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16.09.04

Angkor Thom, Wat, Bayon und Minen in Kambodscha - Siem Reap

Heute hatten wir unseren zweiten Hardcore-Besichtigungstag in Angkor und ich muss sagen wie haben bereits einen Tempel-Overload... soviele verschiedene Tempel, soviele verschiedene Geschichten und Hintergruende... da kann man echt verstehen, wenn empfohlen wird etwas mehr Zeit fuer die Besichtigung mitzubringen.

Da dies aber nur ein kleiner Abschnitt unserer grossangelegten Reise (in 80 Tagen von Patpong nach Pattaya) ist, muessen wir auch diesen Aufenthalt heute abschliessen und fahren deswegen morgen wieder zurueck nach Bangkok.

Grausam war heute morgen vor allem das Aufstehen um 5 Uhr morgens... kann man so etwas eigentlich einem Studenten zumuten? Gibt es nicht Gesetze, die den 12-Stunden-Studentenschlaf schuetzen? Hier scheinbar nicht... wir mussten ja auch so frueh raus um den sagenhaften Sonnenaufgang hinter dem Tempel von Angkor Wat live mitzuerleben :-)

Und ich muss sagen, dass sich das fruehe Austehen auch wirklich gelohnt hat... ein atemberaubender Anblick, dieses uralte Kunstwerk im Licht der aufgehenden Sonne, erstrahlen zu sehen. Ich als alter Fotoprofi habe mich selbstverstaendlich ganz schnell von den Massen an japanischen Touris abgesetzt (man sind hier viele Japaner und Suedkoreaner...) und habe mir eine Perspektive ausgesucht bei der ich den Sonnenaufgang mit allen 5 Tuermen Angkor Wats inkl. Spiegelbild im See fotographieren konnte... Mensch, Mutti wird stolz sein ^_^

Teilweise schrecklich anzusehen ist hier v.a. die allseits praesente Armut. Ueberall wird gebetelt, vornehmlich von kleinen Kindern, denen man gerne etwas geben wuerden, die es aber wiederum nur an ihre "Bande" abdruecken muessen. Zudem sieht man sehr viele Minenopfer jeglicher Art. Vorherrschend natuerlich mit fehlenden Gliedmassen, die durch im Boden vergrabene Personenmienen verursacht wurden, aber man sieht ebenfallst sehr viele Menschen mit Verstuemmelungen im Gesicht, was nach Aussagen unseres Guides durch Minen verursacht wurde, die auf Kopfhoehe mit Ausloesedraehten versehen gezuendet werden... wie grausam kann man nur sein so etwas seinem Volk anzutun (nicht das es weniger schlimm waere es einem anderen Volk anzutun)?

Ein Spiessrutenlauf der besonderen Art findet auch bei jedem einzelnen Tempel in Angkor statt. Sobald man aus dem klimatisierten Taxi aussteigt (und meist schon vorher) kommt eine Schar von Kindern auf einen zugerannt um ihre Waren an den Mann zu bringen... "Hey Mister!!!!"

Nach dem 15ten Tempel kann das echt anstrengend werden, da man ja gerne etwas kaufen wuerde (und das haben wir) aber staendig die gleichen Waren... wer braucht schon 15 verschiedene Buecher ueber Angkor? Beispielhaft will ich euch an dieser Stelle noch einen kleinen Dialog zwischen mir und einem 10-jaehrigen Maedchen, welches mir Postkarten verkaufen wollte, zeigen:

"Hello Mister, you want to buy something?"
"No thank you."
"But maybe you need some postcards? Just one dollar for ten."
"No, thank you very much. I already bought some for my friends and familiy."
"But you can buy more postcards."
"But I don't have enough friends."
"Send it to your mother or brother."
"They already got their postcards from Cambodia."
"Then send it to your girlfriend."
"Sorry, I don't have a girlfirend, I have everything I need."
"You don't have everything. You can buy me..."

Man, da hat Harry und mir die Spucke gefehlt... das war wirklich nicht als Scherz gemeint. Das kleine Maedchen, das so gut Englisch konnte, tat mir einfach nur leid. Wie schlecht muss es jemandem gehen, wer er sich selber bzw. seinen Koerper verkaufen will/muss. Wie koennen das die Eltern nur zulassen?

