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Sehenswertes in Thailand – Sightseeing Tipps

Thailand ist das wohl am besten touristisch erschlossene Reiseland Südostasiens, wovon ich mich selber schon überzeugen konnte. Man trifft viele Gleichgesinnte, doch es wir auch zunehmend schwerer den Pauschaltouristen auszuweichen. Hier ein paar Reisetipps aus dem Lonely Planet:

Aktivitäten:

Thailands Küsten und zahllosen Inseln ziehen ganze Horden von Wasserratten an. Tauchen und Schnorcheln sind besonders bei Phuket, Pattaya sowie rund um die beiden Inseln Similan und Surin beliebt. Die Inseln der Chumphon-Provinz, wenig nördlich von Surat Thani, sind weniger erschlossen und besitzen nahezu unberührte Korallenriffe. Kanutouren in aufblasbaren Booten erfreuen sich insbesondere in Phuket und Ao Phang-Nga wachsender Beliebtheit. Die meisten Exkursionen führen entlang der Küste zu halb unter Wasser stehenden Höhlen, in die man bei Ebbe hineinpaddeln kann. Im Inland werden auf dem Mae Klong in der Provinz Kanchanaburi in Zentral-Thailand und auf dem Pai in der Provinz Hong Son Raftingtrips angeboten.

Wildniswanderungen sind die große Attraktion des nördlichen Thailands. Chiang Mai ist das Zentrum für Trekking in die von kleinen Stämmen bewohnten Berggebiete, aber auch die Gegend um Mae Hong Son und Chiang Rai besitzt attraktive Wandermöglichkeiten. Fahrradfahrer haben das flache Terrain und die üppige Flusslandschaft des Gebiets rund um den Mekong im Norden und Nordosten Thailands für sich entdeckt.

Meditationskurse sind eine deutlich weniger schweißtreibende "Aktivität", weswegen viele Besucher nach Thailand reisen. Über das ganze Land verteilt gibt es Dutzende von Tempeln und Meditationszentren, in denen aufrichtige Gäste willkommen sind. Unterricht und Unterkunft sind kostenfrei, Spenden werden jedoch erwartet. Einige Zentren bieten englischsprachigen Unterricht an, u. a. in Bangkok, Chiang Mai und Chachoengsao. Wer seine Energien lieber nach außen richtet, kann in Bangkok und Naklua, nördlich von Bangkok, Unterricht im Thaiboxen nehmen. Es sei jedoch die Warnung ausgesprochen, dass das Training mörderisch ist und Vollkontakt-Sparring einschließt. Chiang Mai hat sich darüber hinaus zu einem Zentrum für Unterricht in Thai-Kochen und traditioneller Massage entwickelt.


Sehenswertes:

Bangkok

Thailands Hauptstadt gilt als eine der aufregendsten Metropolen Asiens und ihre Besichtigung ist es wert, die Infarkt verursachenden Staus, die Luftverschmutzung, die alljährlichen Überschwemmungen und das stickig-schwüle Klima für wenige Tage in Kauf zu nehmen. Bereits seit Ende des 18. Jahrhunderts dominiert Bangkok nicht nur die städtische Hierarchie des Landes, sondern auch dessen politisches, kommerzielles und kulturelles Leben.

Das eigentliche Bangkok drängt sich auf der Ostseite des Flusses Chao Phraya zusammen und wird durch die wichtigste Nord-Süd-Zuglinie in zwei Teile gesplittet: In dem Bereich zwischen Fluss und Gleisen liegt das alte Bangkok, wo die meisten historischen Tempel und der ehemalige Königspalast stehen. Das neue Bangkok erstreckt sich östlich der Schienen und ist flächenmäßig deutlich größer als der alte Teil; hier findet man die Hauptgeschäfts- und Touristenzentren, die nahtlos in ein riesiges Wohngebiet übergehen.

