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Malaysia's Bevölkerung

Die malaiische Bevölkerung weist eine große ethnische Vielfalt auf. Die Malaien, die aus verschiedenen Regionen der Halbinsel und den Inselgruppen Südostasiens stammen, stellen 58 Prozent der Gesamtbevölkerung. Ungefähr 27 Prozent sind Chinesen und 8 Prozent Inder. Den Rest der Bevölkerung bilden einheimische Volksgruppen wie die Orang Asli sowie kleine Gemeinschaften eingewanderter Pakistanis, Filipinos, Indonesier, Vietnamesen und Europäer. Die Orang Asli sind eine einheimische Volksgruppe der Halbinsel, stellen heute aber nur noch eine kleine Minderheit der Bevölkerung dar. Als Volksgruppe teilen sie sich in die Jakun, die altmalaiisch sprechen, und die Semang und Senoi, deren Sprache der Mon-Khmer-Gruppe (siehe austroasiatische Sprachen) zuzurechnen ist. Die Orang Asli gehören zumeist traditionellen, animistischen Stammesreligionen an (siehe malaiische Völker). Auf der Malaccahalbinsel besiedeln die Malaien hauptsächlich die ländlichen Küstenregionen, wo sie von Fischfang und Reisanbau leben. In den Städten dominieren die im Wirtschaftsleben vorherrschenden Chinesen. Inder, Pakistanis und Tamilen sind überwiegend auf Plantagen beschäftigt.
In Sabah und Sarawak besteht die Hälfte bis zwei Drittel der Bevölkerung aus einheimischen Volksgruppen, die hauptsächlich an Flüssen im Landesinneren leben. Die größten Stämme sind die Iban und die Land-Dayak in Sarawak sowie die Kadayan in Sabah. Malaien bilden in Sarawak und Sabah eine Minderheit, sie dominieren in den Küstenorten und Städten Sarawaks und Sabahs. Die Zahl der Einwanderer aus Indonesien und von den Philippinen ist in Sabah recht hoch und stellt ein Problem dar. Die Vielfalt der Volksgruppen Malaysias spiegelt sich auch in unterschiedlichen Siedlungsstrukturen wider: das ländliche Siedlungsbild ist vom malaiischen Kampong (Stelzenhaus) geprägt. In den langen Dayak-Häusern werden zahlreiche religiöse Feste abgehalten.
Malaysia hat etwa 22,2 Millionen Einwohner (2001), was einer durchschnittlichen Bevölkerungsdichte von 67 Einwohnern pro Quadratkilometer entspricht. Die Malaccahalbinsel ist ungefähr siebenmal so dicht bevölkert wie Sarawak und Sabah. Etwa 43 Prozent der Bevölkerung leben auf dem Land, 57 Prozent in Städten (1999). Die Geburtenzuwachsrate, früher eine der höchsten in Asien, hat seit 1960 stetig abgenommen und lag Anfang der neunziger Jahre bei 2,5 Prozent pro Jahr.


1. Wichtige Städte

Der wirtschaftliche und kulturelle Mittelpunkt Malaysias ist die Hauptstadt und das Verwaltungszentrum Kuala Lumpur innerhalb des Bundesstaates Selangor im Westen der Malaccahalbinsel. Die Einwohnerzahl von Kuala Lumpur beträgt etwa 1,15 Millionen (1996). Andere wichtige Städte sind: Ipoh (382 853 Einwohner), Transport- und Wirtschaftszentrum und Hauptstadt von Perak im Nordwesten der Halbinsel; Johor Baharu (328 436 Einwohner), Hauptstadt von Johor, des südlichsten Bundesstaates auf der Halbinsel; Kelang (243 355 Einwohner) in Selangor, bedeutende Hafen- und Industriestadt sowie Sitz des Sultanspalasts; George Town (219 603 Einwohner), Hauptstadt von Pinang und eine der wichtigsten Hafenstädte Malaysias.


2. Sprache und Religion

Die Amtssprache ist Bahasa Malaysia (Malaiisch), die von ungefähr 58 Prozent der Bevölkerung gesprochen wird. Daneben sind Chinesisch, Tamil und Iban verbreitet. Englisch ist eine wichtige Bildungs- und Verkehrssprache.
Der Islam ist die Staatsreligion Malaysias. Etwa die Hälfte der Bevölkerung, im Wesentlichen Malaien, sind Sunniten. Die anderen Volksgruppen gehören den verschiedensten Glaubensrichtungen an. Unter den Chinesen sind Buddhismus, Konfuzianismus und Taoismus verbreitet. 7 Prozent der Bevölkerung, überwiegend Inder, sind Hindu, daneben gibt es eine christliche Minderheit (6 Prozent). Sabahs größte Volksgruppe, die Kadayan, sind ebenfalls Christen. In Sabah und Sarawak sind vor allem animistische Stammesreligionen verbreitet.


3. Feiertage

In Malaysia gibt es eine Vielzahl von nationalen und regionalen Feiertagen. Zu den nationalen Feiertagen gehören Neujahr (1. Januar), der Tag der Arbeit (1. Mai), Yang di-Pertuan Agong, der Geburtstag des Königs (derzeit am 4. Juni), der Merdeka-Tag (31. August) und Weihnachten (25. Dezember). Das chinesische Neujahrsfest dauert eine Woche (Januar bzw. Februar). Der Feiertag Merdeka erinnert daran, dass Malaysia 1957 seine Unabhängigkeit von den Briten erlangte. Die drei höchsten islamischen Feiertage sind Hari Raya Puasa, das dreitägige Fest am Ende des Fastenmonats Ramadan, Hari Raya Haji, das Opferfest nach einer Wallfahrt nach Mekka, und der Geburtstag des Propheten Mohammed. Mandi Safar ist ein islamisches Fest, das in keinem anderen Land gefeiert wird. Am Wesak-Tag (im Mai) wird die Geburt Buddhas gefeiert. Am Geburtstag der buddhistischen Göttin der Gnade, Kuan Yin, pilgern Frauen zu den Tempeln der Göttin. Deepavali ist ein hinduistisches Fest im Oktober bzw. November, an dem der Sieg Krishnas über einen Dämonenkönig gefeiert wird. Die Dayak begehen verschiedene Feste zur Feier der Ernte (Kadazan im Mai), zur Erinnerung an die Toten und zur Heldenverehrung. Malaysias Völkervielfalt hat den Brauch des "offenen Hauses" hervorgebracht, nach dem an besonderen Tagen das eigene Haus den Menschen anderer Volkszugehörigkeit oder Religion offen steht. Bei den Christen ist an Weihnachten offenes Haus, bei den Chinesen während des chinesischen Neujahrsfestes, bei den Hindus an Deepavali und bei den Moslems an Hari Raya Puasa.



Kommentare

Dieser Eintrag über die Bevölkerung Malaysias hat mir in meinem Vortrag sehr viel weiter gebracht!
Vielen Dank

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Inhalt dieser Seite

Zusammenfassung

Die malaiische Bevölkerung weist eine große ethnische Vielfalt auf. Die Malaien, die aus verschiedenen Regionen der Halbinsel und den Inselgruppen Südostasiens stammen, stellen 58 Prozent der Gesamtbevölkerung. Ungefähr 27 Prozent sind Chinesen und 8 Prozent Inder. Den Rest der Bevölkerung...

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