Eine wirklich sehr erschuetternde Erfahrung, die sicher der eine oder andere pedophile Tourist ausnutzen wuerde. Nicht umsonst wird in der lokalen Touristenzeitung gleich auf der 2. Seite von einer Hilfsorganisation darauf hingewiesen, dass Kinderprostitution in Kambodscha strafbar ist... kranke Welt in der wir hier leben.

Trotzt all den traurigen Sachen die man hier neben den atemberaubenden Tempelanlagen mitten im Dschungel zu sehen bekommt, ueberrrascht es mich immer wieder wie gut die kleinen Kinder schon Englisch sprechen koennen. Gestern fraegt Harry ein kleines Maedchen (Verkaeuferin):

"Where are you from?"
"German."
"Ah, I know Berling, the capital of Germany, wie geht es dir?"

Das hatte sie wahrscheinlich fuer 220 andere Laender dieser Erde fortfuehren koennen :-)

Morgen geht es erst einmal wieder zurueck nach Bangkok... diesmal aber komfortabel mit dem Taxi von Siem Reap nach Poipet an die Grenze und von dort mit dem VIP-Bus nach Bangkok. Wir veranschlagen die Reisezeit mal auf ca. 8 Stunden (vs. 22 Stunden Hinfahrt)...

Leider haben wir morgen Freitag wenn wir angekommen, dh. wir koennen unser Visum fuer Vietnam erst am Montag beantragen und somit fruehestens am Mittwoch abreisen... so ein Mist... das hat man davon wenn man nicht mehr in Wochentagen denkt!!!!

Wuensche euch zu Hause natierlich alles Liebe. Trinkt nicht zuviel auf der Wiesn (Hochdeutsch: Oktoberfest) sofern ihr das Privileg habt in Muenchen zu wohenn ;-)

Liebe Gruesse aus dem Land der Khmer

Eure Archiologen in spe

Chris & Harry

15.09.04

Die Tempel von Angkor - Angkor Wat

Nach einem durch die extremen Strapazen (und dem Wetter) bedingten recht chilligen Tag gestern stand heute Extreme-Tempel-Watching auf dem Programm. In unmittelbarer Naehe zu Siem Reap, der Stadt in der wir derzeit untergekommen sind, befindet sich Angkor.

Frueher war dies die Hauptstadt Kambodschas, bis sie auf Grund der staendigen feindlichen Angriffe nach Phnom Pen verlegt wurde. Der Tempel Angkor Wat, der eine architektonische Meisterleistung darstellt, wird als eines der Weltwunder der Neuzeit betrachtet.

Einige Infos

Dank des Tipps von Stefan & Konrad auf Koh Phi Phi haben wir gestern einen Guide organisiert, der uns bei unserer Tour durch die zahlreichen Tempelanlagen unterstuetzt. Dadurch konnten wir auch einer der weiteren Scam-Varianten ausweichen. Da unser netter Herr Fahrer und Guide in einer Person ist, zahlen wir nur 20 US$. In der Regel muss man aber die Leute separat anheuern und meistens haelt dann der Guide komplett seinen Mund und der Fahrer darf in gebrochenem Englisch einem die Sehenswuerdigkeiten erklaeren. Da kosten dann beide Personen je 20 US$.

Sobald wir die Gelegenheit dazu haben, die Visitenkarte unseres Guides einzuscannen (und hochzuladen), werden wir dies tun. Vielleicht verirrt sich ja mal ein Angkor-Reisender auf diese Seite und organisiert sich dadurch diesen Guide, der es wirklich verdient hat, weiterempfohlen zu werden.

[Edit: Hier findet ihr die Kontaktdetails von unserem Guide]

Mr. Chhom Samithy

531 Group 6 Salakanseng
Siem Reap Angkor
Cambodia

Tel: 012 958 454 und (855) 12 958 454
E-Mail: cchom_samithy@yahoo.com und cchomsamithy@yahoo.com

Ein paar Gruende:

  • Fluessiges Englisch

  • Billiges Einkaufen von Getraenken zum Preis fuer Kambodschaner (3 Liter Wasser fuer 0,50 US$ anstatt 3 US$) ...

