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30.09.04

Trekking in Halong Bay und Rueckkehr nach Hanoi

Der zweite Tag in Halong Bay sollte eigentlich ganz gemuetlich werden. Fruehstueck an Bord, dann eine 2,5-stuendige leichte Trekkingtour auf Cat Ba Island, spaeter Strandsandln und schwimmen. Gaaaanz relaxed also.

Um 7 Uhr frueh war die Nacht schon vorbei. Kein Weckruf oder aehnliches, aber wenn der Strom ausgemacht wird und der Ventilator ausgeht, ist das nicht mehr so gemuetlich. Das Fruehstueck war dann auch nicht so wirklich prickelnd. Nicht angetoasteter Toast, nur wenig schmackhafter Frischkaese dazu, naja, egal. Gab schon schlimmeres.

Zur Trekkingtour sind wir dann frohen Mutes in Sandalen (meiner einer) und Badeschlappen (Chris) aufgebrochen. Etwas Wasser im Gepaeck, wird schon reichen. Die anderen 4 Tourteilnehmer waren auch nicht besser ausgestattet. Unser Guide stellte sich auf der Busfahrt zum Startpunkt vor und schnell war klar, dass es mit der Verstaendigung unterwegs etwas haklig werden sollte.

Dann gings den ersten Berg hoch und unsere kleine Berggazelle (lies: unser Guide) legte ein Tempo vor, dass angesichts der hohen Aussentemperaturen fuer den Standardwestler nicht gerade angemessen war. Zwei Minuten spaeter waren dann auch gleich alle mal durchgeschwitzt. Nach fuenf Minuten kamen die ersten (vollkommen berechtigten) Beschwerden der beiden aelteren Teilnehmer. Kurze Zeit danach hatte sich unsere illustre Truppe auf 3 Personen + Guide verkleinert, da sich deutlich abzeichnete, dass es sicherlich keine einfache Tour sein wuerde. Die anderen drei Leute drehten also um und warteten die naechsten 3 Stunden am Startpunkt. Unser Guide versicherte ihnen, dass wir sie dann abholen wuerden. Um es vorwegzunehmen: natuerlich wurden sie vergessen und erst auf erneutes Anfragen erinnerte man sich an die urspruengliche Abmachung.

Nun gut, zurueck zum Thema. Chris, meine Wenigkeit und eine Hollaenderin hetzten also weiter dem Guide hinterher. Ueber Stock und Stein, rauf und runter. Ob man eigentlich noch von Trekking sprechen konnte oder ob es eher Climbing war ... ? Irgendwas wohl dazwischen. Dies alles wohlgemerkt mit dem oben erwaehnten Top Equipment.
In den Cameron Highlands hatten wir ja beim Trekking bereits Erfahrungen gesammelt, wenn man die eigenen Grenzen eigentlich ueberschreitet und nun sollte es aehnlich werden. Zwar war der Weg insgesamt etwas weniger schwierig, aber dafuer machten uns die Temperaturen von 30 Grad doch sehr zu schaffen. Voellig durchnaesst und erschoepft erreichten wir dann nach 2 Stunden den Gipfel. Oben haben wir die obligatorischen Panoramabilder geschossen und die Gelegenheit, mein T-Shirt auszuwringen hab ich dann auch noch genutzt. Die Videos dazu werden bei Gelegenheit nachgereicht und haben bereits heute das Potenzial zum Klassiker.

Die nachmittaegliche Strandsession konnten wir dann also so richtig geniessen. Mit den beiden Hollaenderinnen haben wir dann noch geredet und festgestellt, wie aehnlich die Reiserouten doch waren. Fast gleichzeitig in Singapur gestartet sind, diverse Ueberschneidungen bei den Orten, Full Moon Party, sogar dasselbe abgelegene Hotel auf Koh Phi Phi und der Oberhammer natuerlich, dass wir in derselben Tubinggruppe in Vang Vieng (Laos) waren, ohne aufeinander zu achten. Nur die Happy Pizzas & Shakes haben wir dort im Gegensatz zu ihnen ausgelassen.

Abends konnten wir dann nachholen, was wir tags zuvor aus Faulheit ausgelassen hatten - Nachtschwimmen. War echt eine coole Sache und das fluoreszierende Plankton haben wir auch gesehen. Ebenso nicht zu uebersehen waren die an Bord anwesenden Englaender, die jedes Klischee und Vorurteil erfuellten. Um politisch korrekt zu bleiben, zitiere ich hier mal lieber den anwesenden Hollaender, der das in etwa so formulierte: "Ja, das ist immer so mit denen. Jeden Abend dasselbe. Nur Bloedsaufen im Kopf".
Wir berichten hier ja nur objektiv.

Wie immer noch ein paar Worte aus der Rubrik "Erwaehnenswert":
Kakerlaken! Auf dem Deck, beim Essen, im Zimmer. Einfach ueberall. Gut, dass ich seit Koh Pha-Ngan eine unverbrauchte grosse Dose Baygon Moskito- und Cockroachkiller dabei habe. So duftete es im Zimmer dann auch nicht nach Diesel oder Toilette, sondern sogar halbwegs angenehm und beruhigt schlafen konnte man auch. "Off", das Autan Suedostasiens, wirkt uebrigens auch, allerdings dann besser als eine Art unsichtbare Grenze, ueber die die Kakerlaken nicht drueberlatschen. Also einmal rund um die Bettdecke und erholsam einpennen. Mahlzeit uebrigens.

Heute gings dann zurueck nach Hanoi, wo wir noch ein bisschen die Stadt unsicher machen werden. Heute ist es merklich ruhiger als vor ein paar Tagen, da wir wohl zufaellig an einem Tag ankamen, wo hier abends der Ausnahmezustand herrschte. Und morgen gehts dann weiter nach China. 832km mit Zug im klimatisierten Schlafwagen, fast einen ganzen Tag lang. Von dort aus ist es gar nicht mal mehr so weit bis nach Hongkong.

Viele Gruesse aus Hanoi, dieses Mal an alle, die sich schon so richtig auf unsere Rueckkehr freuen. :)

Harry & Chris

29.09.04

Halong Bay - Arschbomben, Tipps wie man sich Freunde fuers Leben schafft und noch viel mehr

6 Uhr frueh, das Zimmer ist auf 17ºC runtergekuehlt, aber dank zweier dicker Bettdecken ist es trotzdem schoen warm. Richtig gemuetliches Pennen, eigentlich klasse.

Biep-biep, biep-biep, biep-biep.

Verdammt, aufstehen. Halong Bay wartet. Also wieder einmal Sachen packen & auschecken, man gewoehnt sich dran. Mittlerweile haben wir an 20 verschiedenen Orten uebernachtet (Transit-Uebernachtungen nicht mitgezaehlt). Am Reiseveranstalter angekommen gabs dann noch das uebliche Abklappern von anderen Veranstaltern, bis der Minibus auch bis zum letzten Platz voll war. Wir haben uns zu zweit auf die viersitzige Rueckbank verzogen und da erstmal auf unsere unverschaemte Art und Weise alles blockiert. Eine von Chris ganz klar als Franzoesin identifizierte Frau meinte erst, wir muessten wohl noch Platz machen, spaeter gabs nur noch "You are lucky", nachdem sich keiner mehr hinhockte. Im guten Gewissen meinte Chris zu mir "Kann die sich nicht um ihren eigenen Scheiss kuemmern?". Dumm war dann nur, dass es sich gar nicht um eine Franzoesin, sondern um eine Schweizerin handelte. So haben wir uns schonmal Freunde fuer den weiteren Tag gemacht.

Der regelmaessige Leser wird sich wohl bereits ohne weitere Erwaehnung denken koennen, was uns die Fahrt so gebracht hat. Richtig, einen Scammer-Stopp. Nach etwa einer Stunde hielten wir an einem Outlet-Store fuer diversen Muell ... aehm, Verzeihung, Handicraft Village mit ganz tollen Souvenirs. Ok, ist etwas uebertrieben, denn ein paar schoene Sachen gabs dann schon und die Schnapsflasche mit einer angeblich echten Schlange drin zur Steigerung der maennlichen Leistungsfaehigkeit in saemtlichen Lebenslagen hatte es Chris echt angetan.

Angekommen in Halong City gings dann aufs Boot und von dort aus quer durch die hundertfach aus dem Wasser ragenden Inseln. Wir hatten uns den Platz ganz vorne am Bug ausgesucht, um den Fahrtwind zu geniessen und bei einem kuehlen, die Kehle heruntertropfenden Bier die Beine baumeln zu lassen. Leider wars etwas diesig, aber wenn man etwas naeher an die Felsen rankam, kamen die Farben dann doch noch richtig gut heraus. Das Mittagessen war so-so, wie man es so schoen sagt. Geteilte Platten sind irgendwie doch nicht ganz unser Ding, besonders wenn jeder mit seinen Essstaebchen im selben Topf rumstochert.

Nach vollzogenem Schmaus stand dann erstmal die Besichtigung einer Hoehle auf dem Programm. Im Laufe von Millionen von Jahren hat hier das Wasser einige echt schoene und grosse Tropfsteinhoehlen geschaffen. Viel zu erzaehlen gibts dazu leider nicht, wir muessen hier auf den in wenigen Wochen erscheinden 2000-seitigen Bildband "Zwei Muenchner beim Posen in Asien" verweisen. Sehenswert wars aber allemal.

Ein weiteres Highlight stellte eine Fahrt in eine komplett abgeschlossene Bucht dar. Der einzige Zugang war ueber Wasser durch einen gerade mal 1 Meter hohe Tunnel. Viele Leute auf dem Boot wissen wohl noch immer nicht, was sie verpasst haben, denn die Resonanz auf diesen optionalen Tripp war sehr gering. Gut so, denn die faulen Hintern vermisst sicher niemand auf den Fotos.
Innen drin in der Bucht gabs dann allerlei Karstformationen zu bestaunen und den kleinen Zugang konnte man fast nicht mehr sehen. Es war in etwa so, wie es einem der Film "The Beach" mit Computereffekten vorgaukelt, abzueglich dem Sandstrand, denn den gabs hier leider nicht.

