bord, dann eine 2,5-stuendige leichte Trekkingtour auf Cat Ba Island, spaeter Strandsandln und schwimmen. Gaaaanz relaxed also.

Um 7 Uhr frueh war die Nacht schon vorbei. Kein Weckruf oder aehnliches, aber wenn der Strom ausgemacht wird und der Ventilator ausgeht, ist das nicht mehr so gemuetlich. Das Fruehstueck war dann auch nicht so wirklich prickelnd. Nicht angetoasteter Toast, nur wenig schmackhafter Frischkaese dazu, naja, egal. Gab schon schlimmeres.

Zur Trekkingtour sind wir dann frohen Mutes in Sandalen (meiner einer) und Badeschlappen (Chris) aufgebrochen. Etwas Wasser im Gepaeck, wird schon reichen. Die anderen 4 Tourteilnehmer waren auch nicht besser ausgestattet. Unser Guide stellte sich auf der Busfahrt zum Startpunkt vor und schnell war klar, dass es mit der Verstaendigung unterwegs etwas haklig werden sollte.

Dann gings den ersten Berg hoch und unsere kleine Berggazelle (lies: unser Guide) legte ein Tempo vor, dass angesichts der hohen Aussentemperaturen fuer den Standardwestler nicht gerade angemessen war. Zwei Minuten spaeter waren dann auch gleich alle mal durchgeschwitzt. Nach fuenf Minuten kamen die ersten (vollkommen berechtigten) Beschwerden der beiden aelteren Teilnehmer. Kurze Zeit danach hatte sich unsere illustre Truppe auf 3 Personen + Guide verkleinert, da sich deutlich abzeichnete, dass es sicherlich keine einfache Tour sein wuerde. Die anderen drei Leute drehten also um und warteten die naechsten 3 Stunden am Startpunkt. Unser Guide versicherte ihnen, dass wir sie dann abholen wuerden. Um es vorwegzunehmen: natuerlich wurden sie vergessen und erst auf erneutes Anfragen erinnerte man sich an die urspruengliche Abmachung.

Nun gut, zurueck zum Thema. Chris, meine Wenigkeit und eine Hollaenderin hetzten also weiter dem Guide hinterher. Ueber Stock und Stein, rauf und runter. Ob man eigentlich noch von Trekking sprechen konnte oder ob es eher Climbing war ... ? Irgendwas wohl dazwischen. Dies alles wohlgemerkt mit dem oben erwaehnten Top Equipment.
In den Cameron Highlands hatten wir ja beim Trekking bereits Erfahrungen gesammelt, wenn man die eigenen Grenzen eigentlich ueberschreitet und nun sollte es aehnlich werden. Zwar war der Weg insgesamt etwas weniger schwierig, aber dafuer machten uns die Temperaturen von 30 Grad doch sehr zu schaffen. Voellig durchnaesst und erschoepft erreichten wir dann nach 2 Stunden den Gipfel. Oben haben wir die obligatorischen Panoramabilder geschossen und die Gelegenheit, mein T-Shirt auszuwringen hab ich dann auch noch genutzt. Die Videos dazu werden bei Gelegenheit nachgereicht und haben bereits heute das Potenzial zum Klassiker.

Die nachmittaegliche Strandsession konnten wir dann also so richtig geniessen. Mit den beiden Hollaenderinnen haben wir dann noch geredet und festgestellt, wie aehnlich die Reiserouten doch waren. Fast gleichzeitig in Singapur gestartet sind, diverse Ueberschneidungen bei den Orten, Full Moon Party, sogar dasselbe abgelegene Hotel auf Koh Phi Phi und der Oberhammer natuerlich, dass wir in derselben Tubinggruppe in Vang Vieng (Laos) waren, ohne aufeinander zu achten. Nur die Happy Pizzas & Shakes haben wir dort im Gegensatz zu ihnen ausgelassen.

Abends konnten wir dann nachholen, was wir tags zuvor aus Faulheit ausgelassen hatten - Nachtschwimmen. War echt eine coole Sache und das fluoreszierende Plankton haben wir auch gesehen. Ebenso nicht zu uebersehen waren die an Bord anwesenden Englaender, die jedes Klischee und Vorurteil erfuellten. Um politisch korrekt zu bleiben, zitiere ich hier mal lieber den anwesenden Hollaender, der das in etwa so formulierte: "Ja, das ist immer so mit denen. Jeden Abend dasselbe. Nur Bloedsaufen im Kopf".
Wir berichten hier ja nur objektiv.