  • ... und Medikamenten (Einsparpotenzial nicht bekannt, aber sicher aehnlich hoch)

  • Eine Restaurantempfehlung (Khmer Kitchen Restaurant), wo man sehr gut und billig essen kann

  • Zahlreiche Tipps und und und...
  • Morgen werden wir dann ein zweites Mal Angkor besuchen, um die restlichen Highlights zu begutachten. Manch einer kann auch eine ganze Woche investieren, ohne davon satt zu sein, aber fuer unseren Appetit nach Tempel-Besichtigung duerften die zwei Tage voll ausreichen.

    Angkor zaehlt zu den Dingen, die jeder Kambodscha-Reisende gesehen haben muss (in unserem Fall war es ja sogar neben der Visa-Erneuerung fuer Thailand der einzige Grund, herzukommen). Dementsprechend schiessen nun nach fuenf politisch stabilen Jahren hier in Siem Reap zahlreiche neue Hotels, auch im Luxusbereich, aus dem Boden. Man kann nur hoffen, dass es die lokalen Autoritaeten trotz aller Korruption schaffen, Angkor in einem angemessenen Rahmen touristisch zu nutzen.

    Ob dies gelingt, erscheint aus unserer Perspektive eher fragwuerdig. Hier ein paar Beispiele, die wir von unserem Guide heute erfahren haben:

  • Die Polizisten auf der Strasse freuen sich bei jedem Unfall. Klingt komisch, aber die Erklaerung ist eigentlich recht simpel: Wer weniger abdrueckt, erhaelt die Schuld am Unfall. Der Polizist gewinnt also immer.

  • Zahlreiche Aerzte haben sich ihren Titel nur erkauft und geben zum Teil haarstreubende Diagnosen. Den Apotheken ist es egal, denn die verkaufen eh alles ohne Rezept

  • Kambodschanische Paesse sind recht einfach zu erhalten, sofern man nur das noetige Kleingeld besitzt

  • Oeffentliche Schulen sind zwar kostenlos, aber die Lehrer werden nicht immer regelmaessig bezahlt. Sind also die Eltern nicht faehig, einen kleinen Obulus zu entrichten, kann es auch mal passieren, dass der Sproessling sitzenbleibt.
  • Man sieht also, dass sich hier tagtaeglich auf allen Ebenen der Gesellschaft Dinge passieren, die fuer uns Zentraleuropaeer so kaum vorstellbar sind. Korruption ist zwar auch in Deutschland kein Fremdwort, aber dann meistens nicht auf Kosten des kleinen Mannes (zumindest nicht subtil).

    Erwaehnenswert waere dann auch noch der Bettler gestern, der einem beinamputierten 5-Jaehrigen (aus einer anderen Bettlergang) die Kruecken klauen wollte. Da hatte sich der Kleine wohl zu oft in fremdes Gebiet vorgewagt.

    So, genug rumgekraechzt. Jetzt gehts Richtung Guesthouse und dann zackig ins Bett. Morgen stehen wir um halb 5 Uhr frueh auf, um den Sonnenaufgang festhalten zu koennen. Wuenscht uns also mal gutes Wetter!

    Viele Gruesse aus dem Land der Personenminen

    Buddha-Harry und Hindu-Chris

    14.09.04

    Derbste Abzocke bei Busfahrt von Bangkok nach Siem Reap Kambodscha (Angkor Wat)

    Ich koennte so kotzen... wenn ich nicht so stinksauer und hundemuede waere... leider sind wir echt so kaputt, dass wir euch im Moment nicht viel von unserer Reise von Bangkok (Khao San Road) nach Kambodscha, Siem Reap (Angkor Wat), erzaehlen koennen.

    Im Loneley Planet stand schon einiges ueber den beruehmt beruechtigten "Great Bus Scam", der in der Khao San Road und Kambodscha betrieben wird. Man kauft sich ein "guenstiges" Bus-Ticket (550 Baht... Wucher) und soll mit dem Bus von Bangkok direkt nach Siem Reap gekarrt werden. Abfahrt 7 Uhr morgens, Ankunft 7 Uhr abends... somit eine Reisedauer von 12 Stunden fuer ca. 450 km... soweit so gut, man weiss ja, wie scheisse die Strassen in Kambodscha sind und wundert sich deshalb auch nicht ueber solche Zeitangaben, aber das was wir erlebt haben ist der reinste Horror gewesen und stellt die Nachtfahrt auf dem Vieh-Ferry total in den Schatten... man kann wirklich sagen, dass es sich dabei schon um kriminelle Machenschaften handelt!!!!!

