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Trekking in Halong Bay und Rueckkehr nach Hanoi

Der zweite Tag in Halong Bay sollte eigentlich ganz gemuetlich werden. Fruehstueck an Bord, dann eine 2,5-stuendige leichte Trekkingtour auf Cat Ba Island, spaeter Strandsandln und schwimmen. Gaaaanz relaxed also.

Um 7 Uhr frueh war die Nacht schon vorbei. Kein Weckruf oder aehnliches, aber wenn der Strom ausgemacht wird und der Ventilator ausgeht, ist das nicht mehr so gemuetlich. Das Fruehstueck war dann auch nicht so wirklich prickelnd. Nicht angetoasteter Toast, nur wenig schmackhafter Frischkaese dazu, naja, egal. Gab schon schlimmeres.

Zur Trekkingtour sind wir dann frohen Mutes in Sandalen (meiner einer) und Badeschlappen (Chris) aufgebrochen. Etwas Wasser im Gepaeck, wird schon reichen. Die anderen 4 Tourteilnehmer waren auch nicht besser ausgestattet. Unser Guide stellte sich auf der Busfahrt zum Startpunkt vor und schnell war klar, dass es mit der Verstaendigung unterwegs etwas haklig werden sollte.

Dann gings den ersten Berg hoch und unsere kleine Berggazelle (lies: unser Guide) legte ein Tempo vor, dass angesichts der hohen Aussentemperaturen fuer den Standardwestler nicht gerade angemessen war. Zwei Minuten spaeter waren dann auch gleich alle mal durchgeschwitzt. Nach fuenf Minuten kamen die ersten (vollkommen berechtigten) Beschwerden der beiden aelteren Teilnehmer. Kurze Zeit danach hatte sich unsere illustre Truppe auf 3 Personen + Guide verkleinert, da sich deutlich abzeichnete, dass es sicherlich keine einfache Tour sein wuerde. Die anderen drei Leute drehten also um und warteten die naechsten 3 Stunden am Startpunkt. Unser Guide versicherte ihnen, dass wir sie dann abholen wuerden. Um es vorwegzunehmen: natuerlich wurden sie vergessen und erst auf erneutes Anfragen erinnerte man sich an die urspruengliche Abmachung.

Nun gut, zurueck zum Thema. Chris, meine Wenigkeit und eine Hollaenderin hetzten also weiter dem Guide hinterher. Ueber Stock und Stein, rauf und runter. Ob man eigentlich noch von Trekking sprechen konnte oder ob es eher Climbing war ... ? Irgendwas wohl dazwischen. Dies alles wohlgemerkt mit dem oben erwaehnten Top Equipment.
In den Cameron Highlands hatten wir ja beim Trekking bereits Erfahrungen gesammelt, wenn man die eigenen Grenzen eigentlich ueberschreitet und nun sollte es aehnlich werden. Zwar war der Weg insgesamt etwas weniger schwierig, aber dafuer machten uns die Temperaturen von 30 Grad doch sehr zu schaffen. Voellig durchnaesst und erschoepft erreichten wir dann nach 2 Stunden den Gipfel. Oben haben wir die obligatorischen Panoramabilder geschossen und die Gelegenheit, mein T-Shirt auszuwringen hab ich dann auch noch genutzt. Die Videos dazu werden bei Gelegenheit nachgereicht und haben bereits heute das Potenzial zum Klassiker.

Die nachmittaegliche Strandsession konnten wir dann also so richtig geniessen. Mit den beiden Hollaenderinnen haben wir dann noch geredet und festgestellt, wie aehnlich die Reiserouten doch waren. Fast gleichzeitig in Singapur gestartet sind, diverse Ueberschneidungen bei den Orten, Full Moon Party, sogar dasselbe abgelegene Hotel auf Koh Phi Phi und der Oberhammer natuerlich, dass wir in derselben Tubinggruppe in Vang Vieng (Laos) waren, ohne aufeinander zu achten. Nur die Happy Pizzas & Shakes haben wir dort im Gegensatz zu ihnen ausgelassen.

Abends konnten wir dann nachholen, was wir tags zuvor aus Faulheit ausgelassen hatten - Nachtschwimmen. War echt eine coole Sache und das fluoreszierende Plankton haben wir auch gesehen. Ebenso nicht zu uebersehen waren die an Bord anwesenden Englaender, die jedes Klischee und Vorurteil erfuellten. Um politisch korrekt zu bleiben, zitiere ich hier mal lieber den anwesenden Hollaender, der das in etwa so formulierte: "Ja, das ist immer so mit denen. Jeden Abend dasselbe. Nur Bloedsaufen im Kopf".
Wir berichten hier ja nur objektiv.

Wie immer noch ein paar Worte aus der Rubrik "Erwaehnenswert":
Kakerlaken! Auf dem Deck, beim Essen, im Zimmer. Einfach ueberall. Gut, dass ich seit Koh Pha-Ngan eine unverbrauchte grosse Dose Baygon Moskito- und Cockroachkiller dabei habe. So duftete es im Zimmer dann auch nicht nach Diesel oder Toilette, sondern sogar halbwegs angenehm und beruhigt schlafen konnte man auch. "Off", das Autan Suedostasiens, wirkt uebrigens auch, allerdings dann besser als eine Art unsichtbare Grenze, ueber die die Kakerlaken nicht drueberlatschen. Also einmal rund um die Bettdecke und erholsam einpennen. Mahlzeit uebrigens.

Heute gings dann zurueck nach Hanoi, wo wir noch ein bisschen die Stadt unsicher machen werden. Heute ist es merklich ruhiger als vor ein paar Tagen, da wir wohl zufaellig an einem Tag ankamen, wo hier abends der Ausnahmezustand herrschte. Und morgen gehts dann weiter nach China. 832km mit Zug im klimatisierten Schlafwagen, fast einen ganzen Tag lang. Von dort aus ist es gar nicht mal mehr so weit bis nach Hongkong.

Viele Gruesse aus Hanoi, dieses Mal an alle, die sich schon so richtig auf unsere Rueckkehr freuen. :)

Harry & Chris



Kommentare

Klingt ja wie immer spannend, aber auch anstrengend:-). Dann wünsch ich euch mal GLück für euren Tripp nach China und eine angenehme Fahrt, Endloszugfahrten kann ich ausnahmsweise nachvollziehen, ich sage nur "Sorrent"...

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Zusammenfassung

Der zweite Tag in Halong Bay sollte eigentlich ganz gemuetlich werden. Fruehstueck an Bord, dann eine 2,5-stuendige leichte Trekkingtour auf Cat Ba Island, spaeter Strandsandln und schwimmen. Gaaaanz relaxed also. Um 7 Uhr frueh war die Nacht schon vorbei. Kein...

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