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22.08.04

Pulau Perhentian Kecil

Nun befinden wir uns also auf den Perhentian Islands. Um genau zu sein, auf Pulau Perhentian Kecil, die kleinere der beiden erschlossenen Inseln. Hier am Long Beach ist es einfach traumhaft schoen. Tuerkisblaues Wasser, weisser feiner Sandstrand, Palmen, klasse Cocktails (die sogar bleifrei schmecken). Stoerende Kinder oder noergelnde Rentner finden sich hier auch nicht, denn Perhentian Kecil ist die Insel der Backpacker.

Zwar ist es hier ein bisschen teurer als auf dem Festland, jedoch immer noch unter dem Niveau von Deutschland. Wir werden dennoch bereits morgen Richtung Thailand weiterziehen.
Zum Einen gibt es hier keinen Supermarkt, in dem wir unsere zur Neige gehenden Autan- und Sonnenmilch-Vorraete auffrischen koennen. Zum Anderen habe ich mir gestern beim Schnorcheln den grossen Zeh verletzt. Nix Schlimmes, aber an weiteres Schnorcheln oder Tauchen ist fuer ein paar Tage nicht zu denken. Dank eines professionellen Verbandes von Dorothee (die ihrerseits mittlerweile schon wieder abgereist ist) kann ich aber wenigstens ueber den Strand hoppeln. Nochmals vielen Dank an dieser Stelle.

Gestern abend beim Barbecue gabs leckeren Blue Marlin. Sieht nicht nur im Wasser gut aus! War auch wirklich extrem lecker und heute abends gehts weiter mit Schildkroete. Da vergisst man dann schnell, dass hinter dem Restaurant sich der Muell bis zu den Bungalows zieht. Die Servicementalitaet ist hier nicht so hoch. Allerdings ist den Leuten auch bewusst, dass Backpacker einiges gewohnt sind und ueber viele Dinge hinwegsehen koennen. Gepaart mit der typisch malayischen Freundlichkeit (haha) ergibt sich dadurch ein Bild, dass ueberhaupt nicht zu der Umgebung passen will.

Da hier ansonsten ausser Wasseraktivitaeten und Futtern nichts los ist, werden wir also bald weiterziehen. Eigentlich ist das schon ziemlich dekadent angesichts der tollen Natur, aber wir werden ja noch weitere schoene Inseln bereisen.

Von den Cameron Highlands auf die Perhentian Islands

Der letzte Tag in den Cameron Highlands verlief deutlich ruhiger als die beiden Tage zuvor. Noch einen Gewaltmarsch haetten unsere Beine eh nicht durchgehalten.
Auf einer halbtaegigen Tour liessen wir uns dieses Mal hauptsaechlich mit dem Pickup rumfahren. Zum hoechsten Punkt der Cameron Highlands auf 2.000 Meter, zu einer Teeplantage samt Fabrik und zum kaum erwaehnenswerten Cactus Valley. Die gesamte Tour war eher auf den Normalo-Toursiten abgestimmt und dadurch nicht so ganz unser Ding. Andererseits wars halt eher entspannend, was auch nicht schlecht war.

Abends hiess es dann Abschied nehmen vom Hochland. Die Leitung des Father's Guest House, unserer Unterkunft, uebernahm dabei einen grossen Teil der Organisation der Reise zu den Perhentian Islands. So hatten wir bereits in den Highlands Tickets fuer 2 Busfahrten sowie Hin- und Rueckfahrttickets fuer die Faehre.

Bestritten haben wir den Transfer zu dritt, da sich Dorothee, eine allein reisende Koelnerin, unserer Spassvogeltruppe anschloss. Ihr gefielen die Cameron Highlands im Gegensatz zu uns ueberhaupt nicht und so entschloss sie sich spontan, ein paar Tage Pulau Perhentian Cecil vor dem Weiterflug nach Australien dazwischenzuschieben. Fuer mich sollte sich dies als echter Gluecksfall erweisen (siehe naechster Beitrag).

Die Reise auf die Perhentian Islands verlief bis auf einige Unklarheiten beim Buswechsel in Ipoh unproblematisch. Dort waren wir lange Zeit im Umklaren, wie und ob wir den richtigen Bus erwischen wuerden. Hat letztendlich dann doch alles geklappt und so konnten wir im 26-sitzigen klimatisierten VIP-Bus und spaeter dann mit Taxi und Speedboat unsere Reise fortsetzen und erfolgreich die Perhentian Islands erreichen.

18.08.04

Faulenzen auf den Perhentian Islands

Liebe Freunde,

heute gibt es wahrscheinlich den letzten Eintrag fuer die naechsten Tage, also macht euch keine Sorgen. Da wir heute Abend mit dem bus ueber Ipoh nach Kota baru fahren und von dort mit dem Taxi an den faehrhafen um dort widerum eine Faehre auf die Perhentian Island, die als schoenste Inseln von Malaysia gelten. Leider gibt es dort nicht einmal Telefonanschluesse, so dass wir uns erst wieder aus der naechst groesseren Stadt melden werden.

Hier habt ihr mal eine Uebersicht zu den Perhentian Island:


So, nun muessen wir leider Weg, ich hoffe wir schreiben uns bald wieder und vielen Dank fuer all die e-Mails :-)

Liebe Gruesse,

Chris & Harry

17.08.04

Dschungel-Tour und Teeplantagen in Malaysia

AUA, ALLES TUT SO WEH, WOMIT HABEN WIR DAS VERDIENT?!?!?

Wir wollten doch nur einen kleinen Ausflug machen, den wir so bald nicht vergessen, aber das?!?!? Warum muss das immer so extrem werden???? Scheinbar ziehen wir sowas magisch an... also jetzt geh ich mal ins Detail:

Wie Harry schon erlaeutert hatte, wollten wir auch nach unser gestrigen Odysee durch den Dschungel, die wir zum Glueck fast heil ueberstanden haben, eine Guided Tour machen. Gesagt getan, gebucht und schon ging es am naechsten Morgen los... ok, vielleicht sollte man erwaehen, dass wir am Vorabend noch im Tana Ratah Schwabing House Inn ein Schnitzel Essen waren... das gibts echt nicht, da faehrt man meilenweit von zu Hause weg und dann findet man ein deutsches Restaurant direkt vor der Tuer... tststs... aber nen Deutschen haben wir dort ned gefunden. Nach diesem gelungen Schnitzelabend goennten wir uns dann aber auch noch ein kleines Twelve-Pack Tiger Beer... mmmhhhhhh, das schmeckt echt von Tag zu Tag besser. Zurueck zum Thema...

Am naechsten Morgen also um 7:30 Uhr aufgestanden (eine wahre Qual nach all dem Bier) und hin zum Restaurant zum Fruehstuecken... natuerlich waren wir wieder viel zu spaet so das wir unser Big Boy Breakfast runterschlingen mussten wie die letzten europaeischen Bauern aus Sonstwo. Danach trafen wir unseren Guide, einen kleien braunen Kerl, der anfaenglich nicht sehr gespraechig war, was sich aber spaeter zum Glueck geaendert hatte.

Da wir scheinbar die einzigen Teilnehmer an der Tour wren, hab ich natuerlich Chris-like ganz viele unnuetze Fragen gestellt um das anfaengliche Eis zu brechen, was auch relativ rasch geklappt hat. Die ersten Kilometer waren ganz in Ordnung und interessant... wir sahen fleischfressende Pflanzen, Ameisennester, Termitenhuegel und essbare Baumfarne... echt cool. Doch ein paar Schritte weiter mussten unsere durch Alkohol und vortaegliche Indiana Jones Tour geschundenen jungen Astralkoerper weitere Schmerzen erleiden: Der anfaenglich angenehme Weg wurde immer schmaeler, steiler, feuchter und somit rutschiger... ich konnte mir einfach nicht das Lachen verkneifen, wenn es den Harry wieder einmal ins Straucheln gebracht hat, was ich immer durch das Blaettergewackel hinter mir gemerkt habe.

Alles in allem muss ich aber sagen, dass ich noch nie so eine geile Tour gemacht habe, wenn sie auch mordsanstrengend war und ich heute Abend kaum noch meine Beine und meinen Ruecken spuere, sio dass ich die Schmerzen wieder mit einem kleinen Sixpack lindern muss.

Highlight unserer Dschungeltour war dann aber auf jeden Fall der Wasserfall, den wir noch besucht hatten... ihr koennt euch vorstellen wie geil es ist, wenn man nach 10 km Dschungel, bergauf und bergab auf einem unbefestigtem Weg und rutschigem Laehm mit einer Steigung von locker 120%, endlich einen kuehlen Sprung ins Nass wagen kann... baehhh war das T-Shirt verschwitzt... das will sicher keiner wissen, aber es muss sein.

Haken war dann widerum, dass das Wasser wirklich nur 2 cm kalt war und wir uns anfaenglich geziert hatten wirklich reinzuspringen... aber so eine einmalige Chance darf man sich einfach nicht entgehen lassen: Wir sind in Malaysia auf 1700 Meter Hoehe, an einem Wasserfall, an dem kein einziger anderer Mensch ist und haben die Moeglichkeit ins glasklare Wasser zu springen!!!!

Also haben wir es dann doch getan, und es hat sich gelohnt, wie euch die naechsten Bilder zeigen werden :-)

So, jetzt muss ich meine Aufmerksamkeit wieder dem Bier widmen ^_^

Steffi, ich freue mich schon, dich endlich auf Koh Samui zu sehen, gib mir Bescheid, wann du dort ankommst ;-)

Die Fotos von gestern haben leider nur ne geringe Aufloesung, aber das ist wegen der schlechten Bandbreite hier... voll die Hinterweltler hier

Viele liebe Gruesse

Euer

Chris & Harry

16.08.04

Cameron Highlands - Mehr als nur Afrika

Liebe Tropenbewohner aus Deutschland!

Momentan befindet sich unsere kleine illustre Reisetruppe in den Cameron Highlands. Wie der Name schon vermuten laesst, befinden wir uns zur Zeit nicht an irgendeiner Kueste oder einem anderen stickigen, heissen Loch a la Kuala Lumpur, sondern im Hochland Malaysias. Auf aktuell ca. 1400 Hoehenmetern hat sich das Klima deutlich geaendert. Gegenueber den Kuestenregionen ist es hier selbst in den Taelern knapp 10 Grad kaelter. Somit kommt man sogar zu manchen Dingen, an die man sich in den letzten Tagen nie herangewagt haette. Doch dazu spaeter...


Angekommen sind wir gestern spaetabends, wo direkt am Busbahnhof ein Shuttlebus stand, dessen Service wir gerne in Anspruch nahmen, um zu einer empfehlenswerten Unterkunft, dem Fathers Guest House, zu gelangen. Gab zwar fuer diese Nacht nur einen Platz im Dorm Room, aber war nicht so tragisch, da es sauber und angenehm temperiert war. Heute und morgen pennen wir im Doppelzimmer fuer jeweils 2,50 Euro pro Nacht und Nase. Die Leute hier sind echt nett und organisieren auch zahlreiche Ausfluege, Post nach hause und sogar unseren Trip weiter auf die Perentian Islands koennen wir hier buchen.


Tana Ratah, wo wir uns aktuell befinden, ist eines der groesseren Doerfer (Staedte gibts nicht) der Cameron Highlands und eindeutig als Backpackerzentrum zu identifizieren. Der Anteil an auslaendischen Gaesten ist enorm hoch und bei uns im Guesthouse befinden sich ungewoehnlicherweise sogar ueber die Haelfte Deutsche. Offen wie wir sind, haben wir zu denen natuerlich noch keinen Kontakt aufgehnommen. Des weiteren findet man noch ueberall Teeplantagen und Erdbeerfelder. Auf einer der Touren in den naechsten beiden Tagen werden wir die oertliche "Schwer"-industrie auch mal besuchen.


Heute frueh dachten wir uns, doch mal einen der Trails zu erkunden. Nun muss man wissen, dass es sich hierbei in der Regel nicht um befestigte Wege handelt, sondern dass es quer durch den Dschungel geht, Huegel rauf, Huegel runter. Wenn mal einige Tage lang keine Pflege der Wege betrieben wird, kan es schnell passieren, dass mal der Weg zuwaechst oder ein umgefallener Baum einem den Weg versperrt. Deswegen gibt es auch immer alternative Wege und an vielen Gabelungen weiss man nicht, wo man lang muss und wohin einen der Weg fuehrt. Zumeist liegt man dennoch richtig, aber halt nicht immer.

Geplant war eine Tour auf einen der hoeheren Gipfel hier im Umkreis, ca. 400 Hoehenmeter ueber Tana Ratah. Dabei geht es nicht immer bergauf, sondern es kann auch schnell mal passieren, dass man hin und wieder mal 30-50 Meter wieder abwaerts muss. Mit ein paar Litern Wasser und ein paar Brocken zum Futtern bewaffnet, stuerzten wir uns in den Kampf. Nach kurzem Abstecher zu einem Wasserfall ging es dann ca. 1,5 Stunden Richtung Gipfel. Steil rauf, steil runter. Nichts was wohl einen routienierten Bergsteiger aus der Fassung bringen koennte, aber fuer uns Gelegenheitskraxler eine echte Herausforderung auf geistiger und vor allem koerperlicher Ebene. Irgendwann waren wir dann mal ganz oben, aber anstatt einer Belohnung in Form einer lohnenswerten Aussicht, gabs nur viel Urwald zu sehen. Ein bisschen Schadenfreude erbrachte uns ein Paerchen, dass eigentlich einen eher mittleren Spaziergang zu machen und daraus eine Riesentour wurde. Selbst schuld, wenn man ohne Karte in den Dschungel geht. Trotzdem gings etwas genervt wieder abwaerts.