Abends fuhren wir dann in eine geschuetzte Bucht, in der wir dann vom 6 Meter hohen Aussichtsdeck (haha) gezielte Arschbomben ins Wasser abliessen. Das eine oder andere Bier musste dann auch noch dran glauben, aber wir habens recht ruhig angehen lassen.

Der Vollmond brachte dann nachts sowohl einen positiven als auch einen negativen Effekt. Durch das erhoehte Lichtaufkommen konnten wir die uns umgebenen Kartformationen sehr gut sehen und auch die Tatsache, dass man einen richtigen Schatten (nicht geistig!) um Mitternacht hatte, war auch noch bemerkenswert. Von unserem Zimmer hatten wir dann auch noch eine klasse Aussicht auf bereits erwaehnte Berge.
Leider konnte man aber durch das Licht einen besonderen Effekt deutlich geringer sehen als z.B. bei Neumond. Bei Bewegungen im dunklen Wasser konnte man fluoreszierendes Plankton sehen, was dann in etwa so gestaltete, dass die direkte Umgebung um einen herum immer wieder kleine Blitze im Wasser aufwies. Laut einem Franzosen an Bord soll dies nur an ganz wenigen Orten auf der Erde der Fall sein. Morgen werden wir dann selber beim naechtlichen Schwimmen das Ganze mal aus der Naehe inspizieren.

Erwaehnen muessen wir dann auch die beiden Australier (Mutter & Sohn), mit denen wir gestern eine ganze Weile abends geredet haben. Nun wissen wir, dass es in Australien manchen Ort gibt, in dem Deutsch quasi die Amtssprache ist und den besten Wein stellen auch deutsche Auswanderer her. Und Fosters soll eine ueble Pissbruehe sein. Am Ende haben wir dann auch noch eine Einladung bekommen, die wir sicherlich gerne annehmen werden, wenn wir mal nach Australien vorstossen sollten. Dann gehts auf Safari und wehe dem fiesen Koalabaer, der direkt auf uns zukommt!!

Dank einem Stromausfall und anschliessendem nicht funktionierenden Internet darf ich den zweiten Teil dieses nun bereits zum dritten Mal schreiben, was mich natuerlich sehr erfreut. Danke, liebes Stromnetz. Danke.

Zur Trekkingtour, die wir gerade hinter uns gebracht haben, aeussere ich mich dann im naechsten Beitrag. Dafuer bin ich jetzt einfach zu fertig.

Viele Gruesse von Cat Ba Island
Harry & Chris

28.09.04

Mopeds und Verkehrschaos in Hanoi - Vietnam

Heute war eigentlich der erste Tag, den wir in Hanoi verbringen durfte, so hatten wir uns nicht viel davon erwartet ausser ein wenig Sightseeing und gutes Essen... doch ich muss sagen, das wir, besonders ich, sehr beeindruckt sind von dieser Stadt und ihren Bewohnern.

Es ist wirklich krass zu sehen, wie stark sich doch die einzelnen suedostasiatischen Laender voneinander unterscheiden... auf der einen Seite die Bewohner von Lao(s), die scheinbar die Ruhe selbst sind und bei denen jegliche Anstrengung als ueberfluessig bewertet wird, und auf der anderen Seite die Vietnamesen, die scheinbar im totalen Chaos und in Hektik leben und das auch geniessen.

Gestern kam es eben dann, dass wir im Legends Cafe im ersten Stock auf dem Balkon sassen mit perfektem Blick auf einer der grossen Kreuzungen im Old Quarter von Hanoi. Man muss sich das so vorstellen: eine riesige Kreuzung in die 5 Strassen muenden, keine einzige Ampel, 5 Zebrastreifen die nur der Verzierung dienen und ungefaehr 150 Mopeds, die gleichzeitig auf dieser Kreuzung fahren/stehen/ausweichen und untentwegt hupen. Fuer den gemeinen Europaeer erscheint das sicher als absolutes Chaos (wenn man nicht gerade Sueditaliener ist) in dem man unmoeglich die Strasse sicher ueberqueren kann.... doch die Technik macht es aus. Man muss einfach langsam und zielstrebig die Strasse ueberqueren, so dass die Flut von Mopeds um einen herum ausweichen kann... das Gefuehl kommt am naehesten an das heran, wenn man an einer Klippe steht und einen Schritt Richtung Abgrund macht :-) aber es funktioniert... und das zaehlt wohl.

Gestern war zusaetzlich auch noch Vollmond, so dass wahrscheinlich ganz Hanoi auf die Mopeds gestiegen ist um dieses Ereignis mit Lampen, Lichtern und Leuchtstaeben zu feiern... auf den Strassen versteht sich... ein wahnsinniges Chaos, aber es war ein Genuss oben auf dem Balkon zu stehen und dem Treiben mit einem (spaeter 2) Glas Weissbier zu folgen.


Leider konnten wir uns nicht das Mausolaeum von Ho Chi Minh ansehen, da der gerade zur Restauration in Russland ist. Leider waren ebenso viele andere Sightseeingpunkte geschlossen, so wie jeden Montag. Zum Glueck konnten wir uns aber den Temple of Literature ansehen, der 1070 zu Ehren von Konfuzius erbaut wirde... wirklich sehr beeindruckend... zumindest das was die Amerikaner nicht zerbombt haben.

Last but not least waere da zu erwaehnen, das man hier in Hanoi wunderbar mit Rikschas fahren kann, also modifizierte Fahrraeder mit Sitzkoerben an der Front. Eigentlich sind die Dinger nur fuer 2 Asiaten oder einen Europaeer gedacht, doch als wir mit unseren Backpacks ankamen bestand der Fahrer unbedingt darauf uns beide zu unserem Guesthaus zu fahren... also die Rucksaecke vorne drauf und dann noch wir beide dazu, also mit Bike und Fahrer sicher 250 Kilo, die der arme Kerl mit Muskelkraft bewegen musste... anfaenglich war es uns ein wenig peinlich und wir haben Traenen gelacht, doch nachher konnten wir es echt geniessen, wenn da nicht die Schmerzen im Becken nicht so stark gewesen waeren :-)

So, nun geht es aber auch schon los Richtung Halong Bay, einem weiteren Unseco Weltkulturerbe auf unserer Liste der Must Sees :-0 Harry wird berichten.

Liebe Gruesse aus Vietnam

Euer Chris & Harry (beide schon etwas erschoepft)

PS: Conny, ich werde versuchen noch irgendwo die von Dutch Cappies aufzutreiben, aber der beste Platz waere in Bangkok gewesen... ich gebe aber natuerlich mein Bestes und halte dich auf dem Laufenden :-)

27.09.04

Hoch gepokert - hoch gewonnen... Hanoi ahoi!

Wir habens tatsaechlich geschafft, in Hanoi anzukommen - zeitlich ganz nach Plan, wenn auch nur haarscharf. Aber das ganze mal von Vorne...

Wie Chris im letzten Beitrag schon geschrieben hat, hatten wir den Nachtbus um 19:30 gebucht, der angeblich so gegen 5:00 frueh in Vientiane ankommen sollte. Ein ganz schlauer Travel Agent wollte uns noch einen Bus um 17:30 andrehen, der aber nach einem kurzen Abstecher zum Busbahnhof gar nicht existierte. Dumm gelaufen, so hat er sich selber ums Geschaeft gebracht.

Es kam so, wie es kommen musste. Der gerammelt volle Bus hielt staendig an, Fahrer und Personal vergewisserten sich jede (gefuehlte) Viertelstunde, ob die Reifen noch ganz waren und bergauf kamen wir dank Reissaecken, diverser Fracht und Motorrad auf dem Dach kaum voran. Dann zickte auch noch das Getriebe rum und die letzten Stunden wurde wohl nie der erste Gang eingelegt. Macht ja nix, wir haben ja Zeit.

Nein, verdammt, wir hatten keine Zeit, ausnahmsweise mal nicht. Allen bisherigen Erfahrungen mit diversen semi-kaputten Bussen, Verspaetungen und Scammerei zum Trotz hatten (nachdem ich mich irgendwann dann total muerbe dem Risiko gebeugt hatte) wir sogar schon in Luang Prabang einen Weiterflug fuer 8:00 Uhr morgens gebucht. Zum Schweiss im Bus dank mangelhafter Klimaanlage kam nun auch das beruehmt-beruechtigte Arschwasser (lies: Angstschweiss) hinzu.

Gegen 4 Uhr nachts bin ich dann noch aufs Dach des Busses gekrachselt, um von dort unser Gepaeck in greifbare Naehe zu verfrachten, damit wir direkt am Flughafen aus dem Bus springen konnten und nicht erst zum Busbahnhof gekarrt wurden. Dementsprechend verdreckt sah dann meine Hose heute frueh auch aus. :) Aber was tut man nicht alles, wenn man weiss, dass man bereits 2,5 Stunden Verspaetung hat.

Die letzten Stunden gings dann wieder einigermassen zuegig voran und wir haben es doch tatsaechlich geschafft, um kurz vor halb 8 den Flughafen zu erreichen. Dass wir dafuer die letzten 1000m wie die Saeue rennen mussten (und dementsprechend schwitzten) sei da nur am Rande bemerkt. Gott sei Dank lief dann vor Ort alles problemlos und selbst mein Taschenmesser, dass ich im Handgepaeck vergessen hatte, konnte ich in Hanoi am Lost&Found-Schalter abholen - so einen Service gibts in Deutschland nicht.

Geflogen sind wir mit einer alten franzoesischen Propellermaschine, der zumindest am linken Fluegel ein paar Nieten fehlten. Veranstalter war uebrigens Lao Aviation, die noch immer keine Schadensstatistik veroeffentlichen... ein Schelm, wer Arges denkt. Das war uns dann letztendlich ziemlich egal und gesund und munter angekommen sind wir auch, wie man ja hier lesen kann.