Wie immer noch ein paar Worte aus der Rubrik "Erwaehnenswert":
Kakerlaken! Auf dem Deck, beim Essen, im Zimmer. Einfach ueberall. Gut, dass ich seit Koh Pha-Ngan eine unverbrauchte grosse Dose Baygon Moskito- und Cockroachkiller dabei habe. So duftete es im Zimmer dann auch nicht nach Diesel oder Toilette, sondern sogar halbwegs angenehm und beruhigt schlafen konnte man auch. "Off", das Autan Suedostasiens, wirkt uebrigens auch, allerdings dann besser als eine Art unsichtbare Grenze, ueber die die Kakerlaken nicht drueberlatschen. Also einmal rund um die Bettdecke und erholsam einpennen. Mahlzeit uebrigens.

Heute gings dann zurueck nach Hanoi, wo wir noch ein bisschen die Stadt unsicher machen werden. Heute ist es merklich ruhiger als vor ein paar Tagen, da wir wohl zufaellig an einem Tag ankamen, wo hier abends der Ausnahmezustand herrschte. Und morgen gehts dann weiter nach China. 832km mit Zug im klimatisierten Schlafwagen, fast einen ganzen Tag lang. Von dort aus ist es gar nicht mal mehr so weit bis nach Hongkong.

Viele Gruesse aus Hanoi, dieses Mal an alle, die sich schon so richtig auf unsere Rueckkehr freuen. :)

Harry & Chris

29.09.04

Halong Bay - Arschbomben, Tipps wie man sich Freunde fuers Leben schafft und noch viel mehr

6 Uhr frueh, das Zimmer ist auf 17ºC runtergekuehlt, aber dank zweier dicker Bettdecken ist es trotzdem schoen warm. Richtig gemuetliches Pennen, eigentlich klasse.

Biep-biep, biep-biep, biep-biep.

Verdammt, aufstehen. Halong Bay wartet. Also wieder einmal Sachen packen & auschecken, man gewoehnt sich dran. Mittlerweile haben wir an 20 verschiedenen Orten uebernachtet (Transit-Uebernachtungen nicht mitgezaehlt). Am Reiseveranstalter angekommen gabs dann noch das uebliche Abklappern von anderen Veranstaltern, bis der Minibus auch bis zum letzten Platz voll war. Wir haben uns zu zweit auf die viersitzige Rueckbank verzogen und da erstmal auf unsere unverschaemte Art und Weise alles blockiert. Eine von Chris ganz klar als Franzoesin identifizierte Frau meinte erst, wir muessten wohl noch Platz machen, spaeter gabs nur noch "You are lucky", nachdem sich keiner mehr hinhockte. Im guten Gewissen meinte Chris zu mir "Kann die sich nicht um ihren eigenen Scheiss kuemmern?". Dumm war dann nur, dass es sich gar nicht um eine Franzoesin, sondern um eine Schweizerin handelte. So haben wir uns schonmal Freunde fuer den weiteren Tag gemacht.

Der regelmaessige Leser wird sich wohl bereits ohne weitere Erwaehnung denken koennen, was uns die Fahrt so gebracht hat. Richtig, einen Scammer-Stopp. Nach etwa einer Stunde hielten wir an einem Outlet-Store fuer diversen Muell ... aehm, Verzeihung, Handicraft Village mit ganz tollen Souvenirs. Ok, ist etwas uebertrieben, denn ein paar schoene Sachen gabs dann schon und die Schnapsflasche mit einer angeblich echten Schlange drin zur Steigerung der maennlichen Leistungsfaehigkeit in saemtlichen Lebenslagen hatte es Chris echt angetan.

Angekommen in Halong City gings dann aufs Boot und von dort aus quer durch die hundertfach aus dem Wasser ragenden Inseln. Wir hatten uns den Platz ganz vorne am Bug ausgesucht, um den Fahrtwind zu geniessen und bei einem kuehlen, die Kehle heruntertropfenden Bier die Beine baumeln zu lassen. Leider wars etwas diesig, aber wenn man etwas naeher an die Felsen rankam, kamen die Farben dann doch noch richtig gut heraus. Das Mittagessen war so-so, wie man es so schoen sagt. Geteilte Platten sind irgendwie doch nicht ganz unser Ding, besonders wenn jeder mit seinen Essstaebchen im selben Topf rumstochert.