Zunaechst klappte alles wunderbar aber irgendann nach weiteren 2 Stunden waren wir dann im dichtesten Dschungel mit durchschnittlicher Wegbreite von 30 Zentimeter, 1 Meter Hoehe und teilweise doch recht feuchtem Boden. Zu regnen begann es dann auch noch (so wie das hier taeglich ueblich ist). Den einen oder anderen Ausrutscher spaeter war dann auch noch die Hose richtig verdreckt. Gut, dass wir immerhin vorher noch Regencapes gekauft hatten, die nicht nur gegen den Regen schuetzten, sondern auch eine gute Isolation gegen Kaelte und Wind boten. Ohne die Capes gaebe es wohl die naechsten Tage nur warmen Tee statt Tiger Beer. Nach einer Weile Herumirren im Dschungel und ersten Ueberlegungen, wann, wie und ob wir noch rauskommen wuerden, erreichten wir dann eine Tee- und Gemueseplantage.

Endlich wieder Ansaetze von Zivilisation! Die anwesenden Arbeiter konnten leider kein oder nur sehr gebrochen Englisch (und ausgelacht haben sie uns noch dazu), wodurch wir zwar auf eine anscheinend jeeptaugliche Strecke kamen, die aber erneut immer wieder rauf und runter fuehrte. Als dann die Essensvorraete laengst aufgebraucht waren und auch das Wasser so langsam rar wurde, kamen wir zur naechsten Plantage, wo uns dann doch etwas besser Auskunft gegeben wurde. Im Nachhinein haetten wir dann noch etwa 1 Stunde bis zum naechsten Dorf latschen muessen, aber gluecklicherweise namen uns zwei Leute auf ihrem eigentlich vollgestopften Pickup mit. Hinten auf der Ladeflaeche wars zwar nicht wirklich gemuetlich, aber wir waren eh mehr damit beschaeftigt, uns irgendwie festzuhalten, um auf der Buckelpiste (auch bekannt als malayiische Strasse) nicht von der Karre zu fallen. Achterbahn fahren auf dem Oktoberfest ist ein Dreck dagegen.

Wenig spaeter wurden wir dann gesund am Taxistand abgeladen. Im Gegensatz zu den Abzockern in Kuala Lumpur stossen wir hier also auf die Form von ausgepraegteer Gastfreundlichkeit, die man eigentlich auf Grund vieler Berichte ueber Schwellenlaender so hoert. Fuer nen halben Euro (ohne Scammertarif wie in KL!) gings dann zurueck nach Tana Ratah.

Voellig erschoepft, aber natuerlich auch uebergluecklich ueber die Wendung der Ereignisse in den letzten 90 Minuten erreichten wir dann endlich unser Guesthouse.
Das naechste Mal haben wir dann etwas mehr Respekt vor dem Dschungel...

Viele Gruesse

Indiana Harry und Quatermain Chris

Nachtrag zu Kuala Lumpur: Friseure, Massagen und Kakerlaken

Obwohl wir mittlerweile die deutsche Fahne bis in die Cameron Highlads geschleppt haben, muessen hier zur Vollstaendigkeit noch einige letzte Details zur Hauptstadt Malaysias rein.

Auf Grund der erwarteten Tiefpreise im Dienstleistungssektor Malaysias hatten wir es in den letzten Tagen in Muenchen vorgezogen, den dringend notwendigen Friseurbesuch noch eine Woche hinauszuschieben. In Kuala Lumpur kamen wir Vorzeigeprimaten endlich dazu, uns von einem Teil unserer Haarpracht oberhalb des Kehlkopfes zu entledigen. Obwohl die wartenden Damen im Friseurladen von aussen eher den Eindruck eines zwielichtigen Etablissments machten, liessen wir uns nicht davon abhalten, auf einen Haircut-only einzulassen. Drinnen angekommen gabs dann allerlei (serioese) optionale Zusatzangebote wie Shampoonieren, Rueckenmassage und Gesichtswaschen, die wir zum Teil aus Gefallen, zum Teil aus Nichtverstehen des Angebots einfach mal akzeptierten. Heraus kam ein ansehnlicher Schnitt, der die Handsomeness so mancher Reiseteilnehmer in atemberaubende Hoehen schnellen liess. Das Ganze gabs dann fuer einen Preis von knapp 10 Euro.


In unserer 5-Euro-Absteige (Zimmerpreis!) in Kuala Lumpur hatten wir dann auch noch das Vergnuegen, einige sehr gesellige Genossen aufzutreffen, die wir uns doch lieber ausserhalb unseres Zimmers vorgestellt haetten. Die Rede ist (natuerlich) von den allseits beliebten und geschaetzten Kakerlaken. Beim Einchecken und am Abend waren uns die paar Viecher natuerlich nicht begegnet, da diese sich bei Licht sofort verziehen. Als ich dann mal Nachts fuer kleine Superposer musste und noch kurz auf der Bettkante etwas Wasser trank, krabbelte so ein nettes Ding ueber meinen Fuss. In so einem Moment hilft dann nur eins... ruhig bleiben & weiterpennen. Am naechsten Morgen lag dann ein Viech so gut wie tot auf dem Boden, was Chris besonders erheiternd fand und gleich noch eine Runde Autan draufgehauen hat. Ein Blick mit der Taschenlampe unters Bett offenbarte dann noch den einen oder anderen ungebetenen Gast. Naja... hat uns nicht umgebracht und es werden nicht die letzten Vertreter ihrer Art sein, die uns noch ueber den Weg (und diverse Koerperteile) laufen.

Die Fahrt in die Cameron Highlands gestaltete sich dann auch etwas zeitintensiver als versprochen. Erst hetzten wir wie die Bloeden mit voller Ausstattung zum Bus, um ja rechtzeitig um 15:30 Uhr puenktlich da zu sein. Total verschwitzt warteten wir dann erstmal ueber eine Stunde, bis der Bus endlich kam, denn los gings dann erst um 16:45. Um das Ganze noch etwas attraktiver zu gestalten, gabs dann auch noch unterwegs eine Panne, wodurch wir zum Buswechseln gewungen waren. Alles in allem kamen wir dann so gegen 23 Uhr an, ca. 3,5 Stunden spaeter als auf dem Fahrplan.

Weitere Infos zu den Cameron Highlands folgen dann im naechsten Eintrag.

So long...

Harry & Chris

15.08.04

Cameron Highlands und betruegerische Taxifahrer

Also die Taxifahrer hier in Kuala Lumpur versuchen fast jedes Mal einen uebers Ohr zu hauen, das kann doch wirklich nicht wahr sei oder? Entweder sie machen erst gar nicht das Taximeter an und behaupten er waere kaputt um so einen horrenden Preis zu verlangen oder sie fahren mit dem Taximeter, dann aber einmal um die ganze Stadt herum, um angeblich nicht im Stau zu stehen... nicht dass das Taxifahren hier teuer ware, ganz im Gegnteil, aber ich werde nur ungern verarrscht. Da das Taxifahren hier so billig ist, wie ich es noch nirgends anders erlebt habe, gehen wir hier nur zu Fuss oder fahren halt mit dem Cab.

Harry ist heute morgen gesundheitlich (kein Wunder bei dem ganzen heiss-kalt-Wechsel, den man jedesmal vollzieht, wenn man von 32 Grad in die unterkuelten Raeume kommt) so angeschlagen gewesen, dass ich mich aline auf den Weg zu den Petronas Towers gemacht habe... ich dachte, ich stehe sehr frueh auf um auch nicht lange Schlange sthen zu muessen, aber denkste... fast 200 Menschen vor mir da, so dass ich letztendlich erst Karten fuer 16:45 Uhr bekommen habe, aber wenigstens kann Don Harry jetzt auch mit den beiden Towern anbandeln... haben wir zwar gestern schon in Form von Poserfotos vor den Towern, aber so isses auch cool.

Um 3 Uhr geht heute unser Bus in die Cameron Highlands, eines der beliebtesten Backpacker-Gebiete in Malaysia. Wir hoffen es wird dort ein wenig ruhiger und kuehler, um ein paar Tage auspannen zu koennen, denn bisher sind wir ja noch gar nicht dazu gekommen. Hier ein paar Eindruecke, wie es dort aussieht:


Ich gruesse meine Familie zu Hause und natuerlich auch alle anderen die mich inzwischen vermissen :-)

Verschwitzte Gruesse

Chris & Harry

PS: Bilder Hochladen klappt irgendwie nicht, schade, denn Bilder sprechen ja oft mehr als 1000 Worte...

14.08.04

Malaysia, Kuala Lumpur und die Petronas Towers

Wir sind tatsaechlich um halb 7 morgens in Kuala Lumpur an der Sentral Station (ja mit "S") angekommen. Die Fahrt mit dem Zug war leider nicht so angenehm, da Harry und ich doch eher gross gewachsen sind und wir somit nicht ganz in die Schlafkajueten gepasst haben... aber fuer 18 EUR war es schon in Ordnung, wen wir auch kaum schlafen konnten.

In Kuala Lumpur angekommen faellt als erstes auf wie schmutzig die Stadt im direkten Vergleich zu Singapur ist und wie gross die Kontraste sind... aehnlich wie in Hongkong. Leider versprueht Kuala Lumpur keinen Charme, der mit Singapur, Hongkong oder Shanghai zu vergleichen waere. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass wir zuviele Eindruecke auf einmal haben, die wir gar nicht mehr verarbeiten koennen?

Nach der Ankunft machten wir uns direkt auf die Suche nach einem Hostel und entschieden uns fuer das im Lonely Planet angepriesene Village Hostel. Leider war die Tuer um halb 8 noch verschlossen, so dass wir uns entschieden ein malayisches Fruehstueck zu uns zu nehmen... was es war kann ich euch nicht sagen, aber es hat sehr gut geschmeckt und war saubillig. Fleisch und Sauce eingewickelt in Fladenbroten.

Totl fertig von der anstrengenden Reise machten wir uns dann (nach dem Einchecken ins Hostel und Duschen) auf den Weg Richtung Petronas Towers um uns von der im 42. Stockwerk befindlichen Aussichtplattform einen Ueberblick ueber Kuala Lumpur zu machen, doch leider gab es keine Tickets mehr... und das schon um 11 Uhr morgens... drueckt uns die Daumen, dass es morgen frueh klappt.

Zum Ausgleich haben wir aber den 3. hoechsten Fernsehturm der Welt besucht, die Aussicht war genial, legte aber auch die andere Seite Kuala Lumpurs ans Tageslicht: sehr viel brach liegende Hochhausbauten... scheinbar geht es Malaysia doch nicht so gut wie angenommen.

Am Markt in Chinatown haben wir uns noch ein paar Pornobrillen von Ray Ban und diverse T-Shirts gekauft :-)

Uebrigends, gestern waren wir m ersten Hooters Restaurant Asiens in Singapur :-))))))) Die Bedienungen waren echt fein...

Heute abend geht es dann wieder ab in ne schoene Disko, wir wissen aber noch nicht welche, jetzt erstmal zum McDonalds ein Menue fuer schlappe 1.8 EUR.

Wir hoeren uns wahrscheinlich erst in ein paar Tagen wieder, da wir morgen in die Cameron Highlands fahren werden.

Viele liebe Gruesse

Chris & Harry

PS: Wir haben inzwischen schon ne ansenliche "Handsome-Quote"
PPS: Fotos gibt es leider erst in ein paar Tagen, sind aber echt toll geworden.

3.05.04

Malaysia's Wirtschaft

In den letzten Jahrzehnten ist das Schwellenland Malaysia weltweit zu einer der sich am schnellsten entwickelnden Industrienationen herangewachsen und drittreichste Nation in Südostasien. Das Bruttoinlandsprodukt beträgt 79 039 Millionen US-Dollar (1999). Durch die New Economic Policy (NEP: Neue Wirtschaftspolitik), die 1970 zur Bekämpfung der Armut sowie zum Abbau der traditionellen wirtschaftlichen Vorherrschaft der Chinesen eingesetzt wurde, ist Malaysia auf dem Weltmarkt zu einem führenden Produzenten elektronischer Bauteile geworden. Malaysia war die erste Nation Südostasiens, die mit dem Bau und Export von Kraftfahrzeugen begann.
Der Dienstleistungsbereich (einschließlich des Tourismus) sowie das Finanzwesen sind während der NEP ebenfalls rasch gewachsen. Die Deviseneinnahmen durch die Erdöl- und Erdgasindustrie, die sich in den siebziger Jahren rasch entwickelten, trugen wesentlich zur Finanzierung der Industrialisierung Malaysias bei. Erdöl- und Erdgasexporte nehmen heute hinter den Produktionsgütern mit deutlichem Abstand den zweiten Platz ein. Die Kautschuk- und Zinnindustrie, die Hauptstützen der Wirtschaft Malaysias vor der Unabhängigkeit, verloren rasch an Bedeutung.
Die Wachstumsrate des Bruttoinlandsprodukts beträgt 7,33 Prozent (1990-1999). Das Pro-Kopf-Einkommen gehört zu den höchsten in Südostasien. Dennoch stellt die Armut eines der größten Probleme des Landes dar. Die 1991 eingeführte National Development Policy (NDP, Nationale Entwicklungspolitik), Nachfolgepolitik der NEP, hat sich ein anhaltendes Wirtschaftswachstum und die Überwindung der Armut zum Ziel gesetzt. Bis 2020 soll Malaysias Entwicklung zu einem führenden Industriestaat abgeschlossen sein. Die Wirtschaftspolitik erwies sich als erfolgreiche Strategie, ausländische Investoren zu gewinnen. Durch Privatisierungen gelang es, die nicht unerhebliche Beteiligung des Staates an der Wirtschaft einzuschränken. Seit Ende der achtziger Jahre nimmt das Wirtschaftswachstum rascher zu. Mit einem durchschnittlichen Realwachstum von etwa 8 Prozent ist Malaysia heute die sich wirtschaftlich am schnellsten entwickelnde Nation Südostasiens.