Und was es fuer eine Ankunft war. Vom Flughafen ab in den Minibus und in 45 Minuten nach Hanoi City. Auf dem Weg wurden die Mopeds immer mehr, bis dann irgendwann nur noch Zweiraeder um einen herum wuselten. Faszinierenderweise gibt es so gut wie keine Ampeln und das Ueberqueren der Fahrbahn durch den fliessenden Verkehr hindurch ist immer wieder eine kleine Mutprobe.
Groesser haette der Kontrast zum eher verschlafenen und schon richtig provokant relaxten Laos nicht sein koennen. Dort alle paar Minuten mal ein motorisiertes Vehikel, hier das (fuer den Durchschnittseuropaeer) totale Chaos. Morgen werden wir dem ganzen wohl schon fuer 3 Tage entfliehen, um einen Abstecher nach Halong Bay zu machen. Ob es von dort Updates gibt, kann wohl nicht mal Konfizius voraussagen, denn wir werden 2 Naechte lang auf einem Boot pennen. Wir werden dort viel schwimmen, Grotten anschauen und Chris hat irgendwas von Schlammcatchen in irgendwelchen Hoehlen erzaehlt...
[EDIT: Dass mit dem Catchen bezog sich auf China, nicht auf Halong Bay]

Und dann wollte ich uns noch schnell in eigener Sache dafuer loben, dass wir es trotz zahlreicher Angebote weiterhin schaffen, drogenfrei durch Asien zu reisen. Opium, Marijuhana, Pilze ... all dies wird einem gerne mal auf der Strasse angeboten. Also liebe Kinder, machts wie die beiden reisenden Studenten und schaut vielleicht mal zu tief ins Glas, aber Pfoten weg von allem Anderen. Danke fuer die Aufmerksamkeit!

Viele Gruesse aus Hanoi, insbesondere an Phuong My und Familie!
Harry & Chris

26.09.04

Die Tempel von Luang Prabang und www.airasia.com

Harry und ich sind fix und fertig... wir haben uns heute um die 20 Tempel und Wats hier in Luang Prabang angesehen, da wir ja nicht viel Zeit in diesem Staedtchen verbringen koennen... um genau zu sein fahren wir heute abend um 19:30 Uhr mit dem V.I/P. Bus (schrecklich wichtig) zuerueck nach Vientiane um von dort um 8 Uhr mrgens mit Air Laos nach Hanoi (vietnam) zu fliegen... wie Harry schon geschrieben hatte haben wir uns gegen den 30 Stunden Horror-Bustrip von Vientiane nach Hanoi entschieden, von dem sogar im Lonely Planet dringends abgeraten wird... dann zahlen wir doch lieber einmal 80 EUR und kommen erholt in Vietnam an.

Lustig ist auch, was wir heute fuer Angebote in der Travel Agency gesehen haben: da gab es zum Beispiel Busreisen von Luang Prabang nach Ho Chi Minh City die mit 2 Tagen und einer Nacht angegeben war... im Public Bus versteht sich... wer tut sich bitte sowas an? Low Budge Reise ok, aber man will doch auch Spass haben oder?


Naja, jedem das Seine... Harry und ich checken eben noch die unglaublich guenstigen Fluege auf www.airasia.com...

Da gibt es Fluege von Singapur nach Bangkok fuer 18 Eur und von Bangkok nach Macau fuer laecherliche 15 EUR... ahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh und wir quaelen uns bald 200 Stunden im Bus rum... aber wir wolten ja so viel Strecke wie moeglich am Boden und "landestypisch" zuruecklegen :-)

Leider hat sich uns immer noch nicht ganz eroeffnet warum diese Stadt zum Unesco Weltkulturerbe gehoert? Ok, die vielen uralten Tempel sind echt beeindruckend, aber ansonsten ist das hier einfach eine verschlafene Stadt in Laos (eine von vielen)... vielleicht sind wir aber auch einfach nur erdrueckt von all den Eindruecken, die wir in den letzten 7 Wochen hatten... wer soll all das verarbeiten?

Wir hoffen, dass das Lesen des Weblogs dabei helfen wird :-)

Drueckt uns die Daumen, dass wir unseren morgigen Flug noch erwischen, das wird sicher knapp wie der Travel Agent gemeint hat: "If god will you'll catch your flight... it depends if there have been landslides and rain the night before..."

Sehr ermutigend :-)

Liebe Gruesse

Chris & Harry

25.09.04

Luang Prabang - 200 Gramm Unesco-Kulturerbe, am Stueck bitte!

Schande ueber unser Haupt! Anders laesst es sich wohl nicht die Tatsache ausdruecken, dass wir es wohl tatsaechlich vollbringen werden, Laos gerade mal 6 Tage unserer Reise zu widmen.

Vientiane 1 Tag, Vang Vieng 3 Tage, Luang Prabang 1,5 Tage, dann zurueck nach Vientiane und mit dem Flugzeug nach Hanoi (teuer, aber extrem zeitsparend). Dem Laos-Kenner und -Liebhaber wird sich sicher der Magen umdrehen angesichts einer solchen Ignoranz gegenueber dem Angebot, das einem das Land bietet.

Neben mir hockt gerade ein Moench im Internet-Cafe und checkt seine Emails. Anscheinend geht doch nicht saemtlicher Fortschritt an Laos vorbei. Auf unserem Weg hierher haette man aber genau das Gegenteil behaupten koennen.

Fuer die ca. 180km von Vang Vieng haben wir knapp 6 Stunden gebraucht, was einerseits an 3 (!) Pausen lag, aber auch am Durchschnittstempo von 40km/h. Die Strasse an sich war in gutem Zustand, aber es ging bergauf und bergab, wodurch wir aber auch in den Genuss von wirklich erstklassigen Ausblicken auf die fast unberuehrten Taeler kamen. Alle paar Kilometer gabs ein kleines Dorf mit vielleicht je 50 Einwohnern, die wohl den ganzen Tag damit beschaeftigt sind, nichts zu tun. Und wenn sie doch was tun, dann sehr langsam.
Wir sind voll erwischt worden von diesem Land, wo wir bisher an einer Hand die Leute abzaehlen koennen, die etwas schneller zu Fuss unterwegs waren. Der ganze Lebensfluss scheint irgendwie gebremst und so fuehlen wir uns bereits wie diejenigen Asiaten, die innerhalb von einer Woche ganz Europa abklappern.

Es ist zwar kein schlechtes, zumindest aber ein komisches Gefuehl, einen solchen Stilbruch zu den oertlichen Gepflogenheiten an den Tag zu legen. Die morgige Sightseeing-Tour quer durch die Stadt wird weiter ihren Teil dazu beitragen. Ein Tag muss reichen, um hier die wichtigsten Sehenswuerdigkeiten zu betrachten und einen Eindruck zu erlangen, warum die Stadt vor einigen Jahren zum Unesco-Kulturerbe erklaert wurde. Bisher blieb uns dies verborgen, aber vielleicht liegts einfach nur an einer gewissen Muedigkeit nach der Fahrt.

Wir werden dann mal die Strassen unsicher machen und wenn alles perfekt klappt, kommt der naechste Eintrag bereits aus Vietnam. Drueckt uns also die Daumen.

Viele Gruesse aus Luang Prabang
Harry & Chris

@Melanie: Ist meine Mail von heute angekommen?

24.09.04

Militaertraining fuer Klaustrophobiker in Vang Vieng

Liebe Freunde...

leider bin ich heute viel zu faul irgend etwas zu schreiben. Ich hoffe ihr verzeit mir das, denn ich bin echt fix und fertig vom gestrigen Tag. Wir verbrachten wie bereits erwahnt den Tag damit mit dem Kajak herumzupaddeln... tja, und von den Beerstationen habe ich euch auch erzaehlt... zuviel Bier... dann abends auch noch mit den Einheimischen in der Disko und auf dem Flugfeld gefeiert bis zum Abwinken... Kater laesst gruessen, aber solange man jung ist geht das ja noch :-)

Highlight der gestrigen Tour war ber auf jeden Fall die "Hoehlenwanderung", wobei man hier weniger von Wanderung sondern eher von Militaertraining sprechen muesste. Als uns unser Guide zum Hoehlenengang brachte fragten wir ersteinmal wo er denn ueberhaupt sein, also der Eingang... er deutete nur auf ein kleines Loch im Felsen, das sich im Felsen befand... und das ganze unter Wasser! Wir also in die Tubes rein und dem Guide gefolgt. Tief Luft geholt und durch waren wir... ein fantastischer Anblick, in einer Hoehle zu schwimmen, die ihr Tageslicht nur Unterwasser bekommt... unheimlich irgendwie ^_^

Innen haben wir uns dann an einem Seil entlang gezogen, waehrend unser Guide damit beschaeftigt war die Lampe wieder zum Laufen zu bringen (angetrieben von einer Autobaterie).nach 30 Metern war das wasser dann so seicht, das man zu Fuss weiter gehen konnte. Jetzt merkten wir auch zum ersten mal warum es doch sinnvoll ist diese laecherlichen blauen Schutzhelme zu tragen :-) Harry ujnd meinereiner stiessen staendig gegen die Hoehlendecke, die immer niedriger wurde bis wir anfangen mussten zu kriechen... doch das war erst der Anfang... ab hier wurde es fuer Klaustrophobiker echt grausam. Total vermatscht durch das Kriechen (meine Badehose war vorher weiss) dachten wir, dass wir am Ende der engen Hoehle angelangt waeren: es war nur noch eine horizontale, ellipsenartige Oeffnung mit einer Hoehe von 40 cm zu sehen, als unmoeglich fuer so grosse Leute wie uns da durch zu kommen... das dachten wir zumindest. Doch dann legte sich der Guide auf den Ruecken und began sich durch die Oeffnung hindurchzurollen... man man man, ich habe ja sonst keine Platzangst, aber wenn man merkt, dass einem die Schultern im Felsen fast haengen bleiben, dann kann es einem auch ganz anders zu Mute werden...