Nach vollzogenem Schmaus stand dann erstmal die Besichtigung einer Hoehle auf dem Programm. Im Laufe von Millionen von Jahren hat hier das Wasser einige echt schoene und grosse Tropfsteinhoehlen geschaffen. Viel zu erzaehlen gibts dazu leider nicht, wir muessen hier auf den in wenigen Wochen erscheinden 2000-seitigen Bildband "Zwei Muenchner beim Posen in Asien" verweisen. Sehenswert wars aber allemal.

Ein weiteres Highlight stellte eine Fahrt in eine komplett abgeschlossene Bucht dar. Der einzige Zugang war ueber Wasser durch einen gerade mal 1 Meter hohe Tunnel. Viele Leute auf dem Boot wissen wohl noch immer nicht, was sie verpasst haben, denn die Resonanz auf diesen optionalen Tripp war sehr gering. Gut so, denn die faulen Hintern vermisst sicher niemand auf den Fotos.
Innen drin in der Bucht gabs dann allerlei Karstformationen zu bestaunen und den kleinen Zugang konnte man fast nicht mehr sehen. Es war in etwa so, wie es einem der Film "The Beach" mit Computereffekten vorgaukelt, abzueglich dem Sandstrand, denn den gabs hier leider nicht.

Abends fuhren wir dann in eine geschuetzte Bucht, in der wir dann vom 6 Meter hohen Aussichtsdeck (haha) gezielte Arschbomben ins Wasser abliessen. Das eine oder andere Bier musste dann auch noch dran glauben, aber wir habens recht ruhig angehen lassen.

Der Vollmond brachte dann nachts sowohl einen positiven als auch einen negativen Effekt. Durch das erhoehte Lichtaufkommen konnten wir die uns umgebenen Kartformationen sehr gut sehen und auch die Tatsache, dass man einen richtigen Schatten (nicht geistig!) um Mitternacht hatte, war auch noch bemerkenswert. Von unserem Zimmer hatten wir dann auch noch eine klasse Aussicht auf bereits erwaehnte Berge.
Leider konnte man aber durch das Licht einen besonderen Effekt deutlich geringer sehen als z.B. bei Neumond. Bei Bewegungen im dunklen Wasser konnte man fluoreszierendes Plankton sehen, was dann in etwa so gestaltete, dass die direkte Umgebung um einen herum immer wieder kleine Blitze im Wasser aufwies. Laut einem Franzosen an Bord soll dies nur an ganz wenigen Orten auf der Erde der Fall sein. Morgen werden wir dann selber beim naechtlichen Schwimmen das Ganze mal aus der Naehe inspizieren.

Erwaehnen muessen wir dann auch die beiden Australier (Mutter & Sohn), mit denen wir gestern eine ganze Weile abends geredet haben. Nun wissen wir, dass es in Australien manchen Ort gibt, in dem Deutsch quasi die Amtssprache ist und den besten Wein stellen auch deutsche Auswanderer her. Und Fosters soll eine ueble Pissbruehe sein. Am Ende haben wir dann auch noch eine Einladung bekommen, die wir sicherlich gerne annehmen werden, wenn wir mal nach Australien vorstossen sollten. Dann gehts auf Safari und wehe dem fiesen Koalabaer, der direkt auf uns zukommt!!

Dank einem Stromausfall und anschliessendem nicht funktionierenden Internet darf ich den zweiten Teil dieses nun bereits zum dritten Mal schreiben, was mich natuerlich sehr erfreut. Danke, liebes Stromnetz. Danke.

Zur Trekkingtour, die wir gerade hinter uns gebracht haben, aeussere ich mich dann im naechsten Beitrag. Dafuer bin ich jetzt einfach zu fertig.

Viele Gruesse von Cat Ba Island
Harry & Chris

28.09.04

Mopeds und Verkehrschaos in Hanoi - Vietnam

Heute war eigentlich der erste Tag, den wir in Hanoi verbringen durfte, so hatten wir uns nicht viel davon erwartet ausser ein wenig Sightseeing und gutes Essen... doch ich muss sagen, das wir, besonders ich, sehr beeindruckt sind von dieser Stadt und ihren Bewohnern.

Es ist wirklich krass zu sehen, wie stark sich doch die einzelnen suedostasiatischen Laender voneinander unterscheiden... auf der einen Seite die Bewohner von Lao(s), die scheinbar die Ruhe selbst sind und bei denen jegliche Anstrengung als ueberfluessig bewertet wird, und auf der anderen Seite die Vietnamesen, die scheinbar im totalen Chaos und in Hektik leben und das auch geniessen.