1. Land- und Forstwirtschaft, Fischerei

Die Landwirtschaft verliert bezogen auf ihren Beitrag zum BIP und zu den Exporteinnahmen an Bedeutung, sie beschäftigt 15 Prozent der Erwerbstätigen. Die landwirtschaftliche Nutzfläche Malaysias umfasst ungefähr 13 Prozent der Landesfläche, 35 Prozent davon betreffen Plantagen. Viele Kleinbauern produzieren für den Eigenbedarf und decken den größten Teil des Inlandsbedarfs an Nahrungsmittelerzeugnissen, überwiegend Reis. Kautschuk (1876 eingeführt), Palmöl (1917 eingeführt) und Kakao sind die wichtigsten landwirtschaftlichen Exportgüter. Malaysia produziert etwa 60 Prozent der Weltproduktion an Palmöl und liegt mit der Kautschuk- und Kakaoproduktion weltweit an dritter bzw. vierter Stelle. Jährlich werden etwa 1,9 Millionen Tonnen Reis, 1,6 Millionen Tonnen Kautschuk, 6,5 Millionen Tonnen Palmöl und 250 000 Tonnen Kakaobohnen erzeugt. Daneben sind Pfeffer, Zuckerrohr, Tee, Ananas, Kokosnuss und Tabak wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse.
Durch den Ausbau der Holzwirtschaft seit Beginn der achtziger Jahre ist Malaysia zu einem der größten Nutzholzexporteure auf dem Weltmarkt geworden. Wegen des gravierenden Rückgangs der Waldfläche, insbesondere in Sarawak, hat die Regierung Exportverbote für mehrere tropische Holzarten erlassen und ist bestrebt, die Erträge in diesem Wirtschaftssektor durch die Entwicklung von Sperrholz- und anderen Holz verarbeitenden Fabrikanlagen zu steigern. Mit der Modernisierung der Fischereiflotte Anfang der siebziger Jahre wurde der Fischfang erheblich intensiviert.


2. Bergbau

Malaysia verfügt über große Erz- und Erdölvorkommen. In diesem Industriezweig sind weniger als ein Prozent der Arbeitskräfte beschäftigt. Die Malaccahalbinsel hatte als Zinnproduzent lange Zeit eine Spitzenstellung auf dem Weltmarkt. Malaysia gehört weltweit noch immer zu den führenden Zinnlieferanten und steht heute nach Brasilien und Indonesien an dritter Stelle, obwohl die Produktion drastisch zurückging. Die vor der Küste liegenden Gas- und Ölfelder stellen eine wichtige Devisenquelle dar. Mit der Förderung wurde 1970 begonnen. Andere wirtschaftlich bedeutende Bodenschätze sind Bauxit, Eisenerz, Kupfer, Titaneisenerz und Gold.


3. Industrie

Die Industrie beschäftigt etwa 38 Prozent der Erwerbstätigen und trägt zu mehr als 70 Prozent zu den Exporteinnahmen bei. Die Regierungspolitik misst der Errichtung exportorientierter Industriebetriebe große Bedeutung zu.
Das Wachstum der verarbeitenden Industrie wurde insbesondere durch die Förderung ausländischer Investoren vorangetrieben. Zu diesem Zweck wurden freie Produktionszonen mit zahlreichen Privilegien wie steuerlichen Vorteilen ausgewiesen. Malaysia ist nach den USA und Japan wichtigster Produzent elektronischer Bauteile und größter Exporteur integrierter Schaltkreise. Andere elektronische Exportgüter sind Halbleiter, Radios, Kassettenrekorder und Stereoanlagen. Weitere wirtschaftlich bedeutsame Industriebetriebe verarbeiten Kautschuk, Zinn, Öl und Nahrungsmittel oder stellen chemische Erzeugnisse her.


4. Energie

Erdöl und Erdgas sind die Hauptenergiequellen für die malaiische Wirtschaft, gefolgt von Kohle und Wasserkraft. Brennholz ist noch immer eine der wesentlichen Energiequellen für einzelne Haushalte. Da das in Malaysia geförderte Öl sehr hochwertig ist, dient es fast ausschließlich dem Export. Für den Eigenbedarf wird Rohöl importiert. Erdgas gewinnt für die Erzeugung der elektrischen Energie zunehmend an Bedeutung.


5. Verkehrswesen

Das Verkehrsnetz ist in Malaysia recht unterschiedlich entwickelt. Auf der Malaccahalbinsel gibt es ein umfassendes Straßen- und Eisenbahnnetz. In Sabah und Sarawak ist die verkehrsmäßige Erschließung noch nicht so weit fortgeschritten. Malaysia verfügt über ein Straßennetz von etwa 65 877 Kilometern (1999). Auf der Malaccahalbinsel betreibt die staatseigene Eisenbahn ein 2 080 Kilometer langes Schienennetz, in Sabah erstreckt es sich über 140 Kilometer. Die nationale Fluggesellschaft ist die Malaysia Airlines, die 1971 gegründet wurde und In- und Auslandsflüge bietet. Der Subang Airport von Kuala Lumpur ist der bedeutendste der vier internationalen Flughäfen Malaysias. Wichtigste Seehäfen sind Kelang, George Town, Johor Baharu und Kuantan auf der Halbinsel sowie Kota Kinabalu und Kuching in Ostmalaysia.


6. Währung und Bankwesen

Die Währungseinheit Malaysias ist der Malayische Ringgit (RM), der 100 Sen entspricht. Die Bank Negara Malaysia (1959 gegründet) ist Landeszentralbank und einziger Herausgeber der Währung. Die Börse befindet sich in Kuala Lumpur. Unter der New Economic Policy (NEP) hat sich das Finanzwesen beträchtlich entwickelt.


7. Außenhandel

Die Handelsbilanz ist positiv. Maschinen, Kraftfahrzeuge, chemische Erzeugnisse, Nahrungsmittel und Getränke sowie Kraftstoffe sind die wichtigsten Importgüter. Maschinen und Fahrzeuge sind mit 55 Prozent am Gesamtexport beteiligt, Erzeugnisse der verarbeitenden Industrie mit weiteren 18 Prozent. Andere wichtige Exportgüter sind Kraftstoffe, Palm- und anderes Pflanzenöl sowie Kautschuk und Erz. Malaysias wichtigste Handelspartner sind die Vereinigten Staaten von Amerika, Singapur, Japan, China, Thailand, Großbritannien und die Niederlande.

Malaysia's Verwaltung und Politik

Malaysia besteht aus 13 Bundesstaaten und ist eine föderative Wahlmonarchie, die auf der Verfassung von 1957 beruht. Durch die Änderungen von 1974 und 1984 wurden Kuala Lumpur und Labuan zu Bundesterritorien.
Das Staatsoberhaupt ist der Monarch, den die erblichen Herrscher aus neun der 13 föderativen Bundesstaaten für die Dauer von fünf Jahren wählen. Exekutive und Legislative obliegen dem Monarchen, wobei Parlament und Kabinett Rat gebende Funktion haben. Die erblichen Herrscher bilden zusammen mit den ernannten Führern der vier anderen Staaten die Konferenz der Fürsten, die bei Fragen zu innerstaatlichen Grenzen hinzugezogen werden und allen Änderungen zustimmen müssen. Das Gleiche gilt bei Verfassungsänderungen sowie konföderativen Veränderungen.


1. Exekutive

Exekutivorgan ist das Kabinett, das vom Premierminister geführt wird. Der Premierminister und die Kabinettsmitglieder werden vom Monarchen ernannt und sind dem Parlament verantwortlich.


2. Legislative

Das Parlament besteht aus zwei Kammern, dem Repräsentantenhaus (Dewan Rakyat) mit 192 Mitgliedern und dem Senat (Dewan Negara) mit 70 Mitgliedern. Durch allgemeine Wahlen werden die Mitglieder des Repräsentantenhauses für fünf Jahre gewählt. Die Amtszeit der Senatoren, die mindestens 30 Jahre alt sein müssen, beträgt sechs Jahre. Die Parlamente der einzelnen Bundesstaaten wählen je zwei Senatoren, die übrigen werden vom Staatsoberhaupt ernannt. Das Repräsentantenhaus ist die oberste gesetzgebende Körperschaft, der Senat hat in der Gesetzgebung nur ein aufschiebendes Vetorecht.


3. Kommunalverwaltung

Die elf Bundesstaaten der Malaccahalbinsel sind Johor, Kedah, Kelantan, Melaka, Negeri Sembilan, Pahang, Perak, Perlis, Pinang, Selangor und Terengganu. Vor der Gründung der Föderation Malaysia durch den Zusammenschluss mit Singapur, Sarawak und Sabah (1963) bildeten diese Staaten den Malaiischen Bund.
Alle Staaten mit Ausnahme von Melaka, Pinang, Sabah und Sarawak werden von erblichen Herrschern regiert, die bis auf den Herrscher von Perlis (ein Radscha) und Negeri Sembilan (der Yang di-Pertuan Besar) Sultane sind. Thronfolger ist immer der erstgeborene Sohn des jeweiligen Herrschers. In Negeri Sembilan wird der Thronfolger aus der Gruppe der Söhne des Herrschers gewählt und in Perak regieren drei königliche Familien abwechselnd. Die Herrscher von Melaka, Pinang, Sabah und Sarawak werden für einen Zeitraum von vier Jahren vom Monarchen ernannt. Sie haben keine religiösen Ämter und nehmen nicht an der Wahl des Monarchen teil, ansonsten haben sie die gleiche Macht wie die erblichen Herrscher.
Die Exekutive liegt in den Händen des Kabinetts und der Ministerräte der Bundesstaaten, an deren Spitze der Premierminister steht. Alle Bundesstaaten haben ein Einkammerparlament, das in seiner Größe recht unterschiedlich ist (14 Sitze in Perlis, 56 in Sarawak). Die Mitglieder der einzelnen Parlamente werden für eine fünfjährige Amtsperiode direkt gewählt, in Sabah werden zusätzlich sechs weitere Mitglieder ernannt. Verwaltungstechnisch sind die 13 Bundesstaaten in 130 Distrikte aufgeteilt, die von einem District Officer geleitet werden. Unterhalb dieser Ebene ist die Verwaltung in Orts-, Gemeinde- und Stadtverwaltungen gegliedert.


4. Politik

Malaysia wird seit seiner Gründung von Parteienbündnissen regiert. Die Allianz aus der United Malays National Organization (UMNO, Vereinigte Nationale Organisation der Malaien), der Malay Chinese Association (MCA, Malaiisch-Chinesische Vereinigung) und des Malayan Indian Congress (MIC, Malaiisch-Indischer Kongress), bildete seit der Unabhängigkeit des ehemaligen Malaiischen Bundes (1957) die Koalitionsregierung. Nach den ethnischen Unruhen von 1970 wurde dieses Parteienbündnis durch die Aufnahme aller großen Parlamentsparteien der 13 Bundesstaaten erweitert. Die neue Koalition nannte sich Nationale Front (Barisan Nasional) und umfasste 1974 zehn Mitgliedsparteien. In der Folgezeit hatte das Parteienbündnis durchschnittlich zwölf Mitglieder, neue Parteien traten dem Bund bei, andere verließen ihn aufgrund politischer Meinungsverschiedenheiten; 1999 bestand die Nationale Front aus 14 Parteien.
Die stärkste Kraft in diesem Parteienbündnis ist die UMNO, die 1946 gegründet wurde und seit der Unabhängigkeit Malaysias alle Premierminister gestellt hat, einschließlich Mahathir ibn Mohammed, der 1981 Premierminister wurde. 1988 kam es zur Wiedergründung der New UMNO (UMNO Baru), welche die ursprüngliche UMNO ersetzte, die zuvor wegen der Teilnahme nichtregistrierter Gruppierungen an den Wahlen aufgelöst worden war. Es gibt etwa 25 Oppositionsparteien, die zumeist einer von zwei verschiedenen Koalitionen angehören. Gagasan Rakyat (Volksbewegung), eine Koalition aus sieben Parteien, ist die größere der beiden. Die Democratic Action Party (DAP, Demokratische Aktionspartei), die größte Oppositionspartei, zählt zu ihren Mitgliedern. Die Muslim Unity Movement, die 1989 gegründet wurde, umfasst vier Parteien, u. a. die Spirit of '46, eine Gruppe, die nach der Anfechtung der Wahl von 1987 aus der UMNO austrat, und die Pan-Malaysian Islamic Party (PMIP), die 1977 von der Nationalen Front ausgeschlossen wurde.