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22.09.04

Tubing, Caving, Kayaking und Happy Shakes in Vang Vieng - Laos

Gestern hatten wir schon unsere Tickets fuer den Trip von Vientiane nach Vang Vieng bei einer privaten Busgesellschaft gekauft (keine oeffentlichen), da im vergangenen Jahr einige ungeklaerte Anschlaege auf oeffentliche Busse auf der Route 13 in Laos veruebt wurden. Aber macht euch jetzt mal keine Sorgen liebe Daheimgebliebenen und Erzeuger, wir sind heil angekommen ohne ausgeraubt oder gar weggebombt worden zu sein :-)

Aber leider gab es wieder asientypisch etwas Bus-gescame... man wie ich das liebe... es waere auch echt mal zuviel verlangt, wenn man das bekommt wofuer man bezahlt hat *kotz*

Gebucht hatten wir wie gesagt bei einer privaten Busgesellschaft, um genau zu sein ein VIP Bus der um 7.30 Uhr von Vientiane abfahren sollte... wir also um kurz nach 6 Uhr morgens aus den Federn (wir hatten uns den Luxus gegoennt und haben im Zimmer durch die Aircon gefroren... das hat man nicht jeden Tag in Asien) und ab zum Auschecken. Am Vorabend hatten wir den Typen an der Reception noch gefragt ob man evtl. auch vor 7 Uhr Fruehstueck (wofuer wir bezahlt hatten) bekommen koennte... er meinte "nein", da die Koechin noch nicht da sei... naja, ich schweife wieder ab.

Also wir runter zur Rezeption um Viertel vor Sieben und was sehen wir da? 2 Touris stopfen sich ihr American Breakfast rein und wir sollen hungern???? Nicht mit uns! Harry wurde zum Bestellen beordert waehrend ich die Auscheckformalitaeten erledigte... man, ich hasse es mein Fruestueck in 5 Minuten verschlingen zu muessen, aber bezahlt ist bezahlt... man koennte denken wir sind waschechte Schwaben und keine Bayern.

So, jetzt muss ich aber mal zum Punkt kommen. Fakt ist letztendlich, das wir um 7 wie verabredet am Bahnhof waren um in den Bus einzusteigen... doch leider war weit und breit keiner da. Kurz spaeter kam ein Laote (heissen die so?!?!?) und meinte der Bus fahre nicht von hier sondern von wo anders ab... klasse Aussage, typisch Asiate... wir also auf den Pickup samt Gepaeck und knapp 15 Minuten spaeter am anderen Bahnhof, der aber sehr nach "Einheimischen"-Bahnhof aussah. Dort wurde uns dann gesagt, dass "unser" Bus leider erst um 9 Uhr abfahrt. Na spitze, und deswegen mussten wir zu so unmenschlicher Zeit aus den Federn...

Unser Bus war schon in Ordnung und die Fahrt hat auch nur ca. 4 Stunden gedauert, aber es war echt lustig zu sehen, wie die lokale Bevoelkerung reist: Ein Bus, vollgequetscht mit Menschen. Dazwischen Saecke mit Reis oder Tieren. Wenn in die Fahrgastkabine nichts mehr passt wird das Dach des Buses beladen. Dort findet man dann so lustige Sachen wie Motorraeder, Reissaecke oder sogar Couchgarnitouren... ob das dem TUEV gefallen wurde :-)

Da wir schon um 13 Uhr hier in Vang Vieng, der Drogenhochburg Laos', ankamen, hatten wir noch genuegend Zeit das Dorf etwas zu erkunden. Ausgestiegen sind wir direkt an dem Rollfeld, welches die Amerikaner waehrend des Vietnamkriegs hier gebaut hatten. Von dort aus folgten wir direkt der Empfehlung des Lonely Planet hin zu den "Riverside Bungalows".

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21.09.04

Hacker, Bumrungrad Hospital Bangkok und das leckere Beer Lao

Liebe Freunde,

nach 4 grausamen Tagen ohne unserer Berichterstattung muss es euch eigentlich ziemlich elend zu Mute sein... wer kann es euch auch veruebeln ;-)

Spass beiseite. Ihr werdet sicher gemerkt haben, dass seit vergangenen Freitag nur noch ein verstuemmeltes Weblog zu sehen war *shock*... zu sehen war nur noch die Indexseite, jedoch aber ohne Eintraege. Nach Durchsehen meiner Logfiles bin ich mir ziemlich sicher, dass ein bescheuerter, pickliger, nachtaktiver Hacker nichts Besseres zu tun hatte als eine kleine private Seite zu loeschen... gerettet hat mich da nur mein Top Provider, den ich an dieser Stelle mal wieder loben will (all-inkl.com)... die Leute vom Support haben mir trotz tausender Kilometer Entfernung sofort auf meine E-Mails geantwortet und so auch das letzte Backup aufgespielt.

Verloren gegangen sind somit nur die letzten 5 Kommentare von euch... der Rest ist aber zum Glueck da... Lieber Hacker, ich hoffe du hattest deinen Spass und suchst dir nun ein neues "Opfer" wenn du mal wieder Langeweile verspuerst. Alle Datenbankpasswoerter sind nun abgaendert.

Da das nun geklaert ist koennen wir nun auch endlich wie gewohnt mit unserer Berichterstattung fortschreiten. Harry sollte eigentlich gerade dabei sein zu erzaehlen wie wir heute nach Laos gekommen sind.

Zu Bangkok wird es spaeter mal mehr Eintraege geben, wenn wir mehr Zeit haben. Eins soll aber gesagt sein: Harry und ich hatten parallel eine "Magenverstimmung" wegen der wir in das coolste Krankenhaus aller Zeiten gefahren sind... das Bumrungrad Hospital in Bangkok. Als Slogan verwenden sie folgenden Spruch: "The only international accredited Hospital in Asia" sowie "World Class Medicine... World Class Service"

Und das ist auch wirklich so. Wenn man das "Krankenhaus" betritt denkt man als erstes man waere in einem luxioroesen 5-Sterne Hotel gelandet, nur besser eigentlich... als erstes ist uns im Erdgeschoss der McDonalds sowie der feine Starbucks aufgefallen... warum gibts sowas nicht in Deutschland? Ueberhaupt kein Krankenhausmief, tolle Atmosspahre und superfreundliches Personal... was will man mehr?

Aber macht euch keine Sorgen, uns geht es inzwischen wieder prachtig und dank Auslandsversicherung hat uns der Besuch nichts gekostet. Noch eine kleine Stilbluete zum Schluss: Als ich mit dem thalaendischen Doktor gesprochen hatte fragte er zum Schluss noch woher ich denn aus Deutschland kaeme. Als ich ihm Munich antwortete meinte er ganz laessig: "Ah, Muenchen, I know... yesterday startet your Octoberfest..."

Wenigstens noch etwas neben unseren deutschen Luxsautos, dass fast jedem im Ausland ein Begrif ist :-)

Ab sofort gibts dann natuerlich wieder regelmaessig Eintrage, versprochen.

Viele liebe Gruesse aus Vientiane am Mekong River

Euer Chris & Harry

PS: So aergerlich, dass wir wg. Antibiotika erst morgen das Beer Lao trinken duerfen... mhhh, das schmeckt so gut :-)

Goodbye Thailand, Hello Laos!

Nach zusammengerechnet 4 Wochen (unterbrochen durch den kurzen Abstecher nach Kambodscha) haben wir nun endgueltig Thailand hinter uns gelassen. Es war eine sehr abwechslungsreiche Zeit, die wir wirklich genossen haben. Von so manchem Scammer abgesehen waren die Leute ueberwiegend freundlich - so wie man das auch erwartet.

Die letzten Tage in Bangkok haben wir noch mit etwas Sightseeing verbracht. Das Shoppen fiel leider deutlich geringer aus, als wir uns das vorgenommen hatten, da sich das Angebot weniger vielfaeltig als erwartet darstellte. Jeder Haendler hatte in etwa das gleiche Angebot an gefaelschtem und sonstigem Gut. Halb so schlimm, wir haben zumindest unsere warmen Sachen fuer Laos und ausserdem kommen wir ja noch nach Shenzhen. Da wird das grosse Kaufhaus wieder German Bargaining vom Allerfeinsten erleben. :)

Von Bangkok aus gings mit dem Nachtbus zur Friendship Bridge in der Naehe von Nong Khai. Dies ist eine gar nicht mal so kleine Bruecke ueber den Mekong und an jedem Ende befindet sich die dazugehoerige Grenzstation. Aus Zeitgruenden waren wir leider gezwungen, auf eine der Travel Agencies in der Kao San Road zurueckzugreifen. Bisher hatten wir eigentlich immer dann die besten Reisen, wenn wir es auf eigene Faust gemacht haben, mit Agencies gabs dagegen immer Probleme oder Scammerei.

So sollte es auch dieses Mal sein. Abfahrtszeit angeblich um 19 Uhr abends. Kurz nach diesem Zeitpunkt wurden wir dann von einem aeusserst relaxten Typen dort abgeholt. Relaxt deshalb, weil er es nicht sonderlich eilig hatte und selbst ein ueberzeugter Langsamschlurfer wie ich hatte Probleme, ihm nicht staendig auf die Fersen zu treten. Irgendwann kamen wir dann an einer anderen Agency an, wo sich der Sammelpunkt fuer alle anderen Touris aus der Kao San Road befand. Abfahrt auf einmal erst um 20:30 Uhr, also erstmal ueber eine Stunde auf unbequemen Stuehlen rumhocken, da mit den grossen Backpacks rumlatschen keine Alternative war. Rein zufaellig war auch noch ein Restaurant an die Agency angeschlossen. Sowas aber auch ...