Gestern kam es eben dann, dass wir im Legends Cafe im ersten Stock auf dem Balkon sassen mit perfektem Blick auf einer der grossen Kreuzungen im Old Quarter von Hanoi. Man muss sich das so vorstellen: eine riesige Kreuzung in die 5 Strassen muenden, keine einzige Ampel, 5 Zebrastreifen die nur der Verzierung dienen und ungefaehr 150 Mopeds, die gleichzeitig auf dieser Kreuzung fahren/stehen/ausweichen und untentwegt hupen. Fuer den gemeinen Europaeer erscheint das sicher als absolutes Chaos (wenn man nicht gerade Sueditaliener ist) in dem man unmoeglich die Strasse sicher ueberqueren kann.... doch die Technik macht es aus. Man muss einfach langsam und zielstrebig die Strasse ueberqueren, so dass die Flut von Mopeds um einen herum ausweichen kann... das Gefuehl kommt am naehesten an das heran, wenn man an einer Klippe steht und einen Schritt Richtung Abgrund macht :-) aber es funktioniert... und das zaehlt wohl.

Gestern war zusaetzlich auch noch Vollmond, so dass wahrscheinlich ganz Hanoi auf die Mopeds gestiegen ist um dieses Ereignis mit Lampen, Lichtern und Leuchtstaeben zu feiern... auf den Strassen versteht sich... ein wahnsinniges Chaos, aber es war ein Genuss oben auf dem Balkon zu stehen und dem Treiben mit einem (spaeter 2) Glas Weissbier zu folgen.


Leider konnten wir uns nicht das Mausolaeum von Ho Chi Minh ansehen, da der gerade zur Restauration in Russland ist. Leider waren ebenso viele andere Sightseeingpunkte geschlossen, so wie jeden Montag. Zum Glueck konnten wir uns aber den Temple of Literature ansehen, der 1070 zu Ehren von Konfuzius erbaut wirde... wirklich sehr beeindruckend... zumindest das was die Amerikaner nicht zerbombt haben.

Last but not least waere da zu erwaehnen, das man hier in Hanoi wunderbar mit Rikschas fahren kann, also modifizierte Fahrraeder mit Sitzkoerben an der Front. Eigentlich sind die Dinger nur fuer 2 Asiaten oder einen Europaeer gedacht, doch als wir mit unseren Backpacks ankamen bestand der Fahrer unbedingt darauf uns beide zu unserem Guesthaus zu fahren... also die Rucksaecke vorne drauf und dann noch wir beide dazu, also mit Bike und Fahrer sicher 250 Kilo, die der arme Kerl mit Muskelkraft bewegen musste... anfaenglich war es uns ein wenig peinlich und wir haben Traenen gelacht, doch nachher konnten wir es echt geniessen, wenn da nicht die Schmerzen im Becken nicht so stark gewesen waeren :-)

So, nun geht es aber auch schon los Richtung Halong Bay, einem weiteren Unseco Weltkulturerbe auf unserer Liste der Must Sees :-0 Harry wird berichten.

Liebe Gruesse aus Vietnam

Euer Chris & Harry (beide schon etwas erschoepft)

PS: Conny, ich werde versuchen noch irgendwo die von Dutch Cappies aufzutreiben, aber der beste Platz waere in Bangkok gewesen... ich gebe aber natuerlich mein Bestes und halte dich auf dem Laufenden :-)

27.09.04

Hoch gepokert - hoch gewonnen... Hanoi ahoi!

Wir habens tatsaechlich geschafft, in Hanoi anzukommen - zeitlich ganz nach Plan, wenn auch nur haarscharf. Aber das ganze mal von Vorne...

Wie Chris im letzten Beitrag schon geschrieben hat, hatten wir den Nachtbus um 19:30 gebucht, der angeblich so gegen 5:00 frueh in Vientiane ankommen sollte. Ein ganz schlauer Travel Agent wollte uns noch einen Bus um 17:30 andrehen, der aber nach einem kurzen Abstecher zum Busbahnhof gar nicht existierte. Dumm gelaufen, so hat er sich selber ums Geschaeft gebracht.

Es kam so, wie es kommen musste. Der gerammelt volle Bus hielt staendig an, Fahrer und Personal vergewisserten sich jede (gefuehlte) Viertelstunde, ob die Reifen noch ganz waren und bergauf kamen wir dank Reissaecken, diverser Fracht und Motorrad auf dem Dach kaum voran. Dann zickte auch noch das Getriebe rum und die letzten Stunden wurde wohl nie der erste Gang eingelegt. Macht ja nix, wir haben ja Zeit.