5. Verteidigung

Die malaiische Armee verfügt über ein Heer von 80 000 Soldaten, eine Marine mit 8 000 Mann sowie eine Luftwaffe mit ungefähr 8 000 Mann und 77 Kampfflugzeugen (1999). Malaysia ist neben Australien, Neuseeland, Singapur und Großbritannien Mitglied des Verteidigungsbündnisses Five Powers Defence Arrangements.

Malaysia's Klima, Flora & Fauna

Malaysia, Staat in Südostasien, der aus zwei durch das Südchinesische Meer getrennten Landesteilen besteht, die über 650 Kilometer voneinander entfernt sind.

Landkarte Malaysia aus dem CIA Factbook


Westmalaysia umfasst elf Bundesstaaten im Süden der Malaccahalbinsel und grenzt im Norden an Thailand, im Süden an Singapur. Im Westen liegt die Malaccastraße, im Osten das Südchinesische Meer. Ostmalaysia, bestehend aus den Bundesstaaten Sabah und Sarawak, nimmt den Nordteil der Insel Borneo ein und grenzt im Norden und Westen an das Südchinesische Meer, im Osten an die Sulu- und Celébessee sowie im Süden an die indonesischen Provinzen West- und Ostkalimantan. Die Insel Labuan, früher Teil von Sabah, wurde 1984 Bundesterritorium. Das Sultanat Brunei bildet im Norden Sarawaks eine Küstenenklave.
Malaysia wurde am 16. September 1963 durch den föderativen Zusammenschluss der elf Bundesstaaten auf der Malaccahalbinsel, des Malaiischen Bundes (seit 1957 unabhängig), dem auch Singapur als selbständiger Staat angehörte, sowie der ehemaligen britischen Kolonien Sabah (Nordborneo) und Sarawak gebildet. 1965 verließ Singapur die Föderation. Malaysia hat eine Gesamtfläche von 329 758 Quadratkilometern. Die größte Stadt Malaysias und Hauptstadt der Föderation ist Kuala Lumpur.

Die Malaccahalbinsel besitzt eine Fläche von 131 598 Quadratkilometern. Im Norden der Halbinsel befinden sich breit entfaltete Gebirgsketten; die bedeutendste Kette ist die Main Range oder Barisan Titiwangsa, deren Hauptkamm eine Höhe von 2 190 Metern aufweist. Die Bergketten laufen in ein dicht besiedeltes Küstentiefland aus, im Süden ist die Halbinsel eben. An den Küsten Sarawaks und Sabahs gibt es versumpfte Schwemmlandebenen. Im Gebirgsland Sabahs liegt der Kinabalu, mit 4 101 Metern die höchste Erhebung des Landes.


1. Klima

In Malaysia herrscht das ganz Jahr über, außer in den Hochlagen der Berge, ein tropisch feuchtwarmes Klima. Die Tagesdurchschnittstemperaturen liegen in den Tiefländern bei 27 °C. Ergiebige Regenfälle treten das ganze Jahr über auf und erreichen während des Nordostmonsuns von November bis März Spitzenwerte. Die Jahresniederschläge an Hängen im Norden von Sarawak und Sabah, die dem Monsun besonders ausgesetzt sind, liegen bei über 6 000 Millimetern. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge auf der Halbinsel beträgt 2 540 Millimeter.


2. Flora und Fauna

Mehr als die Hälfte der Landesfläche ist von immergrünem tropischem Regenwald bedeckt. In Sabah und Sarawak befinden sich Malaysias größte Urwaldflächen, die Bestände zählen zum Teil zu den ältesten der Welt. In vielen Gebieten ist der Regenwald allerdings durch Brandrodungsfeldbau und Nutzholzgewinnung bereits weitgehend zerstört. Die Ausbeutung des Regenwaldes wird besonders in Sarawak auf dramatische Weise vorangetrieben. Weite Teile Malaysias wurden im Herbst 1997 von den großflächigen Waldbränden in Mitleidenschaft gezogen, die in Indonesien offenbar durch Brandrodung ausgebrochen waren.
Die Tierwelt Malaysias ist sehr artenreich. In Malaysia gibt es Elefanten, Malaienbären, Nashörner, Wildrinder, Orang-Utans, Gibbons und zahlreiche Katzenarten, u. a. Tiger, Leoparden und Nebelparder. Viele Tierarten, z. B. Orang-Utans, Nashörner und Raubkatzen, sind bedroht und stehen heute unter Naturschutz. Die Avifauna (Vogelwelt) in Sabah und Sarawak ist überaus vielfältig; dort leben zahlreiche Arten von Nashornvögeln, Papageien, Fasanen (Gelbschwanzfasan, Prälatfasan), Seglern (Salanganen), Nektarvögeln, Spechten (Sultanspecht, Rindenspalter), Greifvögeln (Haubenadler, Brahminenweihe) und Eulen (Fischuhu, Maskeneule). Korallenriffe vor der Westküste Sabahs sind Lebensraum einer reichen Meeresfauna.

Malaysia's Bevölkerung

Die malaiische Bevölkerung weist eine große ethnische Vielfalt auf. Die Malaien, die aus verschiedenen Regionen der Halbinsel und den Inselgruppen Südostasiens stammen, stellen 58 Prozent der Gesamtbevölkerung. Ungefähr 27 Prozent sind Chinesen und 8 Prozent Inder. Den Rest der Bevölkerung bilden einheimische Volksgruppen wie die Orang Asli sowie kleine Gemeinschaften eingewanderter Pakistanis, Filipinos, Indonesier, Vietnamesen und Europäer. Die Orang Asli sind eine einheimische Volksgruppe der Halbinsel, stellen heute aber nur noch eine kleine Minderheit der Bevölkerung dar. Als Volksgruppe teilen sie sich in die Jakun, die altmalaiisch sprechen, und die Semang und Senoi, deren Sprache der Mon-Khmer-Gruppe (siehe austroasiatische Sprachen) zuzurechnen ist. Die Orang Asli gehören zumeist traditionellen, animistischen Stammesreligionen an (siehe malaiische Völker). Auf der Malaccahalbinsel besiedeln die Malaien hauptsächlich die ländlichen Küstenregionen, wo sie von Fischfang und Reisanbau leben. In den Städten dominieren die im Wirtschaftsleben vorherrschenden Chinesen. Inder, Pakistanis und Tamilen sind überwiegend auf Plantagen beschäftigt.
In Sabah und Sarawak besteht die Hälfte bis zwei Drittel der Bevölkerung aus einheimischen Volksgruppen, die hauptsächlich an Flüssen im Landesinneren leben. Die größten Stämme sind die Iban und die Land-Dayak in Sarawak sowie die Kadayan in Sabah. Malaien bilden in Sarawak und Sabah eine Minderheit, sie dominieren in den Küstenorten und Städten Sarawaks und Sabahs. Die Zahl der Einwanderer aus Indonesien und von den Philippinen ist in Sabah recht hoch und stellt ein Problem dar. Die Vielfalt der Volksgruppen Malaysias spiegelt sich auch in unterschiedlichen Siedlungsstrukturen wider: das ländliche Siedlungsbild ist vom malaiischen Kampong (Stelzenhaus) geprägt. In den langen Dayak-Häusern werden zahlreiche religiöse Feste abgehalten.
Malaysia hat etwa 22,2 Millionen Einwohner (2001), was einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von 67 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht. Die Malaccahalbinsel ist ungefähr siebenmal so dicht bevölkert wie Sarawak und Sabah. Etwa 43 Prozent der Bevölkerung leben auf dem Land, 57 Prozent in Städten (1999). Die Geburtenzuwachsrate, früher eine der höchsten in Asien, hat seit 1960 stetig abgenommen und lag Anfang der neunziger Jahre bei 2,5 Prozent pro Jahr.


1. Wichtige Städte

Der wirtschaftliche und kulturelle Mittelpunkt Malaysias ist die Hauptstadt und das Verwaltungszentrum Kuala Lumpur innerhalb des Bundesstaates Selangor im Westen der Malaccahalbinsel. Die Einwohnerzahl von Kuala Lumpur beträgt etwa 1,15 Millionen (1996). Andere wichtige Städte sind: Ipoh (382 853 Einwohner), Transport- und Wirtschaftszentrum und Hauptstadt von Perak im Nordwesten der Halbinsel; Johor Baharu (328 436 Einwohner), Hauptstadt von Johor, des südlichsten Bundesstaates auf der Halbinsel; Kelang (243 355 Einwohner) in Selangor, bedeutende Hafen- und Industriestadt sowie Sitz des Sultanspalasts; George Town (219 603 Einwohner), Hauptstadt von Pinang und eine der wichtigsten Hafenstädte Malaysias.


2. Sprache und Religion

Die Amtssprache ist Bahasa Malaysia (Malaiisch), die von ungefähr 58 Prozent der Bevölkerung gesprochen wird. Daneben sind Chinesisch, Tamil und Iban verbreitet. Englisch ist eine wichtige Bildungs- und Verkehrssprache.
Der Islam ist die Staatsreligion Malaysias. Etwa die Hälfte der Bevölkerung, im Wesentlichen Malaien, sind Sunniten. Die anderen Volksgruppen gehören den verschiedensten Glaubensrichtungen an. Unter den Chinesen sind Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus verbreitet. 7 Prozent der Bevölkerung, überwiegend Inder, sind Hindu, daneben gibt es eine christliche Minderheit (6 Prozent). Sabahs größte Volksgruppe, die Kadayan, sind ebenfalls Christen. In Sabah und Sarawak sind vor allem animistische Stammesreligionen verbreitet.


3. Feiertage

In Malaysia gibt es eine Vielzahl von nationalen und regionalen Feiertagen. Zu den nationalen Feiertagen gehören Neujahr (1. Januar), der Tag der Arbeit (1. Mai), Yang di-Pertuan Agong, der Geburtstag des Königs (derzeit am 4. Juni), der Merdeka-Tag (31. August) und Weihnachten (25. Dezember). Das chinesische Neujahrsfest dauert eine Woche (Januar bzw. Februar). Der Feiertag Merdeka erinnert daran, dass Malaysia 1957 seine Unabhängigkeit von den Briten erlangte. Die drei höchsten islamischen Feiertage sind Hari Raya Puasa, das dreitägige Fest am Ende des Fastenmonats Ramadan, Hari Raya Haji, das Opferfest nach einer Wallfahrt nach Mekka, und der Geburtstag des Propheten Mohammed. Mandi Safar ist ein islamisches Fest, das in keinem anderen Land gefeiert wird. Am Wesak-Tag (im Mai) wird die Geburt Buddhas gefeiert. Am Geburtstag der buddhistischen Göttin der Gnade, Kuan Yin, pilgern Frauen zu den Tempeln der Göttin. Deepavali ist ein hinduistisches Fest im Oktober bzw. November, an dem der Sieg Krishnas über einen Dämonenkönig gefeiert wird. Die Dayak begehen verschiedene Feste zur Feier der Ernte (Kadazan im Mai), zur Erinnerung an die Toten und zur Heldenverehrung. Malaysias Völkervielfalt hat den Brauch des "offenen Hauses" hervorgebracht, nach dem an besonderen Tagen das eigene Haus den Menschen anderer Volkszugehörigkeit oder Religion offen steht. Bei den Christen ist an Weihnachten offenes Haus, bei den Chinesen während des chinesischen Neujahrsfestes, bei den Hindus an Deepavali und bei den Moslems an Hari Raya Puasa.

Malaysia's Geschichte

Über die Frühgeschichte des heutigen Malaysias ist relativ wenig bekannt, da es von diesem Gebiet kaum Dokumente und archäologische Funde gibt. Ungefähr 3000 v. Chr. besiedelten malaiische Völker die Halbinsel, eine zweite Einwanderungswelle setzte 300 v. Chr. ein. Die Kultur des Landes wurde zu dieser Zeit durch die Einwanderung verschiedener Handelsvölker, insbesondere aus Indien, geprägt. Die Malaccahalbinsel bildete keine politische Einheit, sondern war in kleine Königreiche aufgespalten, denen die Flusstäler natürliche Grenzen setzten. Auch Borneo war in kleinere Einheiten zersplittert. Vermutlich unterstanden einige der Königreiche auf dem Festland bis zu einem gewissen Grad der Kontrolle größerer Reiche in Kambodscha oder Sumatra.
Um 1400 n. Chr. wurde das Königreich von Malakka (auch unter der Schreibweise Melaka bekannt) gegründet, das als Handelszentrum schnell zur führenden Macht der Halbinsel wurde. 1511 eroberten die Portugiesen unter der Führung von Afonso d'Albuquerque Malacca und setzten sich bei kriegerischen Auseinandersetzungen gegen das islamische Reich Aceh von Sumatra durch. 1641 fiel das Königreich an die Niederlande, die in den folgenden 200 Jahren die herrschende europäische Handelsmacht in Südostasien waren. Wie bei den Portugiesen kam es auch unter der Herrschaft der Niederländer zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit angrenzenden Königreichen. Den Niederländern gelang es jedoch, ihren Einfluss bis nach Johor auszudehnen. Zu dieser Zeit standen die nördlichen malaiischen Königreiche, Perlis, Kedah, Kelantan und Trengganu meist unter siamesischem Einfluss.