Die Busfahrt selber war dann in Ordnung, nur an der Grenze gabs wieder denselben Muell wie in Kambodscha. 30 Doller kostet so ein Visum fuer Laos normalerweise. Macht eigentlich 1200 Baht. Fuer den Supersonderservice, unsere Unterlagen 5 Meter weit zum Grenzpersonal zu tragen und "alles" fuer uns zu erledigen, wurde in einem abgelegenen Restaurant der Spitzentarif von 1500 Baht offeriert. Einige haben natuerlich brav gezahlt, wir als alte Hasen sind direkt zum Immigration Office gelatscht und haben ein paar Euro gespart.
Ueber den Ausreisestempel fuer 20 Baht konnten wir dann auch richtig lachen (den gibts natuerlich offiziell nicht). Und weils uns noch nicht reichte, so toll zu sein *g*, sind wir dann auch noch an der Kabine auf Laos-Seite, wo "Entry Fee" draufstand, einfach mal auf bloed vorbeigeschlichen. Wieder 250 Baht gespart. Huldigungen bitte in die Comments. :)

Angekommen sind wir dann in Vientiane, der Hauptstadt von Laos (mit mickrigen 130.000 Einwohnern), gegen halb 10 in der Frueh. Praktischerweise wurden wir 20 Meter vor dem Guesthouse, wo wir hin wollten, abgeladen. Aircon, warme Dusche, ordentliche Betten, Fernseher, sauberes Bad (zumindest bis wir ankamen), 15 Dollar pro Nacht ... sicher kein Schnaeppchen, aber noch ok.
Sportlich wie wir sind, haben wir uns doch dann tatsaechlich Fahrraeder ausgeliehen. Die Stadt ist dafuer klein genug und da wir eh auf kaum Einmaliges hier spekulierten, kam uns ein bisschen Bewegung ganz recht.
Erstes Ziel: Bank. Geld tauschen. Guenther Jauch waer stolz auf uns, denn ab heute sind wir Millionaere. Leider nicht in Euro, sondern nur in Kiep, aber das muss ja keiner wissen. Auf jeden Fall laufen wir jetzt beide mit einem dicken Buendel Geld rum, denn der groesste Schein hat gerade mal einen Wert von 20.000 Kiep.

Auf zum Busbahnhof, Ticket gekauft, morgen um 7.30 in der Frueh gehts dann in ca. 4 Stunden weiter nach Vang Vieng. Die Busse und Strassen sind leider nicht mehr so toll wie in Thailand, aber immerhin hocken wir nicht im Pickup auf Holzbaenken, wie das die Einheimischen oder so manche Hardcore-Backpacker machen.

Nachdem wir die beiden angepriesenen "Must-Sees" Anousavari Monument und That Luang besichtigt hatten, haben wir uns entschlossen, die Sightseeing-Tour abzukuerzen und lieber erstmal der Mittagshitze zu entfliehen. Nach sehr leckerem Mittagessen (hier muss man mal den Franzosen danken, dass sie ihre Kueche hier gelassen haben) haben wir uns dann erstmal ins Internetcafe zurueckgezogen, um das Weblog zu retten. Wie man sieht, erfolgreich. :)

Sicherlich kann man hier noch so einiges sich anschauen, aber zum Tempel-Gucken fahren wir eh noch nach Luang Prabang (ein Unesco-Weltkulturerbe) und den Mekong sehen wir dann auf der Speedboatfahrt von Laung Prabang zurueck nach Vientaine zur Genuege. Man muss nunmal Prioritaeten setzen.

So, das waers dann fuers Erste.

Viele Gruesse aus Laos.
Harry & Chris

17.09.04

Rueckkehr nach Bangkok und Ping Pong in Patpong

Ich wollte mich nur kurz rueckmelden, dass wir wieder heil im schoenen Thailand angekommen sind. Diesmal haben wir wie empfohlen ein Taxi fuer die Rueckfahrt von Siem Reap nach Poipet (Grenzstadt in Kambodscha) organisiert, so dass die Fahrt an die Grenze gerade einmal 3,5 Stunden vs. 16 Stunden bei der Hinfahrt gedauert hat... *Hass* aber man sieht wieder mal dass Informationen das A und O sind...

Lustigerweise hat sich Phillip hier im Weblog gemeldet, der anscheinend hier in Bangkok arbeitet oder ein Praktikum macht. Wenn alles gut laeuft, dann treffen wir uns morgen mit ihm in der Khao San Road um anschliessend feiern zu gehen... ich hoffe er kennt ein paar Geheimtipps ^_^

Der Titel des heutigen Eintrags spielt auch auf die diversen "Shows" an, die in Bangkok angeboten werden... in gewissen Stadtteilen kann man keine 10 Meter laufen ohne einen Scammer zu begegnen, der einem die Show aufschwaetzen will. Dabei haellt er einem einen Zettel mit dem gesamten Showprogramm entgegen... so z.B. auch Ping Pong Baelle mit gewissen Koerperoeffnungen wegzuballern... naja, wer's mag... kranke Welt...

Harry und ich sind wirklich froh endlich frische Kleidung anziehen zu koennen. Dank der Scammerhinfahrt war die gesamte Kleidung so verdeckt, dass wir sie nicht mehr in Kambodscha anziehen konnten und das wo wir nur einen kleinen Rucksack mit wenig Waesche mitgenommen hatten... naja und der 6-Tagesbart tat dann sein uebriges zum schlechten Gefuehl ;-)

Nun muessen wir aber schnell zum 7-Eleven um uns ein paar kleine Changflaschen zu kaufen :-o

Liebe Gruesse

Euer

Chris & Harry

16.09.04

Angkor Thom, Wat, Bayon und Minen in Kambodscha - Siem Reap

Heute hatten wir unseren zweiten Hardcore-Besichtigungstag in Angkor und ich muss sagen wie haben bereits einen Tempel-Overload... soviele verschiedene Tempel, soviele verschiedene Geschichten und Hintergruende... da kann man echt verstehen, wenn empfohlen wird etwas mehr Zeit fuer die Besichtigung mitzubringen.

Da dies aber nur ein kleiner Abschnitt unserer grossangelegten Reise (in 80 Tagen von Patpong nach Pattaya) ist, muessen wir auch diesen Aufenthalt heute abschliessen und fahren deswegen morgen wieder zurueck nach Bangkok.

Grausam war heute morgen vor allem das Aufstehen um 5 Uhr morgens... kann man so etwas eigentlich einem Studenten zumuten? Gibt es nicht Gesetze, die den 12-Stunden-Studentenschlaf schuetzen? Hier scheinbar nicht... wir mussten ja auch so frueh raus um den sagenhaften Sonnenaufgang hinter dem Tempel von Angkor Wat live mitzuerleben :-)

Und ich muss sagen, dass sich das fruehe Austehen auch wirklich gelohnt hat... ein atemberaubender Anblick, dieses uralte Kunstwerk im Licht der aufgehenden Sonne, erstrahlen zu sehen. Ich als alter Fotoprofi habe mich selbstverstaendlich ganz schnell von den Massen an japanischen Touris abgesetzt (man sind hier viele Japaner und Suedkoreaner...) und habe mir eine Perspektive ausgesucht bei der ich den Sonnenaufgang mit allen 5 Tuermen Angkor Wats inkl. Spiegelbild im See fotographieren konnte... Mensch, Mutti wird stolz sein ^_^

Teilweise schrecklich anzusehen ist hier v.a. die allseits praesente Armut. Ueberall wird gebetelt, vornehmlich von kleinen Kindern, denen man gerne etwas geben wuerden, die es aber wiederum nur an ihre "Bande" abdruecken muessen. Zudem sieht man sehr viele Minenopfer jeglicher Art. Vorherrschend natuerlich mit fehlenden Gliedmassen, die durch im Boden vergrabene Personenmienen verursacht wurden, aber man sieht ebenfallst sehr viele Menschen mit Verstuemmelungen im Gesicht, was nach Aussagen unseres Guides durch Minen verursacht wurde, die auf Kopfhoehe mit Ausloesedraehten versehen gezuendet werden... wie grausam kann man nur sein so etwas seinem Volk anzutun (nicht das es weniger schlimm waere es einem anderen Volk anzutun)?

Ein Spiessrutenlauf der besonderen Art findet auch bei jedem einzelnen Tempel in Angkor statt. Sobald man aus dem klimatisierten Taxi aussteigt (und meist schon vorher) kommt eine Schar von Kindern auf einen zugerannt um ihre Waren an den Mann zu bringen... "Hey Mister!!!!"

Nach dem 15ten Tempel kann das echt anstrengend werden, da man ja gerne etwas kaufen wuerde (und das haben wir) aber staendig die gleichen Waren... wer braucht schon 15 verschiedene Buecher ueber Angkor? Beispielhaft will ich euch an dieser Stelle noch einen kleinen Dialog zwischen mir und einem 10-jaehrigen Maedchen, welches mir Postkarten verkaufen wollte, zeigen:

"Hello Mister, you want to buy something?"
"No thank you."
"But maybe you need some postcards? Just one dollar for ten."
"No, thank you very much. I already bought some for my friends and familiy."
"But you can buy more postcards."
"But I don't have enough friends."
"Send it to your mother or brother."
"They already got their postcards from Cambodia."
"Then send it to your girlfriend."
"Sorry, I don't have a girlfirend, I have everything I need."
"You don't have everything. You can buy me..."

Man, da hat Harry und mir die Spucke gefehlt... das war wirklich nicht als Scherz gemeint. Das kleine Maedchen, das so gut Englisch konnte, tat mir einfach nur leid. Wie schlecht muss es jemandem gehen, wer er sich selber bzw. seinen Koerper verkaufen will/muss. Wie koennen das die Eltern nur zulassen?