Für eine Stadt dieser Größe bietet Bangkok überraschend viele ruhige Flecken. Man muss nur den Straßenlärm hinter sich lassen und in die Ruhe einer der 400 wats (klösterliche Tempelanlage) eintauchen oder eine Fahrt mit dem Flusstaxi auf dem Chao Phraya unternehmen. Unbedingt sehenswert sind der Wat Phra Kaew, der Königspalast, der Wat Pho und der Wat Traimit. Letzterer wird auch Tempel des Goldenen Buddha genannt und beherbergt seinem Namen entsprechend eine beeindruckende, 3 m hohe und 5,5 t schwere Buddhastatue aus massivem Gold. Im Jim Thompson Haus kann man eine einzigartige Sammlung traditioneller Thai-Kunst und Architektur bewundern. Der aus Amerika stammende Seidenmagnat Thompson war bis zu seinem mysteriösen Verschwinden im Jahre 1967 ein unermüdlicher Kurator und Förderer thailändischer Kultur.

Weitere Sehenswürdigkeiten sind u. a. der sehr touristische Schwimmende Markt in Thonburi, eine Bootstour durch das labyrinthartige (und muffige) Kanalnetzwerk (die klongs) sowie ein Besuch der Saovabha Institute Schlangenfarm und des weltberühmten Oriental Hotel.

Die Unterhaltungsangebote der Hauptstadt reichen von klassischem Tanz und Thaiboxen bis zu den erbärmlichen Gogo-Bars von Patpong. Eine alternative Form nächtlicher Unterhaltung bieten beispielsweise die Nachtmärkte hinter der Ratchaprarop Road in Pratunam. Bangkok ist ein wahres Shoppingparadies - man hüte sich vor einer Überdosis an T-Shirts und falschen Designerklamotten, aber ein Einkaufsbummel lohnt in jedem Fall: ob zum Aufstocken der Reisekleidung oder um den heimischen Schrank mit einigen ausgefallenen Stücken zu bereichern.

Die Khao San Road in Banglamphu ist die traditionelle Sammelstelle für alle Rucksackreisenden mit kleinem Budget; die Gegend um die Sukhumvit Road bietet eine große Auswahl an Hotels mittlerer Preislage. In Banglamphu und dem angrenzenden Thewet findet man die besten und günstigsten Mahlzeiten. Wer auf einem Stadtbummel das alltägliche Bangkok kennen lernen möchte, ist in Chinatown und Pahurat, den geschäftigen Bezirken der chinesischen und indischen Märkte, an der richtigen Adresse.

Wie von einem der bedeutendsten Verkehrszentren Asiens zu erwarten, ist die Reise von und nach Bangkok schwieriger zu vermeiden als zu bewerkstelligen. Alle wichtigen Zug- und Buslinien Thailands enden hier und es ist kein Problem, einen billigen Flug ins In- oder Ausland zu ergattern. Die Fortbewegung innerhalb Bangkoks geht eindeutig auf Kosten der Lungen - noch immer wartet die Stadt verzweifelt auf ein Allheilmittel gegen die Luftverschmutzung. Wesentlich erholsamer als auf den überfüllten Straßen geht es auf dem Fluss und in den Kanälen zu, aber leider geht auch in Bangkok der Trend immer mehr zum Zubetonieren aller verfügbaren Flächen. Das Bussystem der Hauptstadt ist relativ leicht zu durchschauen, seine Effektivität leidet jedoch unter dem Schneckentempo, in dem sich der Verkehr vorwärtsbewegt - während der Hauptverkehrszeiten kommt man durchschnittlich auf spritzige 23 km/h. Taxis haben meist einen Taxameter und sind nicht allzu teuer; Tuk-tuks (dreirädrige Motorsägen, die völlig durchgedreht zu sein scheinen) sind zwar nicht viel billiger, haben aber den zweifelhaften - weil gefährlichen - Vorteil, sich in Schlangenlinien durch den Verkehrsstau fortbewegen zu können. Die beste Verbindung zwischen Stadt und Flughafen ist die Bahn, die Fahrtdauer beträgt ungefähr eine halbe Stunde; mit Bus oder Taxi kann man schon mal drei Stunden unterwegs sein.


