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Halong Bay - Arschbomben, Tipps wie man sich Freunde fuers Leben schafft und noch viel mehr

6 Uhr frueh, das Zimmer ist auf 17ºC runtergekuehlt, aber dank zweier dicker Bettdecken ist es trotzdem schoen warm. Richtig gemuetliches Pennen, eigentlich klasse.

Biep-biep, biep-biep, biep-biep.

Verdammt, aufstehen. Halong Bay wartet. Also wieder einmal Sachen packen & auschecken, man gewoehnt sich dran. Mittlerweile haben wir an 20 verschiedenen Orten uebernachtet (Transit-Uebernachtungen nicht mitgezaehlt). Am Reiseveranstalter angekommen gabs dann noch das uebliche Abklappern von anderen Veranstaltern, bis der Minibus auch bis zum letzten Platz voll war. Wir haben uns zu zweit auf die viersitzige Rueckbank verzogen und da erstmal auf unsere unverschaemte Art und Weise alles blockiert. Eine von Chris ganz klar als Franzoesin identifizierte Frau meinte erst, wir muessten wohl noch Platz machen, spaeter gabs nur noch "You are lucky", nachdem sich keiner mehr hinhockte. Im guten Gewissen meinte Chris zu mir "Kann die sich nicht um ihren eigenen Scheiss kuemmern?". Dumm war dann nur, dass es sich gar nicht um eine Franzoesin, sondern um eine Schweizerin handelte. So haben wir uns schonmal Freunde fuer den weiteren Tag gemacht.

Der regelmaessige Leser wird sich wohl bereits ohne weitere Erwaehnung denken koennen, was uns die Fahrt so gebracht hat. Richtig, einen Scammer-Stopp. Nach etwa einer Stunde hielten wir an einem Outlet-Store fuer diversen Muell ... aehm, Verzeihung, Handicraft Village mit ganz tollen Souvenirs. Ok, ist etwas uebertrieben, denn ein paar schoene Sachen gabs dann schon und die Schnapsflasche mit einer angeblich echten Schlange drin zur Steigerung der maennlichen Leistungsfaehigkeit in saemtlichen Lebenslagen hatte es Chris echt angetan.

Angekommen in Halong City gings dann aufs Boot und von dort aus quer durch die hundertfach aus dem Wasser ragenden Inseln. Wir hatten uns den Platz ganz vorne am Bug ausgesucht, um den Fahrtwind zu geniessen und bei einem kuehlen, die Kehle heruntertropfenden Bier die Beine baumeln zu lassen. Leider wars etwas diesig, aber wenn man etwas naeher an die Felsen rankam, kamen die Farben dann doch noch richtig gut heraus. Das Mittagessen war so-so, wie man es so schoen sagt. Geteilte Platten sind irgendwie doch nicht ganz unser Ding, besonders wenn jeder mit seinen Essstaebchen im selben Topf rumstochert.

Nach vollzogenem Schmaus stand dann erstmal die Besichtigung einer Hoehle auf dem Programm. Im Laufe von Millionen von Jahren hat hier das Wasser einige echt schoene und grosse Tropfsteinhoehlen geschaffen. Viel zu erzaehlen gibts dazu leider nicht, wir muessen hier auf den in wenigen Wochen erscheinden 2000-seitigen Bildband "Zwei Muenchner beim Posen in Asien" verweisen. Sehenswert wars aber allemal.

Ein weiteres Highlight stellte eine Fahrt in eine komplett abgeschlossene Bucht dar. Der einzige Zugang war ueber Wasser durch einen gerade mal 1 Meter hohe Tunnel. Viele Leute auf dem Boot wissen wohl noch immer nicht, was sie verpasst haben, denn die Resonanz auf diesen optionalen Tripp war sehr gering. Gut so, denn die faulen Hintern vermisst sicher niemand auf den Fotos.
Innen drin in der Bucht gabs dann allerlei Karstformationen zu bestaunen und den kleinen Zugang konnte man fast nicht mehr sehen. Es war in etwa so, wie es einem der Film "The Beach" mit Computereffekten vorgaukelt, abzueglich dem Sandstrand, denn den gabs hier leider nicht.