Eine wirklich sehr erschuetternde Erfahrung, die sicher der eine oder andere pedophile Tourist ausnutzen wuerde. Nicht umsonst wird in der lokalen Touristenzeitung gleich auf der 2. Seite von einer Hilfsorganisation darauf hingewiesen, dass Kinderprostitution in Kambodscha strafbar ist... kranke Welt in der wir hier leben.

Trotzt all den traurigen Sachen die man hier neben den atemberaubenden Tempelanlagen mitten im Dschungel zu sehen bekommt, ueberrrascht es mich immer wieder wie gut die kleinen Kinder schon Englisch sprechen koennen. Gestern fraegt Harry ein kleines Maedchen (Verkaeuferin):

"Where are you from?"
"German."
"Ah, I know Berling, the capital of Germany, wie geht es dir?"

Das hatte sie wahrscheinlich fuer 220 andere Laender dieser Erde fortfuehren koennen :-)

Morgen geht es erst einmal wieder zurueck nach Bangkok... diesmal aber komfortabel mit dem Taxi von Siem Reap nach Poipet an die Grenze und von dort mit dem VIP-Bus nach Bangkok. Wir veranschlagen die Reisezeit mal auf ca. 8 Stunden (vs. 22 Stunden Hinfahrt)...

Leider haben wir morgen Freitag wenn wir angekommen, dh. wir koennen unser Visum fuer Vietnam erst am Montag beantragen und somit fruehestens am Mittwoch abreisen... so ein Mist... das hat man davon wenn man nicht mehr in Wochentagen denkt!!!!

Wuensche euch zu Hause natierlich alles Liebe. Trinkt nicht zuviel auf der Wiesn (Hochdeutsch: Oktoberfest) sofern ihr das Privileg habt in Muenchen zu wohenn ;-)

Liebe Gruesse aus dem Land der Khmer

Eure Archiologen in spe

Chris & Harry

15.09.04

Die Tempel von Angkor - Angkor Wat

Nach einem durch die extremen Strapazen (und dem Wetter) bedingten recht chilligen Tag gestern stand heute Extreme-Tempel-Watching auf dem Programm. In unmittelbarer Naehe zu Siem Reap, der Stadt in der wir derzeit untergekommen sind, befindet sich Angkor.

Frueher war dies die Hauptstadt Kambodschas, bis sie auf Grund der staendigen feindlichen Angriffe nach Phnom Pen verlegt wurde. Der Tempel Angkor Wat, der eine architektonische Meisterleistung darstellt, wird als eines der Weltwunder der Neuzeit betrachtet.

Einige Infos

Dank des Tipps von Stefan & Konrad auf Koh Phi Phi haben wir gestern einen Guide organisiert, der uns bei unserer Tour durch die zahlreichen Tempelanlagen unterstuetzt. Dadurch konnten wir auch einer der weiteren Scam-Varianten ausweichen. Da unser netter Herr Fahrer und Guide in einer Person ist, zahlen wir nur 20 US$. In der Regel muss man aber die Leute separat anheuern und meistens haelt dann der Guide komplett seinen Mund und der Fahrer darf in gebrochenem Englisch einem die Sehenswuerdigkeiten erklaeren. Da kosten dann beide Personen je 20 US$.

Sobald wir die Gelegenheit dazu haben, die Visitenkarte unseres Guides einzuscannen (und hochzuladen), werden wir dies tun. Vielleicht verirrt sich ja mal ein Angkor-Reisender auf diese Seite und organisiert sich dadurch diesen Guide, der es wirklich verdient hat, weiterempfohlen zu werden.

[Edit: Hier findet ihr die Kontaktdetails von unserem Guide]

Mr. Chhom Samithy

531 Group 6 Salakanseng
Siem Reap Angkor
Cambodia

Tel: 012 958 454 und (855) 12 958 454
E-Mail: cchom_samithy@yahoo.com und cchomsamithy@yahoo.com

Ein paar Gruende:

  • Fluessiges Englisch

  • Billiges Einkaufen von Getraenken zum Preis fuer Kambodschaner (3 Liter Wasser fuer 0,50 US$ anstatt 3 US$) ...

  • ... und Medikamenten (Einsparpotenzial nicht bekannt, aber sicher aehnlich hoch)

  • Eine Restaurantempfehlung (Khmer Kitchen Restaurant), wo man sehr gut und billig essen kann

  • Zahlreiche Tipps und und und...
  • Morgen werden wir dann ein zweites Mal Angkor besuchen, um die restlichen Highlights zu begutachten. Manch einer kann auch eine ganze Woche investieren, ohne davon satt zu sein, aber fuer unseren Appetit nach Tempel-Besichtigung duerften die zwei Tage voll ausreichen.

    Angkor zaehlt zu den Dingen, die jeder Kambodscha-Reisende gesehen haben muss (in unserem Fall war es ja sogar neben der Visa-Erneuerung fuer Thailand der einzige Grund, herzukommen). Dementsprechend schiessen nun nach fuenf politisch stabilen Jahren hier in Siem Reap zahlreiche neue Hotels, auch im Luxusbereich, aus dem Boden. Man kann nur hoffen, dass es die lokalen Autoritaeten trotz aller Korruption schaffen, Angkor in einem angemessenen Rahmen touristisch zu nutzen.

    Ob dies gelingt, erscheint aus unserer Perspektive eher fragwuerdig. Hier ein paar Beispiele, die wir von unserem Guide heute erfahren haben:

  • Die Polizisten auf der Strasse freuen sich bei jedem Unfall. Klingt komisch, aber die Erklaerung ist eigentlich recht simpel: Wer weniger abdrueckt, erhaelt die Schuld am Unfall. Der Polizist gewinnt also immer.

  • Zahlreiche Aerzte haben sich ihren Titel nur erkauft und geben zum Teil haarstreubende Diagnosen. Den Apotheken ist es egal, denn die verkaufen eh alles ohne Rezept

  • Kambodschanische Paesse sind recht einfach zu erhalten, sofern man nur das noetige Kleingeld besitzt

  • Oeffentliche Schulen sind zwar kostenlos, aber die Lehrer werden nicht immer regelmaessig bezahlt. Sind also die Eltern nicht faehig, einen kleinen Obulus zu entrichten, kann es auch mal passieren, dass der Sproessling sitzenbleibt.
  • Man sieht also, dass sich hier tagtaeglich auf allen Ebenen der Gesellschaft Dinge passieren, die fuer uns Zentraleuropaeer so kaum vorstellbar sind. Korruption ist zwar auch in Deutschland kein Fremdwort, aber dann meistens nicht auf Kosten des kleinen Mannes (zumindest nicht subtil).

    Erwaehnenswert waere dann auch noch der Bettler gestern, der einem beinamputierten 5-Jaehrigen (aus einer anderen Bettlergang) die Kruecken klauen wollte. Da hatte sich der Kleine wohl zu oft in fremdes Gebiet vorgewagt.

    So, genug rumgekraechzt. Jetzt gehts Richtung Guesthouse und dann zackig ins Bett. Morgen stehen wir um halb 5 Uhr frueh auf, um den Sonnenaufgang festhalten zu koennen. Wuenscht uns also mal gutes Wetter!

    Viele Gruesse aus dem Land der Personenminen

    Buddha-Harry und Hindu-Chris

    14.09.04

    Derbste Abzocke bei Busfahrt von Bangkok nach Siem Reap Kambodscha (Angkor Wat)

    Ich koennte so kotzen... wenn ich nicht so stinksauer und hundemuede waere... leider sind wir echt so kaputt, dass wir euch im Moment nicht viel von unserer Reise von Bangkok (Khao San Road) nach Kambodscha, Siem Reap (Angkor Wat), erzaehlen koennen.

    Im Loneley Planet stand schon einiges ueber den beruehmt beruechtigten "Great Bus Scam", der in der Khao San Road und Kambodscha betrieben wird. Man kauft sich ein "guenstiges" Bus-Ticket (550 Baht... Wucher) und soll mit dem Bus von Bangkok direkt nach Siem Reap gekarrt werden. Abfahrt 7 Uhr morgens, Ankunft 7 Uhr abends... somit eine Reisedauer von 12 Stunden fuer ca. 450 km... soweit so gut, man weiss ja, wie scheisse die Strassen in Kambodscha sind und wundert sich deshalb auch nicht ueber solche Zeitangaben, aber das was wir erlebt haben ist der reinste Horror gewesen und stellt die Nachtfahrt auf dem Vieh-Ferry total in den Schatten... man kann wirklich sagen, dass es sich dabei schon um kriminelle Machenschaften handelt!!!!!

    Nun der Clou: die Reise dauerte sage und schreibe 22 Stunden!!!!! Davon alleine 18 Stunden auf Kambodschas Buckelpisten, die nur laecherliche 165 km ausmachen!!!! Kann man sich sowas auch nur im Geringsten vorstellen? 20 Leute in einem Minibus, der auf Slicks fahert obwohl er nur fuer maximal 18 duenne Asiaten konzipiert ist... keine Stossdaempfer und 50 cm tiefe Schlammloecher in denen diese Scheiss-Drecks-Scamer-Karre festfaehrt, so dass wir aussteigen muessen um den Scamern die Karre aus dem Dreck zu schieben!!!!!!!

    Ahhhhhhhhhhh ich hasse diese Leute. Erst die 12 stuendige Fahrt von Phuket nach Bangkok, dann eine anstrengende Nacht in Patpong und gleich im Anschluss die fießeste Fahrt meines GESAMTEN Lebens...

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    12.09.04

    Ankunft in Bangkok nach 12 Stunden Busfahrt

    Nachdem wir gestern nacht von Phuket 12h lang mit dem VIP Bus gefahren sind, sind wir nun endlich in Bangkok angekommen... natuerlich haben wir uns voll tourimaessig gleich in die Khao San Road fahren lassen...

    Leider sind wir trotzt Topplaetzen im BUS (ganz vornemit Beinfreiheit) totmuede und verziehen uns deswegen wieder zurueck in unser Guesthouse (Siam Oriental in der Khao San Road) um zu pennen.