Nakhon Pathom

Nakhon Pathom, 60 km westlich von Bangkok, ist vermutlich die älteste Stadt Thailands. Hier steht der 127 m hohe, mit orangefarbenen Fliesen ummantelte Phra Pathom Chedi, das höchste buddhistische Monument der Welt. Unter der riesigen Kuppel soll sich die Originalpagode verbergen, die im 6. Jahrhundert von Theravada-Buddhisten errichtet wurde. Im Laufe der Jahrhunderte musste der Chedi, der sich in den Händen von Khmer, Burmesen und Chinesen befand, diverse "Renovierungen" über sich ergehen lassen. Ganz in der Nähe von Nakhon Pathom liegt der Schwimmende Markt Khlong Damnoen Saduak.


Ayuthaya

Die Tempelruinen bei Ayuthaya, 86 km nördlich von Bangkok, stammen aus dem 16.-18. Jahrhundert und damit aus der blühendsten Periode der thailändischen Geschichte. Von 1350 an war Ayuthaya die Hauptstadt von Thailand; 33 Könige aus diversen siamesischen Dynastien regierten hier, bis die Stadt 1767 von den Burmesen erobert wurde. Allen Berichten zufolge war die alte Kapitale eine besonders prunkvolle Stadt, in der Kaufleute aus Holland, Portugal, Frankreich, England, China und Japan verkehrten. Ende des 17. Jahrhunderts lebten über eine Million Menschen in Ayuthaya und alle ihre Besucher bezeichneten sie als die prächtigste Stadt, die sie je gesehen hatten.

Die Tempel und Ruinen Ayuthayas wurden zum Weltkulturerbe erklärt. Auf der Denkmalschutzliste steht u. a. der Wat Phra Si Sanphet aus dem 14. Jahrhundert, Ayuthayas größter Tempel aus dieser Zeit. Er beherbergte einst einen 16 m hohen, stehenden Buddha, der mit 250 kg Gold überzogen war. Unglücklicherweise sahen sich die burmesischen Eroberer dazu veranlasst, das Bildnis einzuschmelzen. Dem festungsartigen Wat Phra Meru aus dem 16. Jahrhundert blieb die Zerstörung 1767 durch die Burmesen erspart; hier findet man eine eindrucksvoll geschnitzte Holzdecke, einen prächtigen, 6 m hohen, sitzenden Buddha mit Krone aus der Ayuthaya-Ära sowie einen 1300 Jahre alten Grünstein-Buddha aus Ceylon, der nach europäischem Vorbild auf einem Stuhl sitzt. Der Wat Phra Chao Phanan Choeng wurde Anfang des 14. Jahrhunderts möglicherweise von Khmer erbaut, und zwar bevor Ayuthaya zur Hauptstadt Siams wurde. Er enthält ein äußerst heiliges, 19 m hohes Buddha-Bildnis, dem der Wat seinen Namen verdankt. Ein restaurierter Elefantenkraal verheißt Erleichterung für alle, die des Tempelwanderns müde sind. Die riesige hölzerne Palisade aus Teakholz-Balken, die in 45-Grad-Winkeln in die Erde gebohrt wurden, nutzte man früher für das alljährliche Zusammentreiben von wilden Elefanten. Der König ließ sich eigens einen erhöhten Pavillon bauen, von dem aus er das packende Ereignis beobachten konnte.

Von Bangkoks Nord-Terminal besteht eine regelmäßige Busverbindung nach Ayuthaya; die Fahrt dauert circa zwei Stunden. Züge Richtung Ayuthaya verlassen Bangkok am Hualamphong-Bahnhof und sind etwas schneller als die Busse.