Abends fuhren wir dann in eine geschuetzte Bucht, in der wir dann vom 6 Meter hohen Aussichtsdeck (haha) gezielte Arschbomben ins Wasser abliessen. Das eine oder andere Bier musste dann auch noch dran glauben, aber wir habens recht ruhig angehen lassen.

Der Vollmond brachte dann nachts sowohl einen positiven als auch einen negativen Effekt. Durch das erhoehte Lichtaufkommen konnten wir die uns umgebenen Kartformationen sehr gut sehen und auch die Tatsache, dass man einen richtigen Schatten (nicht geistig!) um Mitternacht hatte, war auch noch bemerkenswert. Von unserem Zimmer hatten wir dann auch noch eine klasse Aussicht auf bereits erwaehnte Berge.
Leider konnte man aber durch das Licht einen besonderen Effekt deutlich geringer sehen als z.B. bei Neumond. Bei Bewegungen im dunklen Wasser konnte man fluoreszierendes Plankton sehen, was dann in etwa so gestaltete, dass die direkte Umgebung um einen herum immer wieder kleine Blitze im Wasser aufwies. Laut einem Franzosen an Bord soll dies nur an ganz wenigen Orten auf der Erde der Fall sein. Morgen werden wir dann selber beim naechtlichen Schwimmen das Ganze mal aus der Naehe inspizieren.

Erwaehnen muessen wir dann auch die beiden Australier (Mutter & Sohn), mit denen wir gestern eine ganze Weile abends geredet haben. Nun wissen wir, dass es in Australien manchen Ort gibt, in dem Deutsch quasi die Amtssprache ist und den besten Wein stellen auch deutsche Auswanderer her. Und Fosters soll eine ueble Pissbruehe sein. Am Ende haben wir dann auch noch eine Einladung bekommen, die wir sicherlich gerne annehmen werden, wenn wir mal nach Australien vorstossen sollten. Dann gehts auf Safari und wehe dem fiesen Koalabaer, der direkt auf uns zukommt!!

Dank einem Stromausfall und anschliessendem nicht funktionierenden Internet darf ich den zweiten Teil dieses nun bereits zum dritten Mal schreiben, was mich natuerlich sehr erfreut. Danke, liebes Stromnetz. Danke.

Zur Trekkingtour, die wir gerade hinter uns gebracht haben, aeussere ich mich dann im naechsten Beitrag. Dafuer bin ich jetzt einfach zu fertig.

Viele Gruesse von Cat Ba Island
Harry & Chris



Kommentare

Zitat: "Schnapsflasche mit einer angeblich echten Schlange drin zur Steigerung der maennlichen Leistungsfaehigkeit in saemtlichen Lebenslagen hatte es Chris echt angetan"

haha ich lach mich tot, Chris was ist los? ;)

P.S. Vier bis sechs Millionen Männer leiden allein in Deutschland offiziell unter Errektionsstörungen – Dunkelziffer unbekannt...
hihi ;)

Frechheit zu behaupten der Fusel waere fuer meinereiner gewesen... ich habe da einen Freund und der hat einen Cousin dessen Schwager da gewisse Probleme hat... wollte eigentlich nur helfen, aber leider haette ich den Schnapps mit der Cobra drin nie durch den Muenchner Zoll gebracht :-(

Aber ich kanndir gefaelschtes Viagra aus China mitbringen ;-)

Des Angebot mit dem gefälschte Viagra würd ich gerne annehmen..:-) bei meiner Doppelbelastung...
übrigens des Fosters is jetzt wirklich nicht der Hit, aber in London (war dort letztes WE) bist froh wennst so was bekommst, anstatt dem drecks stella aus belgien oder dem engländerfusl

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Zusammenfassung

6 Uhr frueh, das Zimmer ist auf 17ºC runtergekuehlt, aber dank zweier dicker Bettdecken ist es trotzdem schoen warm. Richtig gemuetliches Pennen, eigentlich klasse. Biep-biep, biep-biep, biep-biep. Verdammt, aufstehen. Halong Bay wartet. Also wieder einmal Sachen packen & auschecken, man...

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