1. Die Machtübernahme durch die Briten

Im 18. Jahrhundert gewannen die Briten im südostasiatischen Raum zunehmend an Einfluss. 1786 verpachtete der Sultan von Kedah die Insel Penang an die britische Ostindischen Kompanie, 1795 (endgültig 1824) brachte Großbritannien Malacca unter seine Kontrolle, und 1824 nahm es Singapur in Besitz. Zu den Straits Settlements zusammengefasst, kamen Singapur, Penang und Malacca nun unter die Verwaltung der britischen Kolonialregierung in Indien und wurden 1867 Kronkolonien.

Zur Sicherung ihrer Interessengebiete auf der Halbinsel übernahmen die Briten in den siebziger und achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts die Kontrolle über die Sultanate Perak, Selangor, Negeri Sembilan und Pahang und ließen sie durch britische Residenten beaufsichtigen. 1895 wurden diese vier Sultanate zu den Federated Malay States zusammengefasst und der Kontrolle eines britischen Generalresidenten unterstellt. Johor und die vier Sultanate im Norden, Perlis, Kedah, Kellantan und Trengganu, die bis 1909 unter siamesischer Herrschaft standen, gehörten nicht zum Bund und bildeten die Unfederated Malay States. An der Spitze des britischen Herrschaftssystems stand ein Regierungskommissar, der gleichzeitig Gouverneur der Straits Settlements war.

Das Gebiet der heutigen malaiischen Gliedstaaten Sarawak und Sabah stand bis zum Ende des 19. Jahrhundert größtenteils unter dem Einfluss des mächtigen muslimischen Sultanats Brunei. Die Europäer unterhielten zwar Handelsbeziehungen mit Nordborneo, hatten dort aber keine dauerhaften Niederlassungen gegründet. 1841 schenkte das Sultanat Brunei James Brook, einem britischen Seefahrer, als Dank für seine Unterstützung bei der Niederschlagung eines Aufstands Sarawak. Brook und seinen Nachfolgern, ausnahmslos weißen Radschas, gelang es, das Gebiet bis 1905 auf die heutigen Grenzen von Sarawak auszudehnen. Im Osten verpachteten die Sultane von Brunei und Sulu Land an ausländische Händler. 1877 wurde der Pachtvertrag von einer britischen Handelsgesellschaft übernommen. In der Folgezeit schloss Großbritannien mit beiden Sultanen Verträge ab, die den Briten die uneingeschränkte Herrschaft über dieses Gebiet einräumten. 1881 wurde diese Handelsgesellschaft in die British North Borneo Company umgewandelt, nachdem sie einen Freibrief des Sultans zur Verwaltung des Gebiets erhalten hatte. 1888 wurden das heutige Sabah und Sarawak zu britischen Protektoraten.


2. Unabhängigkeit

Malacca, Sarawak und Nordborneo wurden 1941 von den Japanern besetzt und blieben bis zum Ende des 2. Weltkrieges (1945) unter japanischer Besatzung. Nach dem 2. Weltkrieg nahmen die Briten die Halbinsel wieder in Besitz. Die nach dem Krieg aufkommenden Unabhängigkeitsbestrebungen wurden durch Streitigkeiten zwischen den verschiedenen Volksgruppen behindert. Die Briten hatten der Einwanderung von Chinesen und Indern Vorschub geleistet, um ausreichend Arbeitskräfte für die Zinn- und Kautschukindustrien anwerben zu können. In den vierziger Jahren waren ungefähr 50 Prozent der Bevölkerung auf der Malaccahalbinsel Malaien, 37 Prozent Chinesen und 12 Prozent Inder. Die Volksgruppen standen einander, nicht zuletzt wegen religiöser und sprachlicher Konflikte, feindselig gegenüber. 1946 vereinigten die Briten gegen den heftigen Widerstand der Malaien Singapur, Malacca und Penang mit den Federated sowie Unfederated Malay States zur Malaiischen Union. Die malaiische Führungsschicht wehrte sich gegen die den Handel und die Wirtschaft beherrschenden Chinesen. Der Widerstand gegen die Union führte 1946 zur Gründung der United Malays National Organization (UMNO). 1948 wurde die Malaiische Union in eine Föderation, den Malaiischen Bund, umgewandelt.
Nordborneo und Sarawak, die seit 1946 britische Kronkolonien waren, sollten sich mit dem Sultanat Brunei, das britisches Protektorat war, zu einer Konföderation zusammenschließen. Der Plan scheiterte letztendlich an Einwänden von Brunei.

Anfang der fünfziger Jahre bildete sich eine Allianz aus der UMNO, der Malayan Chinese Association (MAC) und dem Malayan Indian Congress (MIC). Bei den ersten allgemeinen Wahlen (1955) erzielte die Allianz die Mehrheit der Mandate und arbeitete zusammen mit den Briten die Verfassung für die Zeit der Unabhängigkeit aus. Die Verfassung stellte den föderativen Staatenbund sowie die Vorzugsstellung der wirtschaftlich benachteiligten Malaien in den Mittelpunkt. Zudem gewährte sie den meisten Nichtmalaien die Staatsbürgerschaft.
Kurz bevor der Malaiische Bund in die Unabhängigkeit entlassen wurde, musste die Kolonialregierung gegen einen von den Kommunisten ausgelösten Aufstand vorgehen, der erst nach jahrelangen Kämpfen niedergeschlagen werden konnte. Die Malay Communist Party (MCP) spielte im 2. Weltkrieg in der Widerstandsbewegung gegen Japan eine führende Rolle und wurde nach 1945 nicht verboten. Die MCP schloss sich der Widerstandsbewegung gegen die Malaiische Union an. Die Gründung des Malaiischen Bundes (1948) war der Auslöser für einen bewaffneten Aufstand kommunistischer Rebellen. Ziel der MCP war u. a. die sofortige Unabhängigkeit und die Absetzung der traditionellen malaiischen Herrscher. Die Angriffe der MCP auf Zinnminen und Kautschukplantagen führten im Juni 1948 zur Verhängung des Ausnahmezustands durch die Briten (siehe Malaiischer Aufstand). Die MCP wurde verboten, die britischen und einheimischen Truppen durch Kontingente aus den afrikanischen Kolonien Großbritanniens sowie aus Australien und Neuseeland ergänzt. 1954 war die MCP zu Friedensverhandlungen bereit, obwohl es in den folgenden sechs Jahren nach wie vor zu sporadischen Kämpfen kam.


3. Malaysia

Am 31. August 1957 wurde der Malaiische Bund von Großbritannien in die Unabhängigkeit entlassen. Tunku Abdul Ar-Rahman Putran (UMNO) war der erste Premierminister. Am 16. September 1963 schloss sich der Malaiische Bund mit Singapur, Sarawak und Sabah zur Föderation Malaysia zusammen. Wirtschaftliche und politische Interessengegensätze führten 1965 zum Austritt Singapurs aus der Föderation. Unter der Führung des indonesischen Staatspräsidenten Sukarno leistete Indonesien gegen die Mitgliedschaft von Sarawak und Sabah in der Föderation Widerstand und startete über die Grenze hinweg eine propagandistische und militärische Konfrontation, die bis 1966 andauerte.

Die malaysische Staatsführung hatte immer wieder mit ethnischen und sozialen Spannungen zwischen den Volksgruppen zu kämpfen. Bei den allgemeinen Wahlen von 1969 stand die Allianz einer Opposition malaiischer und nichtmalaiischer Parteien gegenüber. Unmittelbar nach den Wahlen brachen in Kuala Lumpur schwere Unruhen aus, die bis 1971 zur Verhängung des Ausnahmezustands führten. Der neue Premierminister Tun Abd Ar-Razak vertrat die New Economic Policy (NEP, Neue Wirtschaftspolitik) mit dem Ziel, die Armut zu bekämpfen und die Stellung der Malaien in wirtschaftlicher Hinsicht zu verbessern.

Außerdem erweiterte Ar-Razak das regierende Parteibündnis Allianz, das sich bereits auf die östlichen Teile ausgedehnt hatte, zur Nationalen Front (Barisan Nasional). 1974 gewann die Nationale Front die Wahlen und konnte ihren Vorsprung 1978 unter Premierminister Datuk Husain ibn Onn ausbauen. Der Nationalen Front standen zwei große Oppositionparteien gegenüber: die Pan-Malaysian Islamic Party, die 1977 die Nationale Front verließ und zunehmend die Bedeutung der Religion in den Mittelpunkt rückte, sowie die Democratic Action Party. Als Husain Onn 1981 zurücktrat, trat sein Stellvertreter, Mahathir ibn Mohammed, seine Nachfolge an. 1983 führte eine Auseinandersetzung über die Verfassung zwischen der Regierung Mahathir und den Sultanen zu einem Kompromiss, der die Macht des Yang di-Pertuan Agong einschränkte und der Konferenz der Fürsten ein Vetorecht in der Legislative einräumte. Durch die wachsenden Spannungen zwischen Malaien und Chinesen (1987) sah sich die Regierung Mahathir bedroht und ließ alle Oppositionsführer festnehmen. Aus den Wahlen von 1990 ging die Nationale Front wieder als Sieger hervor und zog mit großer Mehrheit ins Parlament ein.
In den späten achtziger und frühen neunziger Jahren traten zwischen der föderativen Regierung und den Gliedstaaten Sabah und Sarawak größere Meinungsverschiedenheiten auf, woraufhin die Oppositionsparteien in das Parlament der Mitgliedsstaaten gewählt wurden. Insbesondere Sarawak und Sabah fühlten sich im Zug des Wirtschaftswachstums und der Industrialisierung vernachlässigt, obwohl das in diesem Landesteil in großen Mengen vorkommende Erdöl, Erdgas und Holz einen Großteil der Devisen einbrachte. In Sarawak protestierten Gruppen der Dayak heftig gegen den rasanten Ausbau der Holzindustrie. Außerdem befürchtete man die Ausbreitung radikaler islamischer Gruppen und die Gefährdung der inneren Stabilität des Landes. 1985 wählte Sabah als erster Bundesstaat eine Oppositionspartei in das Landesparlament. 1993 wurden für malaiische Reisende von der Halbinsel Zollkontrollen eingeführt. Zeitweise hatte es Anfang der neunziger Jahre den Anschein, es gäbe Überlegungen, aus der Föderation auszutreten.
Am 25. Februar 1994 verhängte die Regierung Handelssanktionen gegen Großbritannien. Mitte 1994 wurden die Befugnisse des Königs durch eine Verfassungsänderung weiter eingeschränkt. Vom Parlament verabschiedete Gesetze können nicht mehr vom Monarchen abgelehnt werden. Im April 1999 wurde Sultan Salahuddin Abdul Aziz Shah Alhaj für die folgenden fünf Jahre zum König gewählt. Bei den Parlamentswahlen vom November 1999 setzte sich die aus 14 Parteien bestehende Koalition von Premierminister Mahathir ibn Mohammed mit großer Mehrheit durch.


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1.03.04

Einreisebestimmungen – Visum Malaysia

Für deutsche Staatsangehörige besteht keine Visumspflicht bei einem Aufenthalt ohne Berufstätigkeit bis zu 3 Monaten. Bei Einreise in den Bundesstaat Sarawak wird ein separates Visum erteilt, welches in der Regel 30 Tag gültig ist. Der Reisepass sollte bei Einreise noch mindestens 6 Monate gültig sein. Deutsche, die hier ein Arbeitsverhältnis eingehen wollen, haben sich den lokalen Vorschriften zu unterwerfen und benötigen eine nur schwer erhältliche Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis, die vor der Einreise bei der Malaysischen Botschaft im Wohnortland beantragt werden muss.

Stand: 6. April 2004

4.02.04

Malaysia Währung: Malaysischer Ringgit als Zahlungsmittel

Der Ringgit ist die Währung von Malaysia (Währungscode MYR). Er unterteilt sich in sen (Cents). Inoffiziell ist der Ringgit auch als Malaiischer Dollar bekannt. Neben dem Malaiischen Ringgit wird in Malaiisch auch der Brunei-Dollar als Ringgit bezeichnet.

Das malaiische Wort Ringgit bedeutet gezackt und bezieht sich auf die gezackten Ränder der spanischen Silberdollar, die einmal in Südostasien als Zahlungsmittel verwendet wurden.

Vor dem Ringgit waren seit 1837 die Indische Rupie gesetzliches Zahlungsmittel für die Straits Settlements, danach ab 1867 wieder der Silberdollar.

Im Jahre 1903 wurde der Straits Dollar durch das Währungsamt eingeführt. Der Wechselkurs wurde damals mit zwei Shilling und vier Pence festgelegt; Privatbanken wurde untersagt, Banknoten zu drucken. Der Straits Dollar war mit Ausnahme der Zeit der japanischen Besetzung 1942-1945 bis zur Unabhängigkeit Malaysias Zahlungsmittel des Landes. Im Jahr 1967 wurde der Straits Dollar zusammen mit dem Pfund Sterling um 15% abgewertet, wohingegen die neuen Banknoten der Bank Negara Malaysia und der Währungskommissionen von Singapur und Brunei nicht abgewertet wurden.