Chiang Mai

Die zweitgrößte Metropole Thailands und Pforte zum Norden des Landes wurde 1296 gegründet; der Wassergraben, der die ursprüngliche Stadt damals umgab, ist noch immer zu sehen. Chiang Mai nennt 300 Tempel ihr Eigen, u. a. den Wat Chiang Man mit einem 1800 Jahre alten, 10 cm hohen Kristallbuddha; den Wat Phra Singh, der im klassischen Stil des nördlichen Thailands erbaut ist; sowie den durch Erdbeben, Kanonenfeuer und kürzliche Restaurationsbemühungen teilweise zerstörten Wat Chedi Luang. Der 1676 m hohe Do Suthep, dessen Spitze von einem der heiligsten Wats in Thailand geziert wird, bildet im Westen eine dramatische Kulisse für die Stadt - und bietet denjenigen, die ihn erklimmen, einen herrlichen Blick auf Chiang Mai.

Das moderne Chiang Mai ist leger und ausgesprochen reisefreundlich. Die Qualität seiner Restaurants ist berühmt und es gibt zahlreiche gute Guesthouses, wenngleich die Hotelsafes eher "unsafe" sind. Im Gegensatz zu Bangkok kühlt es in Chiang Mai abends angenehm ab und es gibt kaum etwas schöneres, um dann einen Bummel über den Nachtbazar im Zentrum zu machen. Wer preiswert einkaufen will, sollte geduldig, aber erbarmungslos verhandeln - nichts anderes wird erwartet. Sobald man der kriegerischen Sitten auf dem freien Markt überdrüssig ist, bewährt sich Chiang Mai auch als ideale Basis für Bergtouren. Nahezu jedes Guesthouse bietet Exkursionen zu den Bergstämmen in der Umgebung an. Wer Skrupel hat, den traditionellen Lebensrhythmus der Menschen in den abgelegenen Regionen zu stören, sollte seinen Gefühlen besser nachgeben. Dieser Teil von Thailand leidet wahrhaftig unter einer Überdosis Trekkingtouren, so dass sich manche Bergdörfer inzwischen kaum von Menschenzoos unterscheiden.

Zwischen Chiang Mai und verschiedenen thailändischen Städten sowie anderen asiatischen Ländern bestehen regelmäßige Flugverbindungen. Expresszüge von Bangkok nach Chiang Mai brauchen zwischen 12 und 13 Stunden, mit dem Bus ist die Strecke in 10 bis 12 Stunden zu schaffen.


Ko Samui

Diese wunderschöne Insel vor der Südostküste Thailands ist überzogen von Kokosnuss-Plantagen und umgeben von paradiesischen, palmengesäumten Stränden. Früher einmal war Ko Samui ein "unberührtes" Backpacker-Mekka, heute ist es auf dem besten Weg zu einer klassischen Touristenhochburg. Dennoch basiert die Haupteinnahmequelle der Insel nach wie vor auf Kokosnüssen - jeden Monat werden bis zu 2 Millionen davon nach Bangkok verschifft.

Zu den beliebtesten Stränden gehören Hat Chaweng und Hat Lamai. An beiden lässt es sich hervorragend schwimmen und schnorcheln, doch leiden beide auch zunehmend unter Überfüllung. Etwas ruhiger und friedlicher sind Mae Nam, Bo Phut und Big Buddha an der Nordküste. Die größte Stadt der Insel ist Na Thon.

An den meisten Stränden kann man in rustikalen, mit Palmblättern gedeckten Bungalows übernachten, zwischen Dezember und Februar sowie im Juli und im August sind diese jedoch häufig voll. Als beste Zeit für einen Besuch in Ko Samui bietet sich die heiße und trockene Jahreszeit zwischen Februar und Juni an. Von Bangkok aus starten Flüge zum Don Sak Airport auf der Insel und diverse Fähr- und Jetboot-Unternehmen bieten die Überfahrt ab Surat Thani an. Die Expressboote benötigen ungefähr 2,5 Stunden, Jetboote 1,5 Stunden. Das häufigste Transportmittel auf der Insel sind Songthaews (kleine Pickups); in einigen Orten werden auch Motorräder vermietet.