    Nun der Clou: die Reise dauerte sage und schreibe 22 Stunden!!!!! Davon alleine 18 Stunden auf Kambodschas Buckelpisten, die nur laecherliche 165 km ausmachen!!!! Kann man sich sowas auch nur im Geringsten vorstellen? 20 Leute in einem Minibus, der auf Slicks fahert obwohl er nur fuer maximal 18 duenne Asiaten konzipiert ist... keine Stossdaempfer und 50 cm tiefe Schlammloecher in denen diese Scheiss-Drecks-Scamer-Karre festfaehrt, so dass wir aussteigen muessen um den Scamern die Karre aus dem Dreck zu schieben!!!!!!!

    Ahhhhhhhhhhh ich hasse diese Leute. Erst die 12 stuendige Fahrt von Phuket nach Bangkok, dann eine anstrengende Nacht in Patpong und gleich im Anschluss die fießeste Fahrt meines GESAMTEN Lebens...

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    1.03.04

    Einreisebestimmungen – Visum Kambodscha

    Für die Einreise nach Kambodscha ist ein Visum erforderlich. Es empfiehlt sich, dieses vor Reisebeginn bei einer kambodschanischen Auslandsvertretung einzuholen.

    Visa bei Einreise sind an den Internationalen Flughäfen Pochentong (Phnom Penh) und Siem Reap erhältlich. An den Grenzübergängen Poipet/Aranyaprathet, Hatlek/Cham Yeam sowie Koh Kong (Thailand) und Bavet/Moc Bai sowie Kaom Samnor (Vietnam) werden ebenfalls Visa bei der Einreise ausgestellt.

    Die Einreise über dem Landweg von Laos ist offiziell nicht möglich. Ein Touristenvisum wird i.d.R. mit einer Gültigkeit von vier Wochen ausgestellt. Die Verlängerung um einen Monat ist möglich. Bei Überschreitung des Visums wird bei der Ausreise eine Strafgebühr von USD 5,- pro Tag seit Ablauf des Visums erhoben.

    Der Reisepass (rot)/vorläufige Reisepass (grün) muss zur Visaerteilung eine Gültigkeit von mindestens sechs Monaten nach Ablauf des Visums aufweisen. Der Kinderausweis wird nicht anerkannt. Der Eintrag eines Kindes in den Reisepass eines Elternteils ist aufgrund des fehlenden Lichtbildes nicht ausreichend.

    15.01.04

    Tempel von Angkor Wat in Kambodscha

    Angkor bezeichnet eine Region nahe der Stadt Siem Reap in Kambodscha, die vom 9. bis zum 15. Jahrhundert das Zentrum des historischen Khmer-Königreiches Kambuja bildete.

    Weltbekannt wurde Angkor durch die noch heute sichtbaren Zeugnisse der Baukunst der Khmer in Form einzigartiger Tempelanlagen - allen voran den Angkor Wat, dem größten Tempelkomplex der Welt.

    Auf einer Gesamtfläche von mehr als 200 km² wurden nacheinander mehrere Hauptstädte und in deren Zentrum jeweils ein großer Haupttempel errichtet. Bis heute wurden bereits mehr als 1000 Tempel und Heiligtümer unterschiedlicher Größe entdeckt. In Angkor lebten am Höhepunkt des historischen Königreiches rund 1 Million Menschen, mehr als in jeder europäischen Stadt dieser Zeit.

    Das Khmer-Wort Angkor (von Sanskrit: Nagara) bedeutet wörtlich Stadt. Heute bezeichnet "Angkor" vor allem das Gebiet in dem die damaligen Hauptstädte Kombujas erbaut wurden. Oft wird der Name aber auch für das gesamte historische Reich während der Periode, als der Königssitz in Angkor lag, verwendet. Die von den damaligen Bewohner verwendeten Bezeichnungen waren Kambuja für das Reich, und Yasodharapura für die Stadt - bzw. für die nacheinander in dem Gebiet erbauten Städte. Von Kambuja stammt auch der heutige Name des Landes: Kampuchea (dt. Kambodscha, en. Cambodia, fr. Cambodge).