Nein, verdammt, wir hatten keine Zeit, ausnahmsweise mal nicht. Allen bisherigen Erfahrungen mit diversen semi-kaputten Bussen, Verspaetungen und Scammerei zum Trotz hatten (nachdem ich mich irgendwann dann total muerbe dem Risiko gebeugt hatte) wir sogar schon in Luang Prabang einen Weiterflug fuer 8:00 Uhr morgens gebucht. Zum Schweiss im Bus dank mangelhafter Klimaanlage kam nun auch das beruehmt-beruechtigte Arschwasser (lies: Angstschweiss) hinzu.

Gegen 4 Uhr nachts bin ich dann noch aufs Dach des Busses gekrachselt, um von dort unser Gepaeck in greifbare Naehe zu verfrachten, damit wir direkt am Flughafen aus dem Bus springen konnten und nicht erst zum Busbahnhof gekarrt wurden. Dementsprechend verdreckt sah dann meine Hose heute frueh auch aus. :) Aber was tut man nicht alles, wenn man weiss, dass man bereits 2,5 Stunden Verspaetung hat.

Die letzten Stunden gings dann wieder einigermassen zuegig voran und wir haben es doch tatsaechlich geschafft, um kurz vor halb 8 den Flughafen zu erreichen. Dass wir dafuer die letzten 1000m wie die Saeue rennen mussten (und dementsprechend schwitzten) sei da nur am Rande bemerkt. Gott sei Dank lief dann vor Ort alles problemlos und selbst mein Taschenmesser, dass ich im Handgepaeck vergessen hatte, konnte ich in Hanoi am Lost&Found-Schalter abholen - so einen Service gibts in Deutschland nicht.

Geflogen sind wir mit einer alten franzoesischen Propellermaschine, der zumindest am linken Fluegel ein paar Nieten fehlten. Veranstalter war uebrigens Lao Aviation, die noch immer keine Schadensstatistik veroeffentlichen... ein Schelm, wer Arges denkt. Das war uns dann letztendlich ziemlich egal und gesund und munter angekommen sind wir auch, wie man ja hier lesen kann.

Und was es fuer eine Ankunft war. Vom Flughafen ab in den Minibus und in 45 Minuten nach Hanoi City. Auf dem Weg wurden die Mopeds immer mehr, bis dann irgendwann nur noch Zweiraeder um einen herum wuselten. Faszinierenderweise gibt es so gut wie keine Ampeln und das Ueberqueren der Fahrbahn durch den fliessenden Verkehr hindurch ist immer wieder eine kleine Mutprobe.
Groesser haette der Kontrast zum eher verschlafenen und schon richtig provokant relaxten Laos nicht sein koennen. Dort alle paar Minuten mal ein motorisiertes Vehikel, hier das (fuer den Durchschnittseuropaeer) totale Chaos. Morgen werden wir dem ganzen wohl schon fuer 3 Tage entfliehen, um einen Abstecher nach Halong Bay zu machen. Ob es von dort Updates gibt, kann wohl nicht mal Konfizius voraussagen, denn wir werden 2 Naechte lang auf einem Boot pennen. Wir werden dort viel schwimmen, Grotten anschauen und Chris hat irgendwas von Schlammcatchen in irgendwelchen Hoehlen erzaehlt...
[EDIT: Dass mit dem Catchen bezog sich auf China, nicht auf Halong Bay]

Und dann wollte ich uns noch schnell in eigener Sache dafuer loben, dass wir es trotz zahlreicher Angebote weiterhin schaffen, drogenfrei durch Asien zu reisen. Opium, Marijuhana, Pilze ... all dies wird einem gerne mal auf der Strasse angeboten. Also liebe Kinder, machts wie die beiden reisenden Studenten und schaut vielleicht mal zu tief ins Glas, aber Pfoten weg von allem Anderen. Danke fuer die Aufmerksamkeit!

Viele Gruesse aus Hanoi, insbesondere an Phuong My und Familie!
Harry & Chris

Backpacking South East Asia: Aug. 9th - Oct. 19th

Vom 9. August bis zum 19. Oktober 2004 waren wir, das sind Harry und Chris, in Südostasien auf Tour. Während dieser aufregenden Reise haben wir zahlreiche Einträge über unsere Erlebnisse verfasst um unsere Freunde auf dem Laufenden zu halten und später all die Eindrücke besser verarbeiten zu können ^_^

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