Ko Samuis nördlicher Nachbar Ko Pha-Ngan ist wesentlich ruhiger und bietet ebenso schöne Strände sowie fantastische Schnorchelreviere. Die berühmten Beach Partys in Hat Rin sind bei Backpackern äußerst beliebt, weniger bei der örtlichen Polizei. Die Insel liegt etwa 30 Minuten per Boot von Ko Samui entfernt.


Phuket

Das von der Touristikindustrie zur "Perle des Südens" erkorene Phuket ist die größte Insel Thailands. Sie liegt in der Andamanensee vor der Südwestküste des Landes und ist durch eine Brücke mit dem Festland verbunden. Erstaunlicherweise konnte sich hier eine eigenständige Kultur erhalten, die eine Verbindung von chinesischen und portugiesischen Einflüssen mit Elementen der chao naam -Kultur des einheimischen Seefahrervolks darstellt. Rund 35% der Inselbevölkerung sind Thai-Moslems.

Das Inselterrain reicht von felsigen Stränden mit langen, breiten Sandstrecken bis zu steilen Kalksteinwänden und bewaldeten Hügeln. Phuket bietet schöne Badebuchten, üppige tropische Vegetation und eine angenehme, entspannte Atmosphäre; leider werden Ambiente und Ökologie der Insel durch die extensive und teilweise unverantwortliche Entwicklung bedroht. Zu den größten Resorts zählen Patong, Karon und Kata, aber attraktivere Strände als diese sind überall auf der Insel zu finden. Das Straßennetz zieht sich von dem im Südosten gelegenen Phuket Town sternförmig über die Insel, so dass die Stadt ein idealer Ausgangspunkt für Erkundungstouren ist. Auf keinen Fall sollte man dabei das Inselinnere vernachlässigen, das von Reisfeldern, Gummibaum-, Cashew-, Kakao-, Ananas- und Kokosnussplantagen sowie von einigen wenigen Gebieten mit Regenwald geprägt ist.

Zwischen Phuket und Bangkok besteht ein regelmäßiger Flugverkehr. In klimatisierten Luxusbussen dauert die Reise von der Hauptstadt etwa 14 Stunden. Der öffentliche Transport auf der Insel basiert auf Songthaews - die viele der Inselstrände anfahren - und auf Motorradtaxis. Fast überall kann man auch Jeeps oder Motorräder mieten, bei letzteren muss ein Helm zur Verfügung gestellt werden. Seit 1996 herrscht in Thailand Helmpflicht, bei Nichtbeachtung drohen Geldstrafen von bis zu 500 Baht.


Abseits der Touristenpfade:

Chachoengsao

Diese östlich von Bangkok liegende Provinzstadt wird nur selten von ausländischen Touristen besucht, und das, obwohl Chachoengsao mit dem Phra Phuttha Sothon im Wat Sothon Wararam Worawihaan eine der heiligsten Buddha-Statuen Thailands beheimatet. Die Ursprünge der bescheidenen, 198 cm hohen Phra Phuttha Sothon-Statue sind von Geheimnissen umhüllt, aber man schreibt dem Bildnis eine Verbindung zu einem berühmten, mit heiligen Kräften gesegneten Mönch zu, der angeblich den genauen Zeitpunkt seines Todes vorhersah.

Chachoengsao ist das ideale Ziel für einen Tagesausflug. Hier können Besucher dem Trubel Bangkoks und den Touristenfallen von Ayuthaya entfliehen und sich einen Eindruck vom ländlichen Leben der Thais verschaffen. Von Bangkoks Ost-Terminal fahren in kurzen Abständen Busse nach Chachoengsao, ebenso regelmäßig sind die Zugverbindungen ab dem Hualamphong-Bahnhof. Beide Verkehrsmittel benötigen etwa 1,5 Stunden.