Seit August 1975 ist der Name Ringgit alleinige Bezeichnung für die malaiische Währung. Bis dahin war die englische Bezeichnung Dollar. Das Symbol $ wurde aber erst in den 1990ern durch RM ersetzt.

Seit der Asienkrise von 1997 ist der Wechselkurs des Ringgit zum US-Dollar mit 3,80 RM pro Dollar festgelegt.

9.01.04

Verkehrsmittel in Malaysia - Transport

Malaysian Airline System (MAS) ist die nationale Flug gesellschaft und bedient sowohl Westmalaysia als auch Sabah und Sarawak. Die Flugpreise halten sich im Rahmen, aber es ist nicht notwendig innerhalb der malaiischen Halbinsel zu fliegen, sofern man es nicht wirklich eilig hat. Nach Ostmalaysia gelangt man am günstigsten ab Johor Bahru. Dort ist Fliegen oft die einzige Möglichkeit, in abgelegene Gebiete im Landesinneren zu gelangen. Diese Flüge mit kleinen Maschinen sind vor allem während der Schulferien oft ausgebucht und auf Grund des wechselhaften Wetters unzuverlässig.

Auf der malaiischen Halbinsel stellt das effiziente, gut ausgebaute Bus netz die beste Art zu reisen dar. In Sabah verkehren Minibusse und entlang der Hauptrouten auch Überlandbusse. In Sarawak bestehen regelmäßige Busverbindungen zwischen Kuching und Miri. Über die Halbinsel führen zwei Eisenbahnlinien, die Hauptstrecke verläuft von Singapur über Kuala Lumpur und Butterworth, die so genannte Dschungeleisenbahn zweigt in Gemas ab und verläuft in Richtung Nordosten nach Kota Bharu. Die Züge sind relativ bequem und billig. Leider funktionieren nur die beiden Linien Singapur-Kuala Lumpur-Butterworth oder Gemas-Kota Bharu. In Sabah lohnt eine Fahrt mit der Schmalspureisenbahn zwischen Tenom und Kota Kinabalu durch die Schlucht des Padas River.

Überlandtaxis sind in Westmalaysia eine vergleichsweise luxuriöse, jedoch erschwingliche und effiziente Art zu reisen, sie kosten etwa das Doppelte wie Busse. Alle großen Auto vermietungen haben Niederlassungen in Kuala Lumpur. Zwischen West- und Ostmalaysia gibt es keine Schiffsverbindungen. Auf den Flüssen Sarawaks verkehren im regelmäßigen Liniendienst klimatisierte Schnellboote.

Nur in Kuala Lumpur sind Taxis mit Taxameter ausgestattet. Rikschas sind aus der Hauptstadt verschwunden, während sie in Penang und in der Provinz immer noch häufig anzutreffen sind. Das öffentliche Verkehrsnetz von Kuala Lumpur hat durch die Hochbahn LRT und die Verbannung der Luft verpestenden Minibusse an Qualität gewonnen. Dennoch sollte man vermeiden, zu den Stoßzeiten mit dem Auto oder Bus unterwegs zu sein.

Anreise nach Malaysia - Kuala Lumpur

Im Juni 1998 wurde in Sepang, 50 km südlich von Kuala Lumpur, Malaysias neuer internationaler Flughafen KLIA eröffnet. Die meisten Touristen kommen entweder hier an oder reisen über Land aus Thailand oder Singapur ein. Zudem bestehen internationale Flugverbindungen nach Penang, Johor Bharu, Kuching und Kota Kinabalu. Von Tawau in Sabah gibt es Flüge nach Kalimantan, dem indonesischen Teil Borneos.

Fünf Straßen führen nach Thailand, drei an der Westküste, eine im Zentrum und eine an der Ostküste. An der Westküste stellt zudem die Bahn eine gute Verbindung her. Nach Singapur gelangt man von Johor Bahru über den Straßendamm (Causeway), die Straßenbrücke (2nd Link) im Westen, mit Fähren von der Ostküste oder mit dem Zug. Nach Indonesien verkehren Fähren von Penang nach Medan, von Melaka nach Dumai, von Tanjung Belungkor (bei Johor Bharu) nach Pulau Batam und von Tawau nach Tarakan (Kalimantan). Zwischen Kuching (Sarawak) und Pontianak (Kalimantan) besteht zudem eine Busverbindung.

Malaysia – Sabah

Grandiose Landschaften und eine faszinierende Tierwelt sind die Hauptattraktionen in Sabah. Vor der Küste nahe der Hauptstadt Kota Kinabalu umfasst der knapp 50 qkm große Tunku Abdul Rahman Nationalpark die Inseln Gaya, Mamutik, Manukan, Sapi und Sulug mit einigen schönen Stränden.

Nördlich der Hauptstadt findet sonntags in Kota Belud einer der größten Märkte statt, die in Sabah tamu genannt werden. Hier wird alles Mögliche verkauft, von Wunderpillen bis zu Rindern.

Im Landesinneren erheben sich bis in 4095 m Höhe die zerklüfteten Granitwände des Mount Kinabalu, eine der Hauptattraktionen. Er ist einer der am leichtesten zu besteigenden Gipfel der Welt, und der Ausblick ist sensationell, besonders bei Sonnenaufgang. Nach der Bergbesteigung oder einer längeren Wanderung durch den tropischen Bergwald unterhalb des Gipfels kann man sich in den heißen Quellen bei Poring entspannen. Das Orang Utan Rehabilitationszentrum in Sepilok bei Sandakan informiert über diese vom Aussterben bedrohte Tierart und bietet die Möglichkeit, Orang Utan, die ausgewildert werden, im Dschungel anzutreffen.

Malaysia – In Sarawak

Wenn eine Stadt die Bezeichnung multikulturell verdient, dann ist es Kuching. Auf den lebendigen Märkten und in den kleinen Läden der Altstadt trifft sich ein buntes Völkergemisch aus Chinesen, Iban, Bidayuh und anderen indigenen Stämmen, Malaien, Indern, Arabern und Europäern. Das Zentrum der schnell wachsenden Stadt erstreckt sich entlang der Ufer des Sungai Sarawak, dessen träge dahinfließendes, braunes Wasser wie ein Vorbote des dschungelbedeckten Hinterlandes wirkt. Das hervorragende Nationalmuseum informiert über die ereignisreiche Geschichte und interessante Kultur dieses Teils von Borneo. Vor den Toren der Stadt locken Damai mit weißen Sandstränden, Ferienresorts und einem Kulturdorf sowie der Bako Nationalpark mit seiner faszinierenden Küstenlandschaft, Kannenpflanzen und Nasenaffen. Während mehrtägiger Touren ins Landesinnere können sich Besucher mit dem Leben der Iban vertraut machen, deren traditionelle Langhäuser noch an den Oberläufen einiger Flüsse stehen. Der Rejang River und seine Nebenflüsse sind die wichtigsten Verkehrsadern in Zentral-Sarawak. Nur wenige Touristen fahren in die Gebiete unterhalb von Kanowit und Song. Bereits vor 35 000 Jahren lebten Steinzeitmenschen in den Niah-Höhlen im Nordosten, die von Pankalan Lubang aus über einen 3 km langen Plankenweg zu erreichen sind. Ein kleines Museum enthält Ausgrabungsfunde und informiert über die Schwalbennestsammler, die in den Höhlen ihrer gefahrvollen Tätigkeit nachgehen.

Malaysia – malaiische Halbinsel

Vor der Küste des Bundesstaates Perlis liegen 104 Inseln. Vor allem die Hauptinsel Langkawi ist ein beliebtes Ziel einheimischer wie ausländischer Urlauber, denn neben den schönen Stränden lockt sie mit ihrem zollfreien Status. Zudem ist sie durch den internationalen Flughafen und zahlreiche Fähren leicht zu erreichen.

Das ruhige Taiping im Staat Perak besitzt neben dem interessanten Museum eine lebendige Altstadt mit kolonialen Gebäuden und einem lohnenswerten Nachtmarkt, aber kaum Touristen. Nicht weit entfernt wartet die historische Sultansstadt Kuala Kangsar mit einer schönen Moschee und schmucken Palästen auf. In Ipoh, der Hauptstadt von Perak, findet man elegante Herrenhäuser und eindrucksvolle Höhlentempel.

Obwohl er nur schlecht zu erreichen ist, lohnt ein Besuch des Tasik Chini, einer Seenkette im Zentrum des Bundesstaates Pahang. Die zwölf reizenden von Dschungel umgebenen und teilweise mit Seerosen bedeckten Seen eignen sich gut für Bootstouren und Wanderungen zu Dörfern der Orang Asli.

Der 4343 qkm große Nationalpark Taman Negara im Zentrum der Halbinsel nimmt Teile der Staaten Pahang, Kelantan und Terengganu ein. Er ist per Boot und auf einer Plantagenstraße ab Jerantut zu erreichen und bietet die seltene Gelegenheit, einen der ältesten, ursprünglichen tropischen Regenwälder der Erde zu besuchen. Die mannigfaltige Fauna kann auf längeren Wanderungen entlang markierter Pfade oder vom Boot aus erkundet werden.

Malaysia – Tioman Island

Dieses Postkartenidyll liegt vor der Ostküste der malaiischen Halbinsel im Südchinesischen Meer. Die Insel kann mit schönen Stränden, klarem Wasser, Korallenriffen mit einer bunten Unterwasserwelt, so gut wie unbewohnten, von Dschungel bedeckten Bergen mit kristallklaren Bächen und den dramatischen Gipfeln Batu Sirau und Nenek Semukut aufwarten. Nur wenige Menschen leben ständig auf der Insel, normalerweise halten sich hier mehr Touristen als Einheimische auf. Im Juni und August ist es am vollsten, während die Insel während der schweren Monsunregen zwischen November und Januar mehr oder weniger verlassen wirkt.

An der Westküste liegen verstreut einzelne Dörfer und eine komfortable Ferienanlage. Die Strände um Kampung Tekek und Salang sind die beliebtesten Ziele auf der Insel; Kampung Nipah, Paya, Genting oder gar Juara an der Ostküste sollte man ansteuern, wenn man seine Ruhe haben will. Tioman ist mit dem Boot ab Mersing, Tanjung Gemuk und Singapur zu erreichen. Von Kuala Lumpur und Singapur fliegen zudem kleine Maschinen das Flugfeld in Kampung Tekek an.

Malaysia – Cameron Highlands

In den 1500 bis 1800 m hoch gelegenen kühleren Bergen der Cameron Highlands im Zentrum der malaiischen Halbinsel hatten die europäischen Kolonialherren zur Erholung Hill Stations angelegt. Noch heute kommen Einheimische und Besucher hierher, um der Hitze des Tieflands zu entfliehen. Das fruchtbare Gebiet ist das Zentrum der Teeanbaus. Man kann durch den Dschungel und zu Wasserfällen wandern, Teeplantagen und schöne Gärten mit jeder Menge bunter Blumen ansehen. Aufgrund des kühlen Klimas lassen sich viele Besucher zu Aktivitäten hinreißen, die im Flachland normalerweise zu schweißtreibend sind, wie zum Beispiel zum Golf- und Tennisspielen oder zu Wanderungen. Im Grunde sind die Cameron Highlands einfach ein Ziel für alle, die das Treiben am Strand nicht mögen und ein bisschen koloniale Nostalgie genießen möchten. Die meisten billigeren Hotels befinden sich im Ort Tanah Rata. Teurere Hotels liegen zwischen Tanah Rata und Brinchang.

Malaysia – Georgetown - Penang Island

Die 285 qkm große Insel Penang vor der Nordwestküste der malaiischen Halbinsel ist die älteste britische Siedlung und heute eines der wichtigsten Urlaubsziele des Landes. Die Strände werden als die Hauptattraktion der Insel angepriesen, können aber das Versprochene zumeist nicht halten. Was an Penang aber wirklich fasziniert, ist die lebendige, 400 000 Einwohner zählende Stadt Georgetown an der Nordostküste. Sie besitzt mehr chinesisches Flair als Singapur oder Hongkong, und in den alten Gassen meint man, die Uhr sei vor 50 Jahren stehen geblieben. Es macht Spaß, durch die kompakte Stadt zu wandern. Überall trifft man auf schöne chinesische Häuser, Gemüsemärkte, Tempel, Trishaws, Mahjong-Spieler und all das übrige für Asien so typische Straßenleben.

Im Zentrum von Georgetown erheben sich die vom Zahn der Zeit angenagten Mauern des Fort Cornwallis, just an jener Stelle, wo der erste Brite Captain Light die damals so gut wie unbewohnte Insel betrat. Er richtete hier einen freien Handelshafen ein und ließ in mit dieser steinernen Befestigung sichern. Den Park innerhalb der Festungsmauern schmücken alte Kanonen, die häufig Piraten abgenommen wurden, die damals die Gegend unsicher machten. Seri Rambai, die größte und bedeutendste Kanone, hat eine bis um 1600 zurückgehende, abwechslungsreiche Geschichte vorzuweisen. Sie soll Fruchtbarkeit fördernde Kräfte besitzen, so dass viele Frauen mit Kinderwunsch Blumen in den Lauf der Kanone legen und um Nachwuchs bitten.

