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Vietnam's Bevölkerung

Die Vietnamesen (Annamiten), eng verwandt mit den Südchinesen, stellen mit über 88 Prozent der Bevölkerung die größte Bevölkerungsgruppe. Sie sind vorwiegend in den Deltaregionen beheimatet. Der Rest besteht aus Angehörigen der rund 53 ethnischen Minderheiten, die sich in den Bergregionen konzentrieren. Die chinesische Minderheit hat sich mit der Auswanderungswelle, die besonders zur Zeit des Krieges gegen China Ende der siebziger Jahre einsetzte, drastisch verringert. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 79,9 Millionen (2001), was eine Bevölkerungsdichte von 241 Einwohner pro Quadratkilometer ergibt. Der südliche Teil des Landes weist eine größere Verstädterung als der Norden auf, obwohl die Mehrzahl der Einwohner in ländlichen Gebieten ansässig ist (80 Prozent). Die meisten Menschen leben in den Delta- oder Küstenregionen. Die Bevölkerung Vietnams hat ein niedriges Durchschnittsalter. Etwa 39 Prozent aller Vietnamesen haben das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet. Die Lebenserwartung beträgt durchschnittlich 69,6 Jahre (2001). Das Bevölkerungswachstum liegt bei einer jährlichen Rate von 1,45 Prozent (2001). In Vietnam besteht ein staatliches Sozialleistungssystem.


1. Wichtige Städte

Die meisten größeren Städte befinden sich im Süden Vietnams. Von den bedeutendsten liegt nur die Landeshauptstadt Hanoi (3,06 Millionen Einwohner) nicht an der Küste. Weitere große Städte sind Ho-Chi-Minh-Stadt (3,02 Millionen), das ehemalige Saigon, Haiphong (0,78 Millionen, gleichzeitig Hanois Hafen) und Da Nang (382 674) nahe der alten Stadt Huë (219 149).


2. Sprache

Die Amtssprache ist Vietnamesisch, das zur Mon-Khmer-Gruppe der austroasiatischen Sprachen gehört und von etwa 80 Prozent der Bevölkerung gesprochen wird. Als Bildungs- und Handelssprache sind Englisch und Französisch, ein Relikt aus der Kolonialzeit, in Gebrauch. Kleine Teile der vietnamesischen Stadtbevölkerung sprechen auch Russisch. Im Landesinneren herrschen die Minderheitensprachen Khmer, Cham und Montagnard vor. Die Bedeutung des Chinesischen ist im Schwinden begriffen.


3. Religion

Seit alters her herrscht im Land der Buddhismus vor, der auf den chinesischen Einfluss zurückzuführen ist. Zu der traditionellen Religion des Mahayana-Buddhismus sind die neuzeitlicheren Glaubensrichtungen des Caodaismus und des Hoa Hao hinzugekommen. Die philosophischen Weltanschauungen des Konfuzianismus und des Taoismus nehmen, zusammen mit verwandten chinesischen Religionen, einen hohen Stellenwert ein. Es gibt rund 4,5 Millionen Anhänger des römisch-katholischen Glaubens.


3.1. Feiertage

Der wichtigste vietnamesische Feiertag ist Têt, das Neujahrsfest nach dem Mondkalender, das Ende Januar oder Anfang Februar gefeiert wird. Têt wird drei Tage lang mit Festessen und Besuchen bei Freunden und der Familie gefeiert. Trung Nguyên, der Tag der umherirrenden Seelen, ist ein buddhistischer Feiertag. Er wird am 15. Tag des siebten Monats im Mondkalender begangen und ist der zweithöchste Feiertag nach Têt. Thanh Minh ("rein und hell") ist ein Fest zum Gedenken an Verstorbene am fünften Tag des dritten Mondmonats. Ph?t Ðan, im April oder Mai, erinnert an die Geburt, die Erleuchtung und den Tod Buddhas. Doan Ngu, am fünften Tag des fünften Mondmonats, ist das Fest zur Sommersonnenwende. Weitere Feiertage sind der Neujahrstag (1. Januar), der 30. April, der an das Ende des Vietnamkrieges 1975 erinnert, der Tag der Arbeit (1. Mai), der Nationalfeiertag (2. September) und Ho Chi Minhs Todestag (3. September). Christen feiern außerdem Ostern und Weihnachten (25. Dezember).



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Zusammenfassung

Die Vietnamesen (Annamiten), eng verwandt mit den Südchinesen, stellen mit über 88 Prozent der Bevölkerung die größte Bevölkerungsgruppe. Sie sind vorwiegend in den Deltaregionen beheimatet. Der Rest besteht aus Angehörigen der rund 53 ethnischen Minderheiten, die sich in den Bergregionen...

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