Ko Si Chang

Auf dieser Insel vor der Provinz Chonburi am Golf von Thailand gibt es nur eine Stadt, der Rest von Ko Si Chang ist nur äußerst spärlich besiedelt und eignet sich hervorragend für kleine Streifzüge. Die Hauptanziehungspunkte des Eilands sind ein Meditationszentrum mit Einsiedlerhöhlen, sehr schöne Strände mit hervorragenden Schnorchelmöglichkeiten sowie Palastruinen, Kalksteinhöhlen und ein chinesischer Tempel auf einer Klippe, der einen fantastischen Blick übers Meer bietet. Ko Si Chang wird hauptsächlich von Fischern, Seeleuten, Zollbeamten oder Mitarbeitern der Aquakultur-Projekte bewohnt. Camping ist überall gestattet, aber es stehen auch zahlreiche Hostels und Bungalow-Anlagen zur Auswahl.

Um nach Ko Si Chang zu kommen, nimmt man einen Bus von Bangkoks Ost-Terminal bzw. von Pattaya und fährt in das 105 km entfernte Si Racha, wo stündlich Boote nach Ko Si Chang ablegen.


Mae Sot

Das in der nördlichen Provinz Tak, nahe der burmesischen Grenze gelegene Mae Sot hat den Ruf einer Grenzstadt mit Outlaw-Image. Der Schwarzmarkthandel (Waffen, Drogen, Teakholz und Edelsteine) blüht und die Stadt gewinnt auch als offizielles Jade- und Edelsteinzentrum zunehmend an Bedeutung. Mae Sot zieht eine interessante Mischung der verschiedensten Volksgruppen an: burmesische Moslems, Angehörige der hiesigen Karen-Bergvölker, chinesische und indische Ladenbesitzer sowie thailändische Armee-Ranger. Viele Besucher nutzen die Stadt als Ausgangspunkt für ihre Besuche auf den faszinierenden Grenzmärkten, wo burmesisches Kunsthandwerk und Essen feilgeboten wird.


Prasat Hin Khao Phanom Rung Historical Park

Dieser Tempelkomplex in Phanom Rung im Nordosten Thailands ist das größte und bestrestaurierte Khmer-Monument in Thailand. Die Anlage wurde zwischen dem 10. und 13. Jahrhundert erbaut, wobei der größte Teil während der Regierungszeit von König Suriyavarman II. (1113-1150 n.Chr.) fertig gestellt wurde, d. h. in der Blüte der so genannten Angkor-Architektur.

Der Komplex steht auf einem erloschenen Vulkan und ist schon von weitem zu sehen. Eine wunderschöne Promenade führt zum Haupttor; daneben gibt es zahlreiche Galerien und Hallen sowie die einzigen drei in Thailand erhaltenen Naga-Brücken. Das hier zu bewundernde Kunsthandwerk repräsentiert den Höhepunkt der Khmer-Kunst und steht den Reliefs im kambodschanischen Angkor Wat in nichts nach. Phanom Rung sollte man am besten vor 10 Uhr morgens besuchen, dann ist es noch angenehm kühl, man hat ideale Lichtverhältnisse zum Fotografieren und auf dem Gelände tummeln sich nur wenige Touristen.

Phanom Rung ist nicht leicht zu erreichen, aber die Mühe lohnt sich. Von Bangkok fährt man zunächst per Zug oder Bus in 4-5 Stunden nach Khorat (auch bekannt als Nakhon Ratchasima). Dort muss man einen Bus Richtung Surin nehmen und in Ban-Ta-Ko aussteigen. Von hier verkehren Songthaews zum Tempelkomplex.


Thaleh Ban National Park

Dieser 101 qkm große Nationalpark an der thailändisch-malaiischen Grenze im Süden der Provinz Satun beheimatet die besterhaltenen Gebiete weißen Meranti-Regenwalds in ganz Südostasien. Auf dem hügeligen Terrain gibt es Höhlen, Wasserfälle, hohe Kalksteinfelsen, wunderschöne Seen und wild lebende Tiere, u. a. Rotwild, Gibbons, Makaken und viele seltene Vogelarten. Im Park kann man entweder zelten oder in einem der Langhäuser am Seeufer übernachten.