In Penang stehen viele kongsis, Clan-Häuser, die sowohl als Tempel als auch als Treffpunkte der Chinesen desselben Clans mit demselben Nachnamen fungieren. Von allen ist Khoo Kongsi bei weitem das schönste. Das Originalgebäude war so großartig und reich verziert worden, dass es niemanden verwunderte, als das Dach just an jenem Abend, als das Haus fertig gestellt wurde, Feuer fing. Dieses Unglück wurde als Zeichen dafür angesehen, dass das Gebäude zu grandios war. Daraufhin wurde an gleicher Stelle ein etwas weniger opulentes Gebäude errichtet. Beim Betrachten der überwältigenden Mischung von steinernen Löwen und Drachen, Statuen, Gemälden, Lampen, bemalten Kacheln und Schnitzereien fragt man sich, wie üppig das ursprüngliche Gebäude wohl ausgestattet gewesen sein muss.

Der Kuan-Yin-Teng-Tempel im Zentrum der Altstadt ist bei weitem nicht so beeindruckend aber sehr belebt. Oft verbrennen Gläubige Papiergeld in den großen Öfen vor dem Haupttempel; abends wird manchmal eine Chinesische Oper oder ein Puppentheater aufgeführt. Den besten Blick über Georgetown und die Insel hat man vom Penang Hill, der sich 830 Meter über der Stadt erhebt und auf den eine Zahnradbahn hinauffährt. Im kühlen Klima kann man im Park spazieren gehen und sich von der stickigen Hitze in der Stadt erholen. Der Ausblick ist besonders am Abend reizend, wenn im weit unten gelegenen Georgetown die Lichter angehen.

Die meisten der beliebten billigen Unterkünfte findet man an der Lebuh Chulia. Mittelklassehotels stehen vor allem an der Jalan Penang und Luxushotels an den Stränden. Es herrscht kein Mangel an chinesischen und indischen Restaurants, aber man sollte vielleicht etwas mutiger sein und die schmackhaften einheimischen Gerichte probieren, die abends an den Essensständen an der Esplanade und am Gurney Drive feilgeboten werden.

Malaysia – Melaka

Melaka mit seiner bunten Mischung aus chinesischen, portugiesischen, niederländischen und britischen Einflüssen gilt als die historisch interessanteste Stadt Malaysias. Einst befand sich hier einer der wichtigste Handelshäfen Südostasiens, der heute in die Bedeutungslosigkeit versunken ist. Antik aussehende Dschunken tuckern immer noch auf dem Fluss entlang und verleihen ihm einen zeitlosen Charme. Zudem locken chinesische Geschäftsstraßen voller Antiquitätenläden, Tempel und nostalgischer, an die früheren europäischen Herrscher erinnernder Relikte.

Das wichtigste Zeugnis aus holländischer Zeit ist das große Rote Rathaus, das Stadthuys, erbaut zwischen 1641 und 1660. Es gilt als das älteste niederländische Gebäude in Asien und weist alle charakteristischen Merkmale niederländischer Kolonialarchitektur auf, wie zum Beispiel unglaublich schwere Türen und nette Lamellenfenster. In dem Gebäude sind Regierungsbüros und das exzellente Ethnografische Museum untergebracht, das die Geschichte und Kultur des Ortes dokumentiert. In schöner Lage auf dem St. Paul's Hill stehen noch die imposanten Ruinen der St. Pauls-Kirche, die vor über 400 Jahren von den Portugiesen erbaut wurde. Sie wurde regelmäßig vom heilig gesprochenen spanischen Jesuiten Franz Xaver besucht, der hier für kurze Zeit begraben war, ehe er nach Goa in Indien verbracht wurde. Als die Holländer kamen, wurde die Kirche nicht mehr genutzt, jedoch stehen in der Ruine immer noch holländische Grabsteine. Die Briten nutzten die Kirche zweckentfremdet als Lager für Schießpulver.

Noch farbenprächtigere religiöse Architektur bietet in der Altstadt der Cheng-Hoon-Teng-Tempel, der älteste chinesische Tempel in Malaysia. Für seinen Bau wurden 1646 alle Materialien wie auch alle Handwerker aus China eingeführt. Die Altstadt Melakas lädt zu Spaziergängen ein, neben vielerlei Faszinierendem verlocken in der Jalan Hang Jebat zahlreiche Antiquitätenläden zum Stöbern.

Malaysia – Kuala Lumpur

In nur 130 Jahren wuchs Kuala Lumpur aus dem Nichts zu einer modernen, betriebsamen Stadt mit mehr als einer Million Einwohnern. Auf den ersten Blick mag KL, wie es zumeist genannt wird, wie eine der vielen modernen asiatischen Metropolen voller glänzender Wolkenkratzer erscheinen, jedoch hat es viel von dem Charakter und Lokalkolorit behalten, das in anderen asiatischen Boomtowns wie Singapur so effektiv ausradiert worden ist. In der Innenstadt gibt es eine ganze Reihe kolonialer Gebäude, eine lebendige Chinatown mit Straßenständen und abendlichen Märkten und ein geschäftiges indisches Viertel am unteren Ende der Jl. Tuanku Abdul Rahman.

Wenn in KL etwas passiert, dann zumeist im großen Rahmen. Die Zwillingstürme der Petronas Towers, des höchsten Gebäudes der Welt, beherrschen die Skyline, und auf dem Merdeka Square steht ein 95 Meter hoher Flaggenmast - der höchste der Welt. Trotz der Wirtschaftskrise, die Südostasien vor einiger Zeit erschütterte, wird weiter im großen Stil gebaut, zum Beispiel die acht Milliarden US-Dollar teure neue Hauptstadt Putra Jaya zwischen KL und dem gigantischen neuen Airport KLIA sowie ein "Ultra-Hightech-Multimedia-Superkorridor" in der Nachbarschaft.

Billige Hotels und Herbergen findet man in Chinatown und rings um die Pudu Raya Bus Station. Hotels der mittleren Preisklasse konzentrieren sich ebenfalls in Chinatown sowie an der Jalan Bukit Bintang. Am Abend werden interessante Essenstände auf dem Markt in der Chinatown und in der Jalan Alor, parallel zur Jalan Bukit Bintang, aufgebaut.

Sehenswertes in Malaysia – Sightseeing Tipps

Malaysia wird das zweite Land auf unserer Liste der zu bereisenden Ländern sein. Ich hoffe die Infos aus dem Lonely Planet werden sich während der Reise als nützlich erweisen...

Aktivitäten:

Taucher und Schnorchel enthusiasten haben die Qual der Wahl zwischen mehreren exzellenten Inseln an der Ostküste von Westmalaysia, zum Beispiel Tioman und die kleineren Nachbarinseln, Kapas, Redang und Perhentian. Die besten Tauchgebiete liegen jedoch vor der Ostküste von Sabah. Für Fahrrad fahrende Landratten empfiehlt sich die Ostküste der Halbinsel. Im Nationalpark Taman Negara kann man hervorragend wandern, angeln und Vögel beobachten, und am Tasik Chini können Dschungelwanderungen, Kanufahrten und Angeltouren organisiert werden.

In Sarawak können im Nationalpark Gunung Mulu mehrere spektakuläre Höhlen erkundet werden, darunter die 51 km lange Clearwater Cave, eine der längsten Höhlen der Welt. Hier lassen sich auch Touren für Adventure Caver arrangieren. Der Park bietet außerdem gute Wandermöglichkeiten, wobei der Headhunter's Trail nach Limbang, die Dreitagestour zu den Pinnacels und die Viertagestour auf den Gipfel des 2377 Meter hohen Gunung Mulu echte Herausforderungen darstellen. Über 30 000 Urlauber wie Bergsteigererklimmen jährlich den Mount Kinabalu. Im Turtle Islands Nationalpark, 40 km nördlich von Sandakan, kann man auf Pulau Selingan zwischen Juli und Oktober Suppenschildkröten bei der Eiablage beobachten. Nur noch selten sind an der Terengganu-Küste die riesigen Lederschildkröten zu sehen.


Sehenswertes:

Kuala Lumpur

In nur 130 Jahren wuchs Kuala Lumpur aus dem Nichts zu einer modernen, betriebsamen Stadt mit mehr als einer Million Einwohnern. Auf den ersten Blick mag KL, wie es zumeist genannt wird, wie eine der vielen modernen asiatischen Metropolen voller glänzender Wolkenkratzer erscheinen, jedoch hat es viel von dem Charakter und Lokalkolorit behalten, das in anderen asiatischen Boomtowns wie Singapur so effektiv ausradiert worden ist. In der Innenstadt gibt es eine ganze Reihe kolonialer Gebäude, eine lebendige Chinatown mit Straßenständen und abendlichen Märkten und ein geschäftiges indisches Viertel am unteren Ende der Jl. Tuanku Abdul Rahman.

Wenn in KL etwas passiert, dann zumeist im großen Rahmen. Die Zwillingstürme der Petronas Towers, des höchsten Gebäudes der Welt, beherrschen die Skyline, und auf dem Merdeka Square steht ein 95 Meter hoher Flaggenmast - der höchste der Welt. Trotz der Wirtschaftskrise, die Südostasien vor einiger Zeit erschütterte, wird weiter im großen Stil gebaut, zum Beispiel die acht Milliarden US-Dollar teure neue Hauptstadt Putra Jaya zwischen KL und dem gigantischen neuen Airport KLIA sowie ein "Ultra-Hightech-Multimedia-Superkorridor" in der Nachbarschaft.

Billige Hotels und Herbergen findet man in Chinatown und rings um die Pudu Raya Bus Station. Hotels der mittleren Preisklasse konzentrieren sich ebenfalls in Chinatown sowie an der Jalan Bukit Bintang. Am Abend werden interessante Essenstände auf dem Markt in der Chinatown und in der Jalan Alor, parallel zur Jalan Bukit Bintang, aufgebaut.


Melaka

Melaka mit seiner bunten Mischung aus chinesischen, portugiesischen, niederländischen und britischen Einflüssen gilt als die historisch interessanteste Stadt Malaysias. Einst befand sich hier einer der wichtigste Handelshäfen Südostasiens, der heute in die Bedeutungslosigkeit versunken ist. Antik aussehende Dschunken tuckern immer noch auf dem Fluss entlang und verleihen ihm einen zeitlosen Charme. Zudem locken chinesische Geschäftsstraßen voller Antiquitätenläden, Tempel und nostalgischer, an die früheren europäischen Herrscher erinnernder Relikte.

Das wichtigste Zeugnis aus holländischer Zeit ist das große Rote Rathaus, das Stadthuys, erbaut zwischen 1641 und 1660. Es gilt als das älteste niederländische Gebäude in Asien und weist alle charakteristischen Merkmale niederländischer Kolonialarchitektur auf, wie zum Beispiel unglaublich schwere Türen und nette Lamellenfenster. In dem Gebäude sind Regierungsbüros und das exzellente Ethnografische Museum untergebracht, das die Geschichte und Kultur des Ortes dokumentiert. In schöner Lage auf dem St. Paul's Hill stehen noch die imposanten Ruinen der St. Pauls-Kirche, die vor über 400 Jahren von den Portugiesen erbaut wurde. Sie wurde regelmäßig vom heilig gesprochenen spanischen Jesuiten Franz Xaver besucht, der hier für kurze Zeit begraben war, ehe er nach Goa in Indien verbracht wurde. Als die Holländer kamen, wurde die Kirche nicht mehr genutzt, jedoch stehen in der Ruine immer noch holländische Grabsteine. Die Briten nutzten die Kirche zweckentfremdet als Lager für Schießpulver.

Noch farbenprächtigere religiöse Architektur bietet in der Altstadt der Cheng-Hoon-Teng-Tempel, der älteste chinesische Tempel in Malaysia. Für seinen Bau wurden 1646 alle Materialien wie auch alle Handwerker aus China eingeführt. Die Altstadt Melakas lädt zu Spaziergängen ein, neben vielerlei Faszinierendem verlocken in der Jalan Hang Jebat zahlreiche Antiquitätenläden zum Stöbern.


Georgetown - Penang Island

Die 285 qkm große Insel Penang vor der Nordwestküste der malaiischen Halbinsel ist die älteste britische Siedlung und heute eines der wichtigsten Urlaubsziele des Landes. Die Strände werden als die Hauptattraktion der Insel angepriesen, können aber das Versprochene zumeist nicht halten. Was an Penang aber wirklich fasziniert, ist die lebendige, 400 000 Einwohner zählende Stadt Georgetown an der Nordostküste. Sie besitzt mehr chinesisches Flair als Singapur oder Hongkong, und in den alten Gassen meint man, die Uhr sei vor 50 Jahren stehen geblieben. Es macht Spaß, durch die kompakte Stadt zu wandern. Überall trifft man auf schöne chinesische Häuser, Gemüsemärkte, Tempel, Trishaws, Mahjong-Spieler und all das übrige für Asien so typische Straßenleben.

Im Zentrum von Georgetown erheben sich die vom Zahn der Zeit angenagten Mauern des Fort Cornwallis, just an jener Stelle, wo der erste Brite Captain Light die damals so gut wie unbewohnte Insel betrat. Er richtete hier einen freien Handelshafen ein und ließ in mit dieser steinernen Befestigung sichern. Den Park innerhalb der Festungsmauern schmücken alte Kanonen, die häufig Piraten abgenommen wurden, die damals die Gegend unsicher machten. Seri Rambai, die größte und bedeutendste Kanone, hat eine bis um 1600 zurückgehende, abwechslungsreiche Geschichte vorzuweisen. Sie soll Fruchtbarkeit fördernde Kräfte besitzen, so dass viele Frauen mit Kinderwunsch Blumen in den Lauf der Kanone legen und um Nachwuchs bitten.