    Angkor Wat ist die bedeutendste Tempelanlage in Angkor. Die Anlage befindet sich in Kambodscha, zirka 240 km nördlich von Phnom Penh in der Nähe von Siem Reap. Sie wurde zum größten Teil in den Jahren 1113 bis 1150 unter der Herrschaft des Khmer-Königs Surjawarman II. erbaut.

    Angkor bedeutet 'Stadt', Wat ist in der Sprache der Khmer und Thais das Wort für Tempel.

    [bearbeiten][↑]
    Geschichte
    Im 11. Jahrhundert wurden unter König Jasowarman zahlreiche Bewässerungsanlagen und Stauseen errichtet. Dies führte beispielsweise dazu, dass die Bauern bis zu drei mal im Jahr Reis ernten konnten. Diese erfolgreiche Landwirtschaft führte zu Nahrungsüberschüssen und brachte dem Khmer-Reich großen Reichtum. So kam es, dass das Land neben China zur stärksten asiatischen Macht aufstieg, und die Khmer in der Lage waren, große Städte und gewaltige Tempelanlagen zu errichten.

    Die Herrscher der Khmer sahen sich als Gottkönige. Jeder von ihnen ließ sich einen eigenen Tempel errichten, der einer Gottheit geweiht war. Der König spiegelte mit seinem Tempel somit gleichzeitig den jeweiligen Gott wider, mit dem er sich nach seinem Tod vereinen sollte. Dieser hinduistische Brauch gipfelte im Bau des Tempels Angkor Wat, in welchem Surjawarman II. hoffte, sich nach seinem Ableben mit der Gottheit Vishnu zu vereinigen.


    Baukunst

    Die Gebäude wurden aus kunstvoll gestalteten Sandsteinen zusammengesetzt. Die zahlreichen Kanäle der Anlage dienten den Arbeitern auch dazu, die riesigen Steinbrocken mit Flößen zu transportieren. Für den Bau wurden die Blöcke mit besonderen Schleifanlagen derart bearbeitet, so dass man sie ohne erkennbare Zwischenräume aufeinander setzen konnte.

    Das Gebiet von Angkor Wat ist von einem 200 m breiten und 6 km langen Wassergraben umgeben, der den "Ur-Ozean" darstellt. Dieser ordnet sich, zusammen mit den zahlreichen Bauten der Tempelanlage, in das Bild eines symbolischen Universums ein. Im Zentrum steht ein markanter Tempel mit fünf, nach Lotusblüten geformten, Türmen. Der größte Turm ist 65 m hoch.

    Viele der Tempelwände sind mit steinernen Figuren dekoriert, die Tänzerinnen - so genannte Apsaras - darstellen. Jede Figur hat eigene, besondere Merkmale, so dass sie sich untereinander nicht gleichen.

    In der heutigen Zeit sind die gewaltigen Bauten von zahlreichen Schäden übersät. Witterungseinflüsse, der wuchernde Urwald und menschliche Zerstörungskraft, wie zum Beispiel die zahlreichen Plünderungen der Siamesen im 15. Jahrhundert, haben den Tempeln zugesetzt. Ein weiterer Grund für den Zerfall war, dass sich die Khmer ab dem 13. Jahrhundert dem Buddhismus zuwandten, wodurch das Prinzip des Gottkönigs nicht angewandt wurde. Zahlreiche Arbeiter lehnten es ab, für ihre Herrscher Sklavendienste zu leisten und ließen die Bewässerungsanlagen sowie die Bauten langsam verfallen.


    Heutige Situation

    Nachdem es, bedingt durch die politische Lage in Kambodscha, auch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhundert kaum möglich war, Restaurationsarbeiten vorzunehmen, sind inzwischen unterschiedliche Organisationen damit beschäftigt den weiteren Zerfall von Angkor Wat zu stoppen.

    Neben den Touristen gehören buddhistische Mönche zu den täglichen Besuchern des Tempels. Ihre orangefarbenen Roben heben sich stark von dem Grau der Tempelsteine ab.

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