    Spaeter gehen wir dank eines Tips des Thaiminators zur 2-stuendigen Full-Facial-Treatment-Massage... das haben wir uns verdient:

    Schöner werdet Ihr im Schönheitssalon (zumindest fühlt es sich so an). "Great experience, especially for men..." lockte mich eine Thai-Schönheit in ihren Laden und versprach, ich sähe hinterher genauso gut aus wie sie. Stimmte zwar nicht ganz, aber ich war dennoch begeistert!!! Wirklich gut! 2 Stunden "full facial treatment": Kräutermassage, Oilmassage, Herbal-Treatment, Peeling usw. Der Smog ist raus aus der Haut ...Sehr, sehr gut! (übrigens auch für Frauen...)

    Geht zu "Angela Beauty", 329 Rambuttree Road (die erste nördliche Parallelstrasse der Khao-San-Road, - gegenüber Pizza Hut). Für 180 Baht (ca. 4,5 EUR) gibt es jede Menge Entspannung und Schönheit...

    Naja, und danach sollten wir dann langsam mal den Trip nach Kambodscha zu einem der Sieben Weltwunder klarmachen :-)

    Schoene Gruesse

    Euer

    Chris & Harry

    [Edit: Die Massage hat leider nur 1 Stunde gedauert, aber nun sehe ich trotzdem 5 Jahre juenger aus und natuerlich ein gutes Stueck handsomer]

    11.09.04

    Abschied von meiner geliebten Katze Susi

    Ich sizte gerade in Phuket Town zusammen mit Harry in einem Internetcafe nachdem ich soeben mit meinen Eltern in Deutschland telefoniert hatte... ich hatte meiner Mutter sofort angehoert, dass etwas nicht in Ordnung ist, doch sie hatte lange gezoegert mir die traurige Nachricht zu uebermitteln: meine kleine Susi ist tot...

    Meine Mutter fand sie hinter der Eckbank versteckt liegen... kein schoener Anblick wie sie meinte. Sie war ganz nass weil sie sich erbrochen hatte... ich hoffe nur ihr Tod war nicht schmerzvoll :-(

    Fast 16 Jahre lang bin ich mit diesem liebenswerten Geschoepf aufgewachsen und nun soll sie auf einmal nicht mehr da sein wenn ich aus Asien zurueck kehre? Ich kann das irgendwie nicht glauben und bin geschockt... sie war ein Familienmitglied fuer mich, das immer lieb zu mir war...

    Ich hoffe, dass es ihr jetzt wo sie ist gut geht, ich werde sie nie vergessen... meine Susi *snief*

    Menschen die keine eigenen Haustiere haben koennen wahrscheinlich nicht verstehen, wie sehr es einen trifft selbiges zu verlieren, oftmals wird man wahrscheinlich auch noch dafuer belaechelt, dass man das Tier durch die Trauer vermenschlicht... aber mir ist das egal... Susi war ein liebes Tier mit einem guten Charakter.

    Meine Mutter ist leider so traurig, dass mein Vater alles aus der Wohnung raeumen musste was noch an Susi erinnert... leider kann ich meiner Mutter jetzt nicht helfen :-(

    Auch wenn es nicht legal ist, wir haben Susi in unserem Garten bestattet, weil ich es nicht ertragen koennte dass sie als Tierfutter endet... das hat sie nicht verdient.

    Ich habe meiner Mutter auch versprochen, dass ich eine neue Katze aus dem Tierheim hole, sobald ich wieder in Muenchen bin... aber das wird nie ein Ersatz fuer ein verlorenes Familienmitglied :-(

    Meine Familie wird immer kleiner und ich werde mich nie daran gewoehnen, wenn wieder ein Familienmitglied gehen muss, obwohl jeder sagt: "Das ist der Lauf der Dinge" oder "es war besser so".

    Ich vermisse sie alle, ob Mensch oder Tier...

    Inseln auf dem Abstellgleis und die Scammer-Bonus-Card

    Aus, Aus, Aus, Deutschland ist Weltmeister!

    Naja, knapp daneben, lediglich das Inselnhuepfen hat nun ein Ende gefunden. Nach ueber 3 Wochen, in denen wir so ziemlich alles abgeklappert haben, was einen Sandstrand hat, ist nun endgueltig Schluss mit Seriously Easy Going (tm). Vor uns liegt der anstrengendere Teil der Reise, der uns morgen nach Bangkok und von dort weiter nach Kambodscha, Laos, Vietnam, China und schliesslich nach Hongkong fuehren wird. Es gibt also noch viel zu tun und bald auch zu erzaehlen.

    Heute frueh haben wir von Koh Phi Phi nach Phuket uebergesetzt. Fuer manche ist Phuket ein herrlicher Urlaubsort und auch so mancher alternder Farang erlebt hier seinen 3. Fruehling, fuer uns ist es lediglich ein achtstuendiger Zwischenstopp auf dem Weg nach Bangkok. Tolle Straende soll es hier geben und das Tauchen soll ebenfalls Weltklasse sein. Eigentlich unglaublich, dass wir uns die Dekadenz erlauben koennen, solch einen Ort links liegen zu lassen.

    In den letzten beiden Tagen Koh Phi Phi haben wir das uebliche Touristenprogramm durchgezogen. 2 Tauchgaenge vor Phi Phi Leh, Maya Bay angucken, Schnorcheln mit Strandausflug in der Loh Samah Bay und natuerlich Schwitzen total beim Erklimmen des Phi Phi Viewpoints.
    Gestern nachmittag bekamen wir einen Flyer in die Hand gedrueckt, der auf ein All-you-can-eat-Barbecue in einem eindeutig deutsch angehauchten Restaurant hinwies. Dort gings dann auch abends hin und wir lernten dort Stefan und Konrad kennen, die anhand ihres Weissbierglases eindeutig als Bayern identifiziert werden konnten und uns auf Anhieb sympathisch waren. Nach dem Austausch von diversen Erfahrungsberichten zogen wir weiter in die Apache Bar, wo wir zwar eine ganze Menge Bier getrunken haben, aber die Leute von der Bar haben trotzdem mit uns keinen Umsatz gemacht. Selbst schuld, wenn man sowenig Personal hat und einen Mini-Supermarkt 5 Meter weiter. :)

    Nach geschaetzten 90 Minuten Schlaf haben wir heute frueh dann recht zackig unsere Backpacks vollgestopft und wie oben erwaehnt die Faehre nach Phuket bestiegen. Dort angekommen gabs das Uebliche an einem Pier ohne Anbindung an normale Verkehrsmittel. Gut, dass wir nur in die Stadt wollten und so dem uebelsten Scam ausweichen konnten. Die Fahrt nach Patong gabs fuer 300 Baht im Supersonderangebot, was eine schlappe Verzwanzigfachung des normalen Tuk-Tuk-Tarifs von 15 Baht darstellte. Aber wenn man am Pier ankommt, hat man nunmal keine andere Wahl.

    Was wir dann aber wenig spaeter erleben sollten, war dann aber nochmal eine ganz andere Dimension des Scams. Nach dem Buchen unserer Weiterfahrt wollten wir zum Markt fahren. Also ins Tuk-Tuk eingestigen, Tarif 10 Baht. Dann das uebliche "Ich fahr euch noch schnell woanders hin, wo ihr aber nur Angucken muesst, nix Einkaufen und so"-Gefasel, worauf wir ueberhaupt keinen Bock drauf hatten. Der Fahrer war dann aber so ehrlich und sagte uns, dass er lediglich einen Stempel auf seiner Scammer-Bonus-Card kassieren wollte!! War schon krass, aber immerhin stand er dazu. Wir wurden dann auch zum naechsten Glasdiamanten-Outletstore gefahren, er hat seinen Stempel kassiert, wir haben nix gekauft und alle waren gluecklich.

    Jetzt gibts noch die obligatorischen Gruesse, diesmal an alle, die sich nicht angesprochen fuehlen wollen.

    Harry & Chris

    P.s.: Stefan, Pfoten weg von den Ladyboys. Und im aergsten Notfall immer den Arsch zur Wand. :)

    8.09.04

    Israelis, Tauchen und von Dutch auf Koh Phi Phi

    Chhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhalo zusammen!

    Dieser Eintrach ist all den Israelis gewidmet, die zur Zeit diese wunderschone Insel belagern... heute am Strand haben wir nur nochhhhhh Zischlaute bzw "ch's" gehoert... aus allen Richhhhhtungen gehoert... vor einem Jahr ist mir cccccchier noch kein einziger aufgefallen... niccccccccccht dass iccccccccch etwas dagegen cccccccchaette, aber soviele auf einem Haufen ccccccchabe iccccccccch bisccccccccher nochhhhhhhh nie geseccccccchen.

    Haben die etwa Public Holiday?

    Andres Thema: Hier in Thailand floriert ja bekanntlich der Schwarzhandel mit allen nur denklichen Replikaten. Zur Zeit ist hier die Marke "von Dutch" ueberall ausgestellt und alle Doootschen kaufen sich ihren Minirock mit dem Von Dutch Logo... man, in Deutschland hab ich davon noch nie etwas gehoert? Kennt die Marke jemand von euch oder bin ich einfach schon zu alt?

    Und wie sieht es mit Paul Frank aus? Tragen das nur Frauen oder auch Maenner? ihr seht schon, ich bin total durcheinander O_o

    Eben gerade haben wir wieder 2 Tauchgaenge fuer schlappe 1800 Baht inkl. Equipment und Lunch auf dem Maya Beach (The Beach) gebucht... freue mich schon und hoffe ich kanndiesmal endlich ein paar gefaehrliche Delphine oder Walhaie mit meiner nagelneuen Harpune erlegen...

    Achja, bevor ich es vergesse: unseren Traumblick auf die Bucht von Phi Phi von unserem Bungalow aus hatte bisher nur eine der vielen laestigen Palmen gestoert, die hier so wie Fichten und Tannen in Bayern wachsen. Eigentlich hatten Harry und ich vor das bloede Ding bei einer Nacht und Neben Aktion eigenhaendig zu faellen, doch heute morgen geschah das Wunder: ich wache auf, gehe auf die Terasse um mich an der bloeden Palme und den versperrten Blick auf die Bucht zu aergen, und was sehe ich da? Ein kleiner flinker Thailaender sitzt in der Palmenkrone und schlaegt den Grossteil der Blaetter ab, und siehe da, man sieht die ganze Bucht (ich habe den Fotobeweis)... und wieder hat eine Palme ihr Leben gerettet... vorerst! Muahahahah!

    Liebe Gruesse aus der Sonne

    Euer

    Chris & Harry

    PS: Welch kranke Leute suchen nach "Medizin gegen Langeweile" und landen auf diser Seite?
    PPS: Postkarten sind geschrieben, muessen nur noch von Bangkok abgeschickt werden bevor wir Angkor Wat besuchen.

    7.09.04

    Ein Horror-Trip geht zuende...

    Nein, liebe Eltern, wir haben keine Drogen genommen, auch wenn wir gestern ein fliegendes Schwein beim Parasailing gesehen haben (der Political Correctness wegen muss ich mal an dieser Stelle auf weitere Ausfuehrerungen verzichte).
    Es geht ums Reisen ...

    Gerade kommen wir vom Abendessen und haben uns dazu ortsgerecht "The Beach" angeguckt. Manch einem wird sofort klar werden, dass es uns wohl auf Koh Phi Phi verschlagen hat. Gestern Koh Tao, heute Koh Phi Phi. Ein Blick auf die Landkarte offenbart zwar keine heftige Strecke im Bereich Luftlinie, der Teufel steckt aber im Detail.

    Gestern abend gings um 21 Uhr abends los. Um nicht zuviel Zeit mit Reisen tagsueber zu verlieren, hatten wir uns entschlossen, die Nachtfähre (mehr Infos zu Koh Tao Fähren) zu nehmen. 9 Stunden Fahrt hoerten sich zwar viel an, aber es sollte Schlafgelegenheiten geben, von daher theoretisch kein Problem. Als wir dann aber die Faehre betraten, konnten wir unseren Augen kaum trauen.
    Zusammengepfercht auf ein paar Matratzen tummelte sich jeden halben Meter auf dem Boden liegend ein armer Tourist. Uns blieb nichts anderes uebrig, als uns dazu zu gesellen und direkt oberhalb des Dieselmotors Platz zu nehmen. Hoelle ist kein Ausdruck fuer diesen Teil der Reise. Wir haben zwar Fotos gemacht, koennen diese aber wie so oft erstmal nicht hochladen. Es war echt erschreckend, dass man fast auf Vieh-Niveau von einem Ort zum anderen verfrachtet wurde.
    Nach endlosen 9 Stunden ohne Schlaf kamen wir dann endlich in Surat Thani an, wo wir dann erstmal 2 Stunden auf den Bus warten durften. Die Zeit nutzten wir zum Fruehstuecken, "8 Mile" gucken und zu einer Inspektion der oertlichen sanitaeren Anlagen *wuerg*.
    Gerade erst in den Bus eingestigen stand auch noch ein Buswechsel auf dem Programm, wo es etwas konfus zuging und ich erstmal in den Bus nach Koh Samui einstieg (auf dem Bus stand Krabi...). Erst in letzter Sekunde konnte ein Unglueck verhindert werden. Letztendlich sassen wir dann doch beide im richtigen Bus auf sogar komfortablen Plaetzen.
    Von Krabi weiter mit der Faehre nach Koh Phi Phi. Jaja, echtmal Hardcore. Ausgepowert, voellig uebermuedet und mit flauem Gefuehl im Magen Richtung Trauminsel. Hat da jemand gegaehnt? Ich hoffe nicht, auch wenn sich selbst bei uns so langsam Inselmuedigkeit breit macht. Auf dem Weg zur Faehre hab ich dann dummerweise meinen Rucksack etwas ramponiert, aber dank mitgebrachtem Naehset (vielen Dank fuer den Tipp, Cindy) werde ich das Ding wohl morgen per Notoperation wieder instandsetzen koennen.

    Lange Rede, kurzer Sinn: Nach 16 zum Teil qualvollen Stunden, unserem bisher laengsten Trip, haben wir endlich Koh Phi Phi erreicht. Die Bungalowsuche gestaltete sich eher unproblematisch und wir sind relativ guenstig untergekommen. Ein Super Blick ueber die Bucht entschaedigt fuer den kleinen Gewaltmarsch den Huegel hoch zu unserer Bleibe.

    Morgen wird dann erstmal eine ganz grosse Menge Chillen auf dem Programm stehen und uebermorgen sollten unsere blasengeschundenen Fuesse auch wieder tauchtauglich sein.

    Viele Gruesse an alle, nur nicht an die Leute, die keine Comments schreiben.

    Harry & Chris

    Wiedersehen auf Phi Phi Island

    Echt komisch... vor genau 15 Monaten war ich schon einmal hier auf Phi Phi, damals noch mit Eva, das ruft komische Erinnerungen wach. Trotzdem ist es wieder wunderschoen und ich freue mich tierisch wieder hier sein zu duerfen... es ist einfach eine Trauminsel. Als Programm haben wir uns ausser Faulenzen und Futtern nur Tauchen, Schnorcheln und Feiern vorgenommen... also ganz relaxed.

    Leider haben wir Nial um ein paar Stunden verpasst: Wir waren im Phi Phi Princess Resort um zu fragen ob er dort eingecheckt hat, doch leider checkte er genau heute morgen, ein paar Stunden vor unserer Ankunft aus... echt schade :-(

    Unsere Huette ist dieses mal nicht so nobel wie vor knapp einem Jahr, dafuer ist der Ausblick aber atemberaubend: Man sieht die gesamte Bucht, da wir ungefahr 50 Meter auf dem Hang wohnen... was will man mehr um gluecklich zu sein?

    Harry schreibt euch jetzt noch welche Tortour es war hierher zu komen... echt grauenhaft...

    Wuensche euch alles Liebe

    Euer

    Chris & Harry

    6.09.04

    Abmarsch!!! Ab in den Sueden!

    4 Wochen nach Start unserer klitzekleinen Rundreise setzen wir zum ersten Mal Segel in Richtung Sueden. Klingt komisch, ist aber so. Von Koh Tao geht es nun nach ganzen 6 Tagen Aufenthalt Richtung Krabi und dafuer muessen wir dummerweise wieder einige Hundert Kilometer suedwaerts. Macht nix, das Reisen behrrschen wir ja mittlerweile schon ziemlich gut. Die Insel zu verlassen ist dennoch schade, denn hier hatten wir wirklich eine knappe Woche lang eine richtig gute Zeit.

    Unsere Unterkunft war Backpackern absolut nicht entsprechend – im positiven Sinne! Ein sauberer Pool, taeglich frische Handtuecher und Sauberkeit sind etwas, was wir uns die naechsten Wochen ganz klar abschminken koennen. Aber nach 3 Wochen stressigem Umherreisen war es genau die richtige Erholung, die noetig war. Wenn wir in ein paar Tagen Koh Phi Phi erreichen, wird es sicherlich nochmal ruhig werden, aber danach ist der Zeitplan wieder prall gefuellt.

    Hier auf Koh Tao gab es eigentlich nicht viel zu machen. Chris und ich haben jeweils unsere verschiedenen Tauchlehrgaenge absolviert (meiner einer wurde dabei vom Kacknoob zum Open Water Diver befoerdert). Dann gabs noch die eine oder andere Moped-Fahrt mit kraeftig Arschwasser, diverse Besuche im 7-Eleven zur sinnvollen Abendgestaltung und auf jeden Fall eine ganze Menge Erholung. Billiges Essen und Trinken (ganz anders als es einem der Lonely Planet vorgaukelt) gabs genauso wie im restlichen Thailand, nur der Party- Faktor konvergierte gegen 0. Brauchten wir auch nicht, denn mit Tauchen waren wir schon genug beschaeftigt.

    Gestern stand dann noch die obligatorische Touri-Tour einmal rund um die Insel auf dem Programm. Neben mehreren Schnorchel-Einheiten konnten wir auch noch an einem total abgelegenen Strand unser Mittagessen geniessen.

    Da mir jetzt die Zeit ausgeht (die Faehre geht in 20 Minuten) brech ich mal lieber ab, bevor mir Chris was bricht. HAHAHAHAHAHAHAHHA

    Viele Gruesse an alle, die sich angesprochen fuehlen (damit sich keiner ignoriert fuehlt!)

    Harry & Chris

    Treffen mit dem Professor auf Koh Phi Phi

    Man, was fuer eine geile Woche auf Koh Tao... weiss gar nicht wo ich anfangen soll... eine Trauminsel einfach und dazu kommen einfach noch die super guenstigen Preise - dazu kam dann auch noch das Koh Tao Wetter, das uns wohl gesonnen war. Der Lonely Planet spricht zwar von ueberteuerten Preisen und dem Fehlen von Supermaerkten, aber da liegt er schlichtweg falsch... mal wieder. Freue mich natuerlich sehr ueber all die E-Mails die ich bekomme, aber bitte versteht, wenn ich nicht sofort alle beantworten kann. Wenn ihr Fragen zur Reise habt. dann stellt sie bitte in Form eines Kommentars, so dass es allen hilft :-)

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    3.09.04

    Tauchkurs auf Koh Tao - Tauchen in Thailand

    Wenn wir uns mal ein paar Tage nicht zu Wort melden, dann kann das nur daran liegen, dass a) der Harry eine fiese Magendarmgrippe hat, b) das Internet einfach zu lahm/teuer ist oder c) dass wir einfach keine Zeit dazu haben.

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