In Penang stehen viele kongsis, Clan-Häuser, die sowohl als Tempel als auch als Treffpunkte der Chinesen desselben Clans mit demselben Nachnamen fungieren. Von allen ist Khoo Kongsi bei weitem das schönste. Das Originalgebäude war so großartig und reich verziert worden, dass es niemanden verwunderte, als das Dach just an jenem Abend, als das Haus fertig gestellt wurde, Feuer fing. Dieses Unglück wurde als Zeichen dafür angesehen, dass das Gebäude zu grandios war. Daraufhin wurde an gleicher Stelle ein etwas weniger opulentes Gebäude errichtet. Beim Betrachten der überwältigenden Mischung von steinernen Löwen und Drachen, Statuen, Gemälden, Lampen, bemalten Kacheln und Schnitzereien fragt man sich, wie üppig das ursprüngliche Gebäude wohl ausgestattet gewesen sein muss.

Der Kuan-Yin-Teng-Tempel im Zentrum der Altstadt ist bei weitem nicht so beeindruckend aber sehr belebt. Oft verbrennen Gläubige Papiergeld in den großen Öfen vor dem Haupttempel; abends wird manchmal eine Chinesische Oper oder ein Puppentheater aufgeführt. Den besten Blick über Georgetown und die Insel hat man vom Penang Hill, der sich 830 Meter über der Stadt erhebt und auf den eine Zahnradbahn hinauffährt. Im kühlen Klima kann man im Park spazieren gehen und sich von der stickigen Hitze in der Stadt erholen. Der Ausblick ist besonders am Abend reizend, wenn im weit unten gelegenen Georgetown die Lichter angehen.

Die meisten der beliebten billigen Unterkünfte findet man an der Lebuh Chulia. Mittelklassehotels stehen vor allem an der Jalan Penang und Luxushotels an den Stränden. Es herrscht kein Mangel an chinesischen und indischen Restaurants, aber man sollte vielleicht etwas mutiger sein und die schmackhaften einheimischen Gerichte probieren, die abends an den Essensständen an der Esplanade und am Gurney Drive feilgeboten werden.


Cameron Highlands

In den 1500 bis 1800 m hoch gelegenen kühleren Bergen der Cameron Highlands im Zentrum der malaiischen Halbinsel hatten die europäischen Kolonialherren zur Erholung Hill Stations angelegt. Noch heute kommen Einheimische und Besucher hierher, um der Hitze des Tieflands zu entfliehen. Das fruchtbare Gebiet ist das Zentrum der Teeanbaus. Man kann durch den Dschungel und zu Wasserfällen wandern, Teeplantagen und schöne Gärten mit jeder Menge bunter Blumen ansehen. Aufgrund des kühlen Klimas lassen sich viele Besucher zu Aktivitäten hinreißen, die im Flachland normalerweise zu schweißtreibend sind, wie zum Beispiel zum Golf- und Tennisspielen oder zu Wanderungen. Im Grunde sind die Cameron Highlands einfach ein Ziel für alle, die das Treiben am Strand nicht mögen und ein bisschen koloniale Nostalgie genießen möchten. Die meisten billigeren Hotels befinden sich im Ort Tanah Rata. Teurere Hotels liegen zwischen Tanah Rata und Brinchang.


Tioman Island

Dieses Postkartenidyll liegt vor der Ostküste der malaiischen Halbinsel im Südchinesischen Meer. Die Insel kann mit schönen Stränden, klarem Wasser, Korallenriffen mit einer bunten Unterwasserwelt, so gut wie unbewohnten, von Dschungel bedeckten Bergen mit kristallklaren Bächen und den dramatischen Gipfeln Batu Sirau und Nenek Semukut aufwarten. Nur wenige Menschen leben ständig auf der Insel, normalerweise halten sich hier mehr Touristen als Einheimische auf. Im Juni und August ist es am vollsten, während die Insel während der schweren Monsunregen zwischen November und Januar mehr oder weniger verlassen wirkt.

An der Westküste liegen verstreut einzelne Dörfer und eine komfortable Ferienanlage. Die Strände um Kampung Tekek und Salang sind die beliebtesten Ziele auf der Insel; Kampung Nipah, Paya, Genting oder gar Juara an der Ostküste sollte man ansteuern, wenn man seine Ruhe haben will. Tioman ist mit dem Boot ab Mersing, Tanjung Gemuk und Singapur zu erreichen. Von Kuala Lumpur und Singapur fliegen zudem kleine Maschinen das Flugfeld in Kampung Tekek an.

Abseits der Touristenpfade:

Auf der malaiischen Halbinsel

Vor der Küste des Bundesstaates Perlis liegen 104 Inseln. Vor allem die Hauptinsel Langkawi ist ein beliebtes Ziel einheimischer wie ausländischer Urlauber, denn neben den schönen Stränden lockt sie mit ihrem zollfreien Status. Zudem ist sie durch den internationalen Flughafen und zahlreiche Fähren leicht zu erreichen.

Das ruhige Taiping im Staat Perak besitzt neben dem interessanten Museum eine lebendige Altstadt mit kolonialen Gebäuden und einem lohnenswerten Nachtmarkt, aber kaum Touristen. Nicht weit entfernt wartet die historische Sultansstadt Kuala Kangsar mit einer schönen Moschee und schmucken Palästen auf. In Ipoh, der Hauptstadt von Perak, findet man elegante Herrenhäuser und eindrucksvolle Höhlentempel.

Obwohl er nur schlecht zu erreichen ist, lohnt ein Besuch des Tasik Chini, einer Seenkette im Zentrum des Bundesstaates Pahang. Die zwölf reizenden von Dschungel umgebenen und teilweise mit Seerosen bedeckten Seen eignen sich gut für Bootstouren und Wanderungen zu Dörfern der Orang Asli.

Der 4343 qkm große Nationalpark Taman Negara im Zentrum der Halbinsel nimmt Teile der Staaten Pahang, Kelantan und Terengganu ein. Er ist per Boot und auf einer Plantagenstraße ab Jerantut zu erreichen und bietet die seltene Gelegenheit, einen der ältesten, ursprünglichen tropischen Regenwälder der Erde zu besuchen. Die mannigfaltige Fauna kann auf längeren Wanderungen entlang markierter Pfade oder vom Boot aus erkundet werden.


In Sarawak

Wenn eine Stadt die Bezeichnung multikulturell verdient, dann ist es Kuching. Auf den lebendigen Märkten und in den kleinen Läden der Altstadt trifft sich ein buntes Völkergemisch aus Chinesen, Iban, Bidayuh und anderen indigenen Stämmen, Malaien, Indern, Arabern und Europäern. Das Zentrum der schnell wachsenden Stadt erstreckt sich entlang der Ufer des Sungai Sarawak, dessen träge dahinfließendes, braunes Wasser wie ein Vorbote des dschungelbedeckten Hinterlandes wirkt. Das hervorragende Nationalmuseum informiert über die ereignisreiche Geschichte und interessante Kultur dieses Teils von Borneo. Vor den Toren der Stadt locken Damai mit weißen Sandstränden, Ferienresorts und einem Kulturdorf sowie der Bako Nationalpark mit seiner faszinierenden Küstenlandschaft, Kannenpflanzen und Nasenaffen. Während mehrtägiger Touren ins Landesinnere können sich Besucher mit dem Leben der Iban vertraut machen, deren traditionelle Langhäuser noch an den Oberläufen einiger Flüsse stehen. Der Rejang River und seine Nebenflüsse sind die wichtigsten Verkehrsadern in Zentral-Sarawak. Nur wenige Touristen fahren in die Gebiete unterhalb von Kanowit und Song. Bereits vor 35 000 Jahren lebten Steinzeitmenschen in den Niah-Höhlen im Nordosten, die von Pankalan Lubang aus über einen 3 km langen Plankenweg zu erreichen sind. Ein kleines Museum enthält Ausgrabungsfunde und informiert über die Schwalbennestsammler, die in den Höhlen ihrer gefahrvollen Tätigkeit nachgehen.


Sabah

Grandiose Landschaften und eine faszinierende Tierwelt sind die Hauptattraktionen in Sabah. Vor der Küste nahe der Hauptstadt Kota Kinabalu umfasst der knapp 50 qkm große Tunku Abdul Rahman Nationalpark die Inseln Gaya, Mamutik, Manukan, Sapi und Sulug mit einigen schönen Stränden.

Nördlich der Hauptstadt findet sonntags in Kota Belud einer der größten Märkte statt, die in Sabah tamu genannt werden. Hier wird alles Mögliche verkauft, von Wunderpillen bis zu Rindern.

Im Landesinneren erheben sich bis in 4095 m Höhe die zerklüfteten Granitwände des Mount Kinabalu, eine der Hauptattraktionen. Er ist einer der am leichtesten zu besteigenden Gipfel der Welt, und der Ausblick ist sensationell, besonders bei Sonnenaufgang. Nach der Bergbesteigung oder einer längeren Wanderung durch den tropischen Bergwald unterhalb des Gipfels kann man sich in den heißen Quellen bei Poring entspannen. Das Orang Utan Rehabilitationszentrum in Sepilok bei Sandakan informiert über diese vom Aussterben bedrohte Tierart und bietet die Möglichkeit, Orang Utan, die ausgewildert werden, im Dschungel anzutreffen.


Anreise:

Im Juni 1998 wurde in Sepang, 50 km südlich von Kuala Lumpur, Malaysias neuer internationaler Flughafen KLIA eröffnet. Die meisten Touristen kommen entweder hier an oder reisen über Land aus Thailand oder Singapur ein. Zudem bestehen internationale Flugverbindungen nach Penang, Johor Bharu, Kuching und Kota Kinabalu. Von Tawau in Sabah gibt es Flüge nach Kalimantan, dem indonesischen Teil Borneos.

Fünf Straßen führen nach Thailand, drei an der Westküste, eine im Zentrum und eine an der Ostküste. An der Westküste stellt zudem die Bahn eine gute Verbindung her. Nach Singapur gelangt man von Johor Bahru über den Straßendamm (Causeway), die Straßenbrücke (2nd Link) im Westen, mit Fähren von der Ostküste oder mit dem Zug. Nach Indonesien verkehren Fähren von Penang nach Medan, von Melaka nach Dumai, von Tanjung Belungkor (bei Johor Bharu) nach Pulau Batam und von Tawau nach Tarakan (Kalimantan). Zwischen Kuching (Sarawak) und Pontianak (Kalimantan) besteht zudem eine Busverbindung.


Unterwegs vor Ort:

Malaysian Airline System (MAS) ist die nationale Flug gesellschaft und bedient sowohl Westmalaysia als auch Sabah und Sarawak. Die Flugpreise halten sich im Rahmen, aber es ist nicht notwendig innerhalb der malaiischen Halbinsel zu fliegen, sofern man es nicht wirklich eilig hat. Nach Ostmalaysia gelangt man am günstigsten ab Johor Bahru. Dort ist Fliegen oft die einzige Möglichkeit, in abgelegene Gebiete im Landesinneren zu gelangen. Diese Flüge mit kleinen Maschinen sind vor allem während der Schulferien oft ausgebucht und auf Grund des wechselhaften Wetters unzuverlässig.

Auf der malaiischen Halbinsel stellt das effiziente, gut ausgebaute Bus netz die beste Art zu reisen dar. In Sabah verkehren Minibusse und entlang der Hauptrouten auch Überlandbusse. In Sarawak bestehen regelmäßige Busverbindungen zwischen Kuching und Miri. Über die Halbinsel führen zwei Eisenbahnlinien, die Hauptstrecke verläuft von Singapur über Kuala Lumpur und Butterworth, die so genannte Dschungeleisenbahn zweigt in Gemas ab und verläuft in Richtung Nordosten nach Kota Bharu. Die Züge sind relativ bequem und billig. Leider funktionieren nur die beiden Linien Singapur-Kuala Lumpur-Butterworth oder Gemas-Kota Bharu. In Sabah lohnt eine Fahrt mit der Schmalspureisenbahn zwischen Tenom und Kota Kinabalu durch die Schlucht des Padas River.

Überlandtaxis sind in Westmalaysia eine vergleichsweise luxuriöse, jedoch erschwingliche und effiziente Art zu reisen, sie kosten etwa das Doppelte wie Busse. Alle großen Auto vermietungen haben Niederlassungen in Kuala Lumpur. Zwischen West- und Ostmalaysia gibt es keine Schiffsverbindungen. Auf den Flüssen Sarawaks verkehren im regelmäßigen Liniendienst klimatisierte Schnellboote.

Nur in Kuala Lumpur sind Taxis mit Taxameter ausgestattet. Rikschas sind aus der Hauptstadt verschwunden, während sie in Penang und in der Provinz immer noch häufig anzutreffen sind. Das öffentliche Verkehrsnetz von Kuala Lumpur hat durch die Hochbahn LRT und die Verbannung der Luft verpestenden Minibusse an Qualität gewonnen. Dennoch sollte man vermeiden, zu den Stoßzeiten mit dem Auto oder Bus unterwegs zu sein.


Copyright © 2004 Lonely Planet Publications

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