Die nächstgrößere Stadt ist Satun, 15 Busstunden von Bangkok entfernt. Von hier fahren Sammeltaxis ins etwa 40 km entfernte Wang Prajan nahe des Parkeingangs. Die restliche Strecke in den Park kann man entweder trampen oder auf eines der seltenen Sonthaews hoffen. In den Thaleh Ban National Park führt auch von Malaysia aus eine Straße.


Anreise:

Die meisten Besucher fliegen nach Bangkok, das über einen großen internationalen Flughafen verfügt. Flüge nach Thailand sind oft teuer, aber ein einzelner Flug von Thailand ins Ausland kann sehr billig sein. Füge ab und nach Thailand sind oft überbucht, es ist also unbedingt notwendig, Rück- oder Weiterflüge unmittelbar nach der Ankunft rückzubestätigen. Die Flughafensteuer für internationale Flüge beläuft sich auf rund 13 Euro, bei einem Aufenthalt von weniger als 12 Stunden wird jedoch auf die Erhebung dieser Gebühr verzichtet. Viele Besucher reisen auch auf dem Landweg von Malaysia ein. Zwischen den beiden Ländern gibt es vier Grenzübergänge: zwei an der Westküste, einer im Landesinnern und einer an der Ostküste. Es ist zwar nicht möglich, Zugtickets für die gesamte Strecke zwischen Bangkok und Kuala Lumpur oder Singapur zu kaufen, aber Expresszüge verkehren über die thailändisch-malaiische Grenze bei Pedang Besar. Die Reise schließt üblicherweise eine Übernachtung in Butterworth (Malaysia) ein, um die Anschlusszüge bequem erwischen zu können. Der feudale Eastern & Oriental Express bietet eine direkte Verbindung zwischen Bangkok und Singapur, aber dafür kostet dieses Privileg auch deutlich über 1000 Euro. Zwischen Thailand und Myanmar, Laos oder Kambodscha gibt es zahlreiche Grenzübergänge, aber nur sehr wenige Grenzübertritte - zumindest offiziell. Ausländer können ganz legal den Mekong per Fähre überqueren und in mehreren Grenzstellen aus Laos einreisen oder nach Laos weitereisen.


Unterwegs vor Ort:

Thai International Airways bietet gute Verbindungen innerhalb des Landes, aber die meisten Reisenden bevorzugen das ausgezeichnete Bus- und Zugnetz. Die Busse sind phänomenal schnell, klimatisiert und bieten einen guten Service; auch die Züge verkehren pünktlich und in kurzen Abständen, sie sind bequem, preisgünstig, aber relativ langsam. In Bangkok und den größeren Provinzhauptstädten kann man Autos, Jeeps oder Wohnmobile mieten; Motorradverleihstationen gibt es in größeren Städten und in den Touristenzentren.

Der öffentliche Transport basiert u. a. auf Taxis, Tuk-tuks (motorisierte Rikschas), Samlors(Fahrrad-Rikschas) und Songthaews (kleine Pickups). Taxis haben in Bangkok (meist) einen Taxameter und Songthaews verkehren auf festgelegten Routen, aber bei Samlors, Tuk-tuks und Taxis außerhalb Bangkoks muss man handeln und sollte sich vor der Abfahrt auf einen Preis einigen. Seit Juni 2000 gibt es öffentliche Busse nur für Frauen, um sie vor Kriminalität und sexueller Belästigung zu schützen.

Copyright © 2004 Lonely Planet Publications



Kommentare

Halloele,
gute info Hp, Gratulation.
gruss Mikethai

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Zusammenfassung

Thailand ist das wohl am besten touristisch erschlossene Reiseland Südostasiens, wovon ich mich selber schon überzeugen konnte. Man trifft viele Gleichgesinnte, doch es wir auch zunehmend schwerer den Pauschaltouristen auszuweichen. Hier ein paar Reisetipps aus dem Lonely Planet: Aktivitäten: